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Fördermittel für Projekte: 425.000 Euro stärken die Dörfer in der Region – Landrätin übergibt Bescheide für die Dorf- und Regionalentwicklung

(Pressemitteilung 261/2015 vom 07.07.2015)

Marburg-Biedenkopf – Neun Förderbescheide in einer Gesamthöhe von rund 425.000 Euro für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung hat Landrätin Kirsten Fründt an die Kommunen Lahntal, Weimar, Ebsdorfergrund, Münchhausen, Bad Endbach und Wetter übergeben. Das Geld stammt aus Fördertöpfen des Landes und der EU im Rahmen des LEADER-Programms.

„Die Förderung dieser Projekte stärkt die ganze Region“, stellte Landrätin Kirsten Fründt bei der Übergabe der Förderbescheide fest. Sie trage dazu bei, dass auch die kleineren Dörfer nicht abgehängt werden und für die Menschen attraktiv und lebenswert bleiben. „Hinter allen Projekten, die sehr eindrucksvoll die Vielschichtigkeit der Dorf- und Regionalentwicklung deutlich machen, stehen immer die Menschen, die diese Projekte mit Leben füllen und so zu einem Zusammenhalt und einem Miteinander in den Orten führen. Die Fördermittel geben den Kommunen zudem in Zeiten knapper öffentlicher Kassen mehr Gestaltungsspielraum“, so die Landrätin

3.151 Euro Zuschuss fließen in den Lahntaler Ortsteil Sterzhausen. Dort wird im Rahmen der Dorfentwicklung ein neuer Beratervertrag für die städtebauliche Beratung abgeschlossen. Die Beratung steht sowohl den öffentlichen Projektträgern als auch den privaten Investoren zur Verfügung. Auf Anfrage informiert der von der Kommune beauftragte Berater über städtebauliche, gestalterische oder landschaftsplanerische Fragen. Das Projekt läuft bis 2017. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5.000 Euro, wovon 4.200 Euro förderfähig sind. Die Förderquote beträgt 75 Prozent.

Die Gemeinde Weimar erhält für ihren Ortsteil Allna einen Zuschuss in Höhe von rund 11.300 Euro für die Neugestaltung der Einfriedung von Friedhof und Kinderspielplatz. Die Einfriedungen um diese zwei öffentlichen Bereiche im Ortskern Allnas sollen neu und ortstypisch gestaltet werden. Die bisherigen Zäune um den Friedhof und um Kinderspielplatzes werden entfernt und durch Holzzäune ersetzt. Damit soll das Ortsbild gestalterisch aufgewertet. Die Gesamtkosten sind mit rund 19.200 Euro veranschlagt. Davon sind rund 16.100 ‚Euro förderfähig, bei einer Förderquote von 70 Prozent.

Mit insgesamt 24.420 Euro fördern Land und EU Projekte in der Gemeinde Münchhausen. Die Gemeinde schließt für ihre Ortsteile Simtshausen, Oberasphe und Wollmar einen neuen Beratervertrag für die städtebauliche Beratung von öffentlichen Projektträgern und auch privaten Investoren ab. Der von der Kommune beauftragte Berater informiert über städtebauliche, gestalterische oder landschaftsplanerische Fragen. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf 4.165 Euro, 3.500 Euro davon sind förderfähig. Bei einer Förderquote von 75 Prozent bedeutet dies einen Zuschuss von 2.625 Euro.

Im „Backhaus“ des Ortsteils Oberasphe entstehen im Dachgeschoss Räume, die von der Jugend genutzt werden. Dabei wird auch die vorhandene Toilettenanlage modernisiert. Die verbesserten Nutzungsbedingungen des Jugendraums tragen entscheidend zur erfolgreichen Jugendarbeit im Ortsteil Oberasphe bei, die sich auch positive auf benachbarte Ortsteile auswirkt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich 14.280 Euro, wovon 12.000 Euro förderfähig sind. Bei einer Förderquote von 75 Prozent freut sich die Gemeinde Münchhausen über einen Zuschuss in Höhe von 9.000 Euro für dieses Projekt.

Im Ortsteil Wollmar muss die unter Denkmalschutz stehende Sandsteinmauer am Lindenberg dringend saniert werden. Diese Sanierung fördern Land und EU mit 30.000 Euro im Rahmen der Dorf- und Regionalentwicklung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 47.600 Euro, 40.000 Euro sind förderfähig. Die Förderquote beträgt 75 Prozent.

Für rund 1,3 Millionen Euro baut die Stadt Wetter im Stadtteil Unterrosphe einen neuen Kindergarten. Der Zusammenschluss der Ü3-Betreuung vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung stellt die  Qualität und den sozialen Anspruch einer Kindertagesbetreuung sicher. Hierzu soll der Neubau beitragen. Rund 902.000 Euro sind förderfähig. Die Höhe des Zuschusses beträgt 300.000 Euro – die maximale Fördersumme für einen Kindergartenneubau.

„Wir freuen uns, im Rahmen der Dorfentwicklung dieses Pilotprojekt fördern zu können, dies war bis vor kurzem so nicht möglich“, betonte Landrätin Kirsten Fründt.

Im Dorfgemeinschaftshaus in Wetter-Treisbach wird der Clubraum im Keller durch einen teilverglasten Anbau mit Teeküche erweitert. Zusätzlich wird eine mobile Trennwand eingebaut, um das Gebäude flexibler nutzen zu können. Die Stadt Wetter möchte damit das Dorfgemeinschaftshaus den geänderten Anforderungen der Nutzer anpassen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 90.800 Euro, förderfähig davon sind 76.300 Euro. Bei einer Förderquote von 75 Prozent bekommt die Stadt Wetter einen Zuschuss in Höhe von 57.228 Euro.

Die Gemeinde Bad Endbach erhält einen Zuschuss in Höhe von rund 8.900 Euro für einen städtebaulichen Beratervertrag. Das Gesamtprojekt kostet 14.200 Euro, förderfähig hiervon sind 11.900 Euro. Der Berater informiert öffentlichen Projektträger und privaten Investoren zu städtebaulichen, gestalterischen und landschaftplanerischen Aspekten im Rahmen einer Erstberatung.

Eine Fördersumme in Höhe von 3.130 Euro erhält die Gemeinde Ebsdorfergrund für das Moderationsprojekt „Identitätsstärkung“ im Ortsteil Wittelsberg. Mit diesem Projekt sollen die teilweise bestehenden Barrieren zwischen „Altbürgern“ und „Neubürgern“ abgebaut und eine Verbesserung der Koordination der ansässigen Vereine erreicht werden. Es sollen Strukturen geschaffen werden, die die Kommunikation untereinander erleichtern und über die Vereinsarbeit hinausgehend auch Neubürger stärker in die Dorfgemeinschaft integrieren. Das Ziel: Stärkung der dörflichen Gemeinschaft und des Zusammengehörigkeitsgefühls aller Einwohnerinnen und Einwohner in Wittelsberg. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf knapp 5.000 Euro. Bei einer Förderquote von 75 Prozent sind davon rund 4.100 Euro förderfähig.

Stichwort „LEADER“:

LEADER ist die Abkürzung des französischen „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“ und wird übersetzt mit „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums“. LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mit zu gestalten. So kann das Potenzial einer Region viel besser genutzt werden und erheblich zur Entwicklung der Region beitragen.

Landrätin Kirsten Fründt (li.) übergab die Förderbescheide für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung gemeinsam mit Ulrich Buddemeier (Fachbereich Ländlicher Raum des Kreises) an (v. li.) Bürgermeister Peter Funk (Münchhausen), Rainer Kieselbach (Gemeinde Lahntal), Rita Rohrbach (Gemeinde Weimar), Bürgermeister Peter Eidam (Weimar), Ortsvorsteher Wolfgang Achenbach (Wetter-Treisbach) und Bürgermeister Kai-Uwe Spanke (Wetter). (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Landrätin Kirsten Fründt (li.) übergab die Förderbescheide für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung gemeinsam mit Ulrich Buddemeier (Fachbereich Ländlicher Raum des Kreises) an (v. li.) Bürgermeister Peter Funk (Münchhausen), Rainer Kieselbach (Gemeinde Lahntal), Rita Rohrbach (Gemeinde Weimar), Bürgermeister Peter Eidam (Weimar), Ortsvorsteher Wolfgang Achenbach (Wetter-Treisbach) und Bürgermeister Kai-Uwe Spanke (Wetter).

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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