Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Kreisspitze: Unternehmen soll nicht nur Zahlen, sondern Menschen sehen – Landrätin und Erster Kreisbeigeordneter: Johnson Controls soll Pläne überdenken – Region ist starker Standort

(Pressemitteilung 268/2016 vom 01.07.2016)

Marburg-Biedenkopf – Landrätin Kirsten Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow haben mit großer Bestürzung auf die Pläne von Johnson Controls reagiert, den Standort Dautphetal bis zum Jahr 2019 zu schließen. Sie zeigten sich in einer ersten Stellungnahme nach Bekanntwerden der Pläne am Donnerstagnachmittag schockiert und besorgt, dass dadurch laut Medienberichten bis zu 750 Menschen ihren Arbeitsplatz in der Region verlieren sollen.

„Wir appellieren an die Verantwortlichen im Unternehmen, diese Entscheidung zu überdenken“, betonten Fründt und Zachow. Für die Region sei diese Standortentscheidung eine fatale Weichenstellung. Es sei eine Frage der sozialen Verantwortung, die Arbeitnehmer, die über Jahre hinweg zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben, nicht im Stich zu lassen.

„Aber auch das Unternehmen würde einen großen Fehler machen, Dautphetal zu verlassen“, so Fründt und Zachow. „Die Verlagerung an einen anderen Standort mag vielleicht auf den ersten Blick billiger sein. Die leistungsstarken Mitarbeiter, das breite und vielfältige (Aus-)bildungssystem in der Region und die Innovationskraft des Hinterlandes werden dem Unternehmen jedoch fehlen! Deswegen wird die Verlagerung an andere Standorte letztlich eher Mehrkosten verursachen“, prognostizierte die Landrätin. Johnson Controls solle daher diese Entscheidung überdenken. „Ein Unternehmen darf nicht nur die Zahlen, sondern muss die Menschen sehen. Und die Menschen in dieser Region sind es, die das Unternehmen stark gemacht haben und stark machen“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete.

„Diese Stärke sollte das Unternehmen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, unterstrich die Landrätin und hofft, dass das Unternehmen mit präzisem Blick auf die Lage vor Ort noch einmal ihre Standortentscheidung kritisch reflektiert. Dazu bieten sie und der Wirtschaftsdezernent der Geschäftsleitung direkte Gespräche an. Von politischer Seite sei auch denkbar, eine moderierende Funktion im Dialog zwischen Geschäftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaften zu übernehmen, um gemeinsam neue Perspektiven für eine Standortsicherung zu entwickeln“. „Jetzt müssen alle Kräfte aus der Region für die Region aktiviert werden“, so Fründt.

[ schließen ]