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Zahnärzte raten: Kein Zucker zum Schulstart für ABC-Schützen – Tipp: Schon beim Basteln der Schultüten an Zahngesundheit denken
(Pressemitteilung Nr. 260/2012 vom 04.07.2012)
Marburg-Biedenkopf – In gut sechs Wochen beginnt für die ABC-Schützen der Ernst des Lebens. Und auch in diesem Jahr sehen Kinder ihrem ersten Schultag mit großer Vorfreude und Spannung entgegen. Dass der lang erwartete Tag der Einschulung nicht mehr allzu weit in der Ferne liegt, merkt man auch daran, dass in vielen Kindertagesstätten vor den Ferien die traditionellen Begleiter der ABC Schützen, die Schultüten, unter Anleitung der Erzieherinnen und Erzieher gebastelt worden sind.

„Hessischen Zahnärztinnen und Zahnärzten ist die Zahngesundheit der Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Anliegen. Auf die Bedeutung eines zuckerfreien Vormittags und eines kauaktiven Frühstücks kann deshalb gar nicht früh genug hingewiesen werden und hierbei spielt auch die Füllung der Schultüte eine wichtige Rolle,“ erklären Petra Völkner-Stetefeld, Zahnärztin beim Fachbereich Gesundheit des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und Dr. Martin Kern, der Kreisvorsitzende der Zahnärzte. „Die Weichen für gesunde Zähne werden bei den Kindern gestellt. Deshalb legen wir als Landkreis ein besonderes Augenmerk auf die Zahngesundheit von Schülerinnen und Schüler“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Dr. Karsten McGovern.

Beim Inhalt der Schultüte reicht die Palette von Malsachen und kleinen Spielsachen über nützliche Dinge für die Schule bis hin zu Äpfeln und Möhren. Doch neben diesen brauchbaren und gesunden Dingen, finden nach wie vor auch Süßigkeiten ihren Weg in heimische Schultüten. Auch beim Basteln und Gestalten der Schultüten, werden bunte Bonbons und Lollis oft zu beliebten Verzierungen. Süßigkeiten in und auch auf einer Schultüte sind nach Ansicht des Marburger Arbeitskreises für Jugendzahnpflege, einem Zusammenschluss von Jugendzahnärzten im Landkreis, den Krankenkassen und Zahnärzten in freier Praxis, eindeutig das falsche Signal. „Wenn die neuen Schulkinder bereits am Vormittag reichlich Süßes in der Schultüte finden und zu naschen beginnen, schrumpft die Zeit, die den natürlichen Schutzmechanismen des Zahns zur Reparatur entstandener Schäden bleibt, beträchtlich zusammen“, so die Zahnmediziner. Zähne und Zahnfleisch blieben gesund, solange die „Angriffe“ aus dem Essen und Trinken im Gleichgewicht mit der Abwehr durch den Speichel stünden. „Der Speichel schützt den Zahn, denn er kann die Angriffe ausgleichen. Dafür benötigt der Speichel jedoch Zeit und saubere Zähne. Dabei gilt: 16 Stunden Reparatur durch den Speichel können acht Stunden Angriff ausgleichen“, erläutern die Fachleute. Die 16 Stunden Reparaturzeit gewinne man aus den Stunden der Nachtruhe und einem zuckerfreien Vormittag.

Mit dem Zähneputzen nach dem 1. Frühstück, das üblicherweise süße Bestandteile hat, beginnt der zuckerfreie Vormittag. Frisches Obst, rohes Gemüse und Käse- oder Wurstbrot sind ideal für einen zuckerfreien Vormittag. Dazu gibt es Wasser/Mineralwasser oder ungezuckerten Tee – Getränke, die fast alle hessischen Kinder bereits aus den Kindergärten kennen und die zudem die besten und kalorienfreien Durstlöscher sind. „Deshalb gehört die Wasserflasche, am besten mit Schraubverschluss und ohne Trink-Cap, und eine Brotdose, die mit kauaktiven und, zahngesunden Lebensmitteln gefüllt ist, in jedem Fall in die Schultüte“, erklärt Petra Völkner-Stetefeld. „Gerade die zuckerfreien Stunden in der Schule nach dem morgendlichen Zähneputzen zuhause und die zuckerfreien Stunden nach dem Abendessen und Zähneputzen erlauben den Kindern am Nachmittag die eine oder andere Nascherei“, fügt Dr. Martin Kern hinzu.

„Die Zahngesundheit von Kindern, aber auch von Erwachsenen ist dank erfolgreicher Prävention, guter zahnärztlicher Versorgung und nicht zuletzt durch die gruppenprophylaktischen Aktivitäten nach dem ,Marburger Modell’ immer besser geworden. 73,4 Prozent der Zwölfjährigen haben heute ein naturgesundes Gebiss. Und dies soll auch so bleiben, mit einer gesunden Schultüte“, bekräftigt Dr. Michael Frank, Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen, stellvertretend für alle, denen die Zahngesundheit ihrer Kinder am Herzen liegt.

Kontakt:
Landeszahnärztekammer Hessen
Annette C. Borngräber
Rhonestr. 4, 60528 Frankfurt
069 427275-114; E-Mail: borngraeber@lzkh.de
Internet: www.lzkh.de

 

Wichtiger Tipp der Zahnärzte: Kein Zucker zum Schulstart. (Foto: proDente e.V.)
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Wichtiger Tipp der Zahnärzte: Kein Zucker zum Schulstart. (Foto: proDente e.V.)

 

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