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2. NOWA Start mit Motivations-Experte Dr. Stefan Frädrich im Cineplex Marburg fand großen Zuspruch – Dem „inneren Schweinehund“ den Kampf ansagen

(Pressemitteilung Nr. 257/2013 vom 05.07.2013)

Marburg-Biedenkopf – Die „Anfangszeit“ oder „Umbruchzeit“ von Unternehmen stand im Mittelpunkt der zweiten NOWA Start, die am vergangenen Mittwoch im Cineplex Marburg stattfand. Rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die kostenfreie Veranstaltung, zu der der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seiner Stabsstelle Wirtschaftsförderung eingeladen hatte. Gründer und bereits etablierte Unternehmen präsentierten sich im Rahmen einer Ausstellung im oberen Foyer des Cineplex.

Vertreten waren unter anderem Michael Pokrandt, der mit dem Schaumstoffcenter Pfeifer in Bad Endbach ein spezielles Kopfkissen für den in Japan beliebten Inemuri-Kurzschlaf anbietet, Alfred Wagner mit einem Mähdrescher-Patent zum Auffangen der Unkrautsamen bei der Getreideernte und Nicole Habich-Pfeiffer mit ihrem innovativen Hotel-Konzept für den ländlichen Raum „Mein Kleinhotel“. Anschließend fanden die Vorträge statt.

Nach Grußworten von Landrat Robert Fischbach und Oberbürgermeister Egon Vaupel stellte Molkereigeschäftsführer Hans-Werner Wege Chancen und Herausforderungen bei der Neugründung der Marburger Traditionsmolkerei vor. Die kleine Molkerei wurde im Sommer 2012 als Genossenschaft von Bauern aus dem Marburger Land neu gegründet. Sie bietet gentechnikfreie regionale Produkte an, die sie mit regionalen Handelspartnern vermarktet. Durch ein neues mechanisches Verfahren der Milchaufbereitung, wird die Milch der Traditionsmolkerei bis zu drei Wochen haltbar gemacht, ohne sie ultrahoch zu erhitzen, was ihren natürlichen Geschmack bewahren soll. Kostproben wurden den Gästen am Stand der Molkerei angeboten.

Hauptredner Dr. Stefan Frädrich gab den Zuhörerinnen und Zuhörern in seinem lebendigen Vortrag „Das Günter-Prinzip –- so motivieren Sie Ihren inneren Schweinehund!“ ein Rezept zum richtigen Umgang mit dem inneren Schweinehund, den er selbst Günter nennt.

Frädrich unterschied zunächst zwei Grundverhaltensmuster, die er „menschliche Betriebssysteme“ nannte: 1. Verwalten / Routine und 2. Lernen / Abenteuer. Typ 1 wird angetrieben durch die Vermeidung von Schmerz, während Typ 2 seinen Antrieb in Belohnung und Spaß findet. „In welche Richtung wir uns entwickeln, liegt an unseren Erfahrungen, denn unsere Erfahrungen machen uns“, so Frädrich. Dabei lohne es sich, sich Herausforderungen zu stellen und Probleme als „Freunde und Übung“ zu betrachten.

Frädrich charakterisierte vier Grundtypen der Persönlichkeit. Er stellte heraus, wie wichtig es sei, seine eigene Persönlichkeitsstruktur zu kennen. Um motiviert ein positiveres Leben zu starten, empfahl Frädrich sich jeden Tag drei Fragen zu stellen: 1. Was kann ich heute ein bisschen besser machen als gestern? 2. Wo liegen meine Stärken wirklich? 3. Wohin geht es? Dabei sei es wichtig, sich in Stimmung zu bringen, leidenschaftlich zu handeln und nicht zu jammern. Das Rezept von Dr. Frädrich für Günter, den inneren Schweinehund lautet: 1. Günter erkennen, 2. Routine checken, 3. Sinn finden, 4. Stärke finden, 5. Weg fokussieren, 6. sich Mut machen, 7. Anfangen, 8. Handeln mit Spaß, 9. Routinen schaffen.

Am Schluss seines Vortrags gab Frädrich den Gästen den Rat, möglichst viele interessante Erlebnisse zu sammeln, wenn sie ein langes und spannendes Leben erleben wollen. Bei Bier und Brezeln ließen die Teilnehmer den Abend ausklingen und nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Networking.

Dr. Stefan Frädrich ist bekannt als Buchautor und durch zahlreiche TV-Auftritte. Er gehört zu den Top-100-Rednern bei Speakers Excellence und wurde 2008 mit dem Conga-Award-Top-10-Trainern ausgezeichnet. Er promovierte über Persönlichkeitsstörungen bei Strafgefangenen und arbeitete als Arzt in der Ulmer Uni-Psychiatrie.

Molkereigeschäftsführer Hans-Werner Wege (von links), Dr. Frank Hüttemann (Wirtschaftsförderung des Kreises) und  Dr. Stefan Frädrich probierten Erdbeeren, die mit Schlagsahne der Marburger Traditionsmolkerei angeboten wurden.
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Molkereigeschäftsführer Hans-Werner Wege (von links), Dr. Frank Hüttemann (Wirtschaftsförderung des Kreises) und  Dr. Stefan Frädrich probierten Erdbeeren, die mit Schlagsahne der Marburger Traditionsmolkerei angeboten wurden.

Rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die kostenfreie Veranstaltung, zu der der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seiner Stabsstelle Wirtschaftsförderung eingeladen hatte. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)
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Rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die kostenfreie Veranstaltung, zu der der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seiner Stabsstelle Wirtschaftsförderung eingeladen hatte.
(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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