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Gemeinsame Pressemitteilung der Philipps-Universität Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Die Stiftung Kriminalprävention verleiht den Deutschen Förderpreis Kriminalprävention 2013 an das gemeinsame Projekt PIKS der Philipps-Universität Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf – Programm Prävention in Kindergarten und Schule überzeugt mit ganzheitlichem Ansatz unter Einbeziehung verschiedener Akteure aus Kindergarten und Schule

(Pressemitteilung Nr. 265/2013 vom 12.07.2013)

Marburg-Biedenkopf – Die Stiftung Kriminalprävention verleiht am 8. November 2013 zum elften Mal den Deutschen Förderpreis Kriminalprävention in Münster. Der Stiftungsbeirat der Stiftung Kriminalprävention hat aus annähernd 60 Projekten deutschlandweit vier Preisträger nominiert, darunter das Marburger Projekt PiKS.

„Sie verdienen für Ihre vorbildliche Arbeit höchste Anerkennung, weil sie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, unser Land noch ein Stück sicherer und damit lebenswerter zu machen“, erläuterte Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes und Mitglied der Jury deren Entscheidung in einer Pressemitteilung. „Wie immer bei diesem Förderpreis sind die Projekte auf Wirksamkeit untersucht, übertragbar und dringend zur Nachahmung empfohlen“, sagte Klaus Stüllenberg, Vorstandsvorsitzender der auslobenden Stiftung Kriminalprävention in Münster aus Anlass der Nominierung der künftigen Preisträger. Die Preisverleihung findet am 8. November 2013 in Münster statt. Das Preisgeld beträgt in diesem Jahr 40.000 Euro und wird gleichmäßig auf die vier Preisträger aufgeteilt.

Das preisgekrönte Marburger Programm PiKS (Prävention in Kindergarten und Schule) basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz unter Einbeziehung verschiedener Akteure aus Kindergarten und Schule. Es wird von den Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern aus Kindergärten und Grundschulen desselben Einzugsbereichs durchgeführt. Dies geschieht unter Beteiligung der Eltern und wird von der Arbeitsgruppe Sozialpsychologie der Philipps-Universität Marburg wissenschaftlich begleitet und koordiniert. Ziel ist es, der Entstehung von Aggression und Gewalt im Kindesalter vorzubeugen, die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu fördern und ein konstruktives Konfliktverhalten anzubahnen. Professor Dr. Ulrich Wagner, der seit 2012 mit Dr. Judith Lanphen, Dipl.-Psych. Steffi Pohl und Dr. Mathias Kauff von der Arbeitsgruppe Sozialpsychologie das Programm mit dem Landkreis durchführt, erläuterte: „Genau genommen sollen die teilnehmenden Kinder des Gewaltpräventions-Programms in die Lage versetzt werden, mit der eigenen Aggression kontrollierter umzugehen, Provokationen aus dem Weg zu gehen und Konflikte gewaltfrei auszutragen. Die Besonderheit des Programms besteht darin, dass die teilnehmenden Kinder bereits in den Kindertagesstätten mit den einzelnen Maßnahmen vertraut gemacht werden und in der Grundschule mit dem bekannten Programm fortsetzen.“ Ein weiteres wichtiges Merkmal sei, dass nicht nur die einzelnen Kinder trainiert werden, sondern dass auch die Klassen bzw. KiTa-Gruppen, die Einrichtungen insgesamt und die Eltern einbezogen würden. „Konflikte sollen gewaltfrei gelöst werden – ohne körperliche Aggression und ohne verbale Gewalt“, hob er hervor.

„Es freut mich sehr, dass unser Programm ‚Prävention in Kindergarten und Schule’ die Jury überzeugt hat. Unsere bisherigen Erfahrungen in Neustadt und jetzt in der Stadt Wetter zeigen, dass das ein sehr guter Ansatz ist“, unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete, Dr. Karsten McGovern und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität sowie mit den Einrichtungen in der Stadt Wetter: „Das Gesamtprogramm wird noch bis Ende 2014 durch die Philipps-Universität Marburg und den Landkreis Marburg-Biedenkopf begleitet. Danach sollen die einzelnen Maßnahmen soweit in den KiTa- und Schulalltag integriert sein, dass das Programm auch ohne externe Unterstützung weiterläuft.“ Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause erklärte: „Als Universität freuen wir uns über den Erfolg von PiKS nicht zuletzt wegen des Praxisbezugs und gesellschaftlichen Nutzens des Projekts, dessen Effektivität kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt wird, so dass das Programm auch zukünftig von anderen Bildungseinrichtungen übernommen werden kann.“

Außerdem werden das freie Theater EUKITEA mit Sitz und Theaterhaus in Diedorf bei Augsburg für ihre Theaterprojekte, die Kolpingschule in Aschaffenburg für vielfältige gezielte Präventionsprojekte und ein hochwertiges Angebot sowie die Goslarer Zivilcouragekampagne der Polizeiinspektion Goslar, WEISSER RING, Goslarsche Zeitung, Cineplex-Kino, Photogeno-Studio für das bundesweite Projekt „Mut zur Zivilcourage“ ausgezeichnet.

Das gemeinsame Projekt "PIKS" hat mit dem Förderpreis Kriminalprävention 2013 eine sehr hohe Auszeichnung erfahren. Im August 2012 kamen Beteiligte des Projekts zu einer Zwischenbewertung des Programms in Wetter zusammen. Während Betreuungskind Alexander den Besuchern schon einmal die Schnelligkeit der Rutsche demonstrierte, warteten Laura und Hannah noch auf Ihren Einsatz. (Erwachsene v.l.n.r.): Andrea Morbitzer, Birgitta Opdenhövel, Jürgen Rimbach, Helke Bender, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, Prof. Dr. Ulrich Wagner, Steffi Pohl, Petra Steuber, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern und Doris Wabnegg.  Foto: Landkreis (Archivbild von August 2012)
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Das gemeinsame Projekt "PIKS" hat mit dem Förderpreis Kriminalprävention 2013 eine sehr hohe Auszeichnung erfahren. Im August 2012 kamen Beteiligte des Projekts zu einer Zwischenbewertung des Programms in Wetter zusammen. Während Betreuungskind Alexander den Besuchern schon einmal die Schnelligkeit der Rutsche demonstrierte, warteten Laura und Hannah noch auf Ihren Einsatz. (Erwachsene v.l.n.r.): Andrea Morbitzer, Birgitta Opdenhövel, Jürgen Rimbach, Helke Bender, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, Prof. Dr. Ulrich Wagner, Steffi Pohl, Petra Steuber, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern und Doris Wabnegg.

Foto: Landkreis (Archivbild von August 2012)

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