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Positive Bilanz: Landkreis Marburg-Biedenkopf verzeichnet ein Plus von 14,5 Millionen Euro im Haushaltsabschluss für das Jahr 2013 – Schulden konnten um 55 Millionen Euro reduziert werden

(Pressemitteilung 262/2014 vom 21.07.2014)

Marburg-Biedenkopf – Als einer der ersten Kreise in Hessen hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Jahresabschluss für das Jahr 2013 fertig gestellt. Landrätin Kirsten Fründt stellte das Ergebnis am Montag im Marburger Landratsamt vor. „Mit einem Jahresüberschuss von rund 14,5 Millionen Euro und einem Schuldenabbau von 55 Millionen Euro im Jahr 2013 gelingt uns ein Riesenschritt in Richtung nachhaltiger Sanierung der Kreisfinanzen“, betonte die Landrätin.

Das Ergebnis biete zusätzliche Entlastung vor allem beim Zins- und Schuldendienst, der Kreis müsse also weniger für Zinsen und Tilgung seiner laufenden Kredite zahlen. Dies gebe hoffentlich die nötige Luft für die Entlastung der Kommunen im Kreis, so Kirsten Fründt weiter. Die erfreulichen Zahlen sind das Ergebnis des wirtschaftlichen und sparsamen Kurses, den der Landkreis gewählt und auch konsequent eingehalten hat. Auch der Schutzschirm des Landes Hessen für verschuldete Kommunen hat einen wichtigen Beitrag zum Schuldenabbau geleistet.

„Der Kreis hat in den vergangenen Jahren unter meinem Vorgänger Robert Fischbach einen klugen Sparkurs eingeschlagen und die Haushaltspläne vorausschauend und vorsichtig gestaltet. Trotzdem sind wir handlungsfähig geblieben“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt. So seien Einsparmöglichkeiten und Investitionen gemeinsam mit allen Fachbereichen besprochen und geplant worden.

Als Beispiel für die trotz des Sparkurses auf den Weg gebrachten Investitionen und Projekte nannte die Landrätin das Sanierungsprogramm an den Schulen des Kreises, den flächendeckenden Breitbandausbau in diesem und im nächsten Jahr oder die jüngst beschlossene Ausweitung der Schulsozialarbeit.

Auch die viel diskutierte und oft kritisierte Erhöhung der Kreisumlage sei ein wichtiger Schritt gewesen, um die Kreisfinanzen im Interesse aller Städte und Gemeinden und damit der Bürgerinnen und Bürger zu stabilisieren. „Die aktuelle Kassenlage eröffnet nun aber die realistische Chance, die Kommunen mit einer Senkung der Kreisumlage wieder entlasten zu können, was ja der ausdrückliche Wunsch der neuen Kreiskoalition aus SPD und CDU ist“, erklärte Landrätin Fründt. Voraussetzung dafür sei aber, dass die für den Landkreis so wichtige finanzielle Grundausstattung im Wege des Kommunalen Finanzausgleichs auch in 2015 stabil bleibe und keine Einbrüche erfahre, stellte die Landrätin fest.

Die Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen sind um 55,3 Millionen Euro von 203,1 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 147,8 Millionen Euro in 2013 reduziert worden. „Das ist der größte Schuldenabbau innerhalb eines Jahres, den der Landkreis bisher zu verzeichnen hatte“, erläuterte die Landrätin. Möglich geworden ist dies in erster Linie durch den Schutzschirm des Landes in Höhe von 48,2 Millionen Euro. Darüber hinaus habe man die erwirtschafteten Verbesserungen aus dem Ergebnisüberschuss für die Rückführung der Kassenkredite eingesetzt, die der Kreis um 47,2 Millionen Euro auf nunmehr 73,7 Millionen Euro reduziert hat.

Im Haushaltsplan 2013 war bereits ein Überschuss von 4,6 Millionen Euro eingeplant gewesen. Die jetzt erreichte Verbesserung von knapp 10 Millionen Euro ist unter anderem auf Einsparungen bei den Transferleistungen im Sozial-, Jugendhilfe- und Arbeitslosengeld-II-Bereich in Höhe von 2,2 Millionen Euro, Einsparungen beim Zinsdienst von 1 Million Euro, geringere Sach- und Dienstleistungsaufwendungen sowie Abschreibungen in Höhe von 0,6 Millionen Euro, Mehrerträge aus Gebühren, Erstattungen und Zuweisungen von rund 2 Millionen Euro und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von allein 4,2 Million Euro zurückzuführen.

Landrätin Fründt und auch Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow bedankten sich bei der Verwaltung und insbesondere bei Peter Günther und Uwe Michel vom Fachbereich Finanz- und Kassenmanagement für ihre sehr gute Arbeit. Zachow verwies zudem darauf, dass der Landlkreis trotz aller Sparbemühungen dennoch sehr in die Schulen des Landkreises investiere. Die Einsparungen gingen also nicht auf Kosten der Bildung.

„Dass wir erneut in vielen Aufgabenbereichen zusätzliche Verbesserungen erwirtschaftet haben und bereits jetzt den Jahresabschluss für 2013 vorlegen können, unterstreicht eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Kreisverwaltung. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat damit im Gegensatz zu einem Großteil der Kommunen in Hessen keine Rückstände mehr bei der Aufstellung von Jahresabschlüssen.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Andreas Bartsch, ergänzte, dass die Sparkasse sowohl der Universitätsstadt Marburg als auch dem Landkreis Marburg eine jährliche Ausschüttung zukommen lasse, die für den Landkreis rund drei Millionen Euro betrage. Aber auch durch Sponsoring und Spenden könne die Sparkasse bei der Realisierung wichtiger Projekte helfen. Als Beispiel nannte er die Unterstützung des Landeskinderturnfestes 2014, das sowohl von der Universitätsstadt Marburg als auch vom Landkreis gefördert wurde. Bartsch hatte zuvor über den Jahresabschluss 2013 der Sparkasse Marburg-Biedenkopf im Kreisausschuss berichtet.

In der Kreisverwaltung wurde das Jahresergebnis 2013 des Landkreises vorgestellt, ergänzt um Informationen aus dem Jahresabschluss der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (v.l.n.r.): Andreas Bartsch (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf), Peter Günther (Fachbereich Finanz- und Kassenmanagement), Landrätin Kirsten Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow. Foto: Landkreis

In der Kreisverwaltung wurde das Jahresergebnis 2013 des Landkreises vorgestellt, ergänzt um Informationen aus dem Jahresabschluss der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (v.l.n.r.): Andreas Bartsch (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf), Peter Günther (Fachbereich Finanz- und Kassenmanagement), Landrätin Kirsten Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow.

Foto: Landkreis

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