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Neue „Verbundschule Hinterland“ mit verstärktem Ganztagsprogramm an den Standorten Biedenkopf, Breidenbach und Steffenberg nimmt Gestalt an

(Pressemitteilung Nr. 263/2013 vom 11.07.2013)

Marburg-Biedenkopf – Aufgrund zurückgehender Schülerzahlen werden sich die Stadtschule Biedenkopf sowie die Mittelpunktschulen in Breidenbach und Steffenberg zu einer Verbundschule mit drei Standorten zusammenschließen. Die Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums zu dieser Organisationsänderung liegt seit Mitte Juni vor. Die neue „Verbundschule Hinterland“ soll ab dem Schuljahr 2014/15 unter gemeinsamer Leitung starten.

In den konzeptionellen Gesprächen zur Vorbereitung des Verbunds wurde unter den Schulleitungen der Standorte Einvernehmen hergestellt, dass die bewährte Ganztagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler an allen drei Standorten fortgeführt und weiterentwickelt werden soll. Das heißt konkret, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, bis 16 Uhr nicht nur zu lernen, in der Schule die Hausaufgaben zu machen oder sich für Prüfungen vorzubereiten, sondern auch je nach Interesse verschiedenste Angebote unter anderem aus den Bereichen Sport, Theater und Musik wahrzunehmen.

„Das Ganztagsprofil wird ein wesentliches Merkmal der neuen Verbundschule sein. Wir unterstützen diese Weiterentwicklung an den Standorten“, sagte Burkhard Schuldt, zuständiger Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes. Bezogen auf die einzelnen Schulorte bedeutet dies für den Standort Biedenkopf, dass zusätzliche Ressourcen zum Ausbau bestehender Kooperationen mit Sportvereinen genutzt und zusätzliche Förderkurse eingerichtet werden könnten. Auch das Berufsvorbereitungskonzept findet im Ganztagsangebot seinen Niederschlag: Kooperationen mit heimischen Betrieben sollen durch die erweiterte Mittelzuteilung in großzügigerem Umfang möglich sein, so dass ein noch stärkeres Eingehen auf individuelle Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler möglich sein wird.

Am Standort Breidenbach wird eine verstärkte Kooperation mit Eltern und den heimischen Betrieben und Sportvereinen angestrebt. Außerdem soll die Rhythmisierung, das heißt der Wechsel von eher anstrengenden und entspannenden Lern- und Unterrichtszeiten verstärkt und der Wunsch vieler Eltern nach mehr Angeboten für Grundschüler insbesondere für den musischen Bereich am Nachmittag realisiert werden. Neben der Erweiterung des Ganztagsangebotes profitiert der Standort Breidenbach durch die Einrichtung eines Realschulzweiges ab Sommer 2014. So kann dann an diesem Standort der mittlere Bildungsabschluss auf direktem Weg erreicht werden und nicht wie bisher nur durch Besuch eines 10. Hauptschuljahres. Am Standort Steffenberg sollen auf der Grundlage zusätzlicher Ressourcen das erfolgreiche Förderkonzeptes in der Förderstufe ausgeweitet und auch in die höheren Jahrgänge der Sekundarstufe I übertragen werden. Für die Eltern stellt die Teilnahme am Nachmittagsangebot eine verlässliche „Betreuungszeit“ für ihr Kind dar.

Insgesamt bedeutet die geplante Ausweitung des Ganztagsbetriebs eine erhebliche Qualitätssteigerung für die gesamte Verbundschule, in der eine enge Verzahnung zwischen Regelunterricht und Ganztagsangebot die Möglichkeit eröffnet, alle Schülerinnen und Schüler in ihren jeweiligen Kompetenzen zu stärken. Gesamtkonferenzen und Schulelternbeiräte haben dem Konzept bereits ihre Zustimmung erteilt. Der dafür notwendige Antrag zur Erweiterung des Ganztagsangebotes für die Verbundschule Hinterland wird bis zum Ende des Schuljahres sowohl beim Staatlichen Schulamt und als auch beim Schulträger, dem Landkreis, gestellt werden, der dieser Entwicklung auch sehr positiv gegenübersteht. „Wir sind gut im Zeitplan des Zusammenführungsprozesses und hoffen, dass für die neue Verbundschule auch im Ganztagsbereich weitere, für die Umsetzung des neuen Ganztagsprofils notwendige Stellen zugesagt werden können“, so Eberhard Blöchle, zuständiger Projektleiter vom Staatlichen Schulamt.

Der Schuldezernent des Landkreises, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung zur Verbundschule Hinterland, nicht nur, weil alle drei Schulstandorte erhalten bleiben können, sondern auch wegen der Chancen durch den Verbund, Synergien bei der Qualitätsentwicklung der Schulen zu generieren: „So kann die Möglichkeit genutzt werden, bewährte Konzepte anzugleichen bzw. weiterzuentwickeln. Zudem können die Schulstandorte von den Stärken der anderen profitieren und insgesamt ein attraktives und bedarfsorientiertes Bildungsangebot im Hinterland bereitstellen“, hob Dr. McGovern hervor.


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Alle Fotos: Landkreis

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