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Mit einem Festakt und einem Bürgerfest wurde das zehnjährige Bestehen des KreisJobCenters gewürdigt – Viel Lob vom Land Hessen und dem Deutschen Landkreistag

(Pressemitteilung 253/2015 vom 28.06.2015)

Marburg-Biedenkopf – Sehr deutliche Lobesworte gab es im Rahmen einer Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des KreisJobCenters (KJC) im Landratsamt in Marburg. Zuerst hob Ministerialdirigent Bertram Hörauf vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration hervor, dass das KJC Marburg-Biedenkopf hessen- und bundesweit eine Erfolgsgeschichte sei und dass alle zusammen Beachtliches geleistet hätten. Man habe die Erwartungen des Landes bestens erfüllt. Als Beispiel nannte er die erstmalige Einführung der Werk- bzw. Jobakademie, die inzwischen bundesweit Nachahmer gefunden habe und bei vielen schon zur Regeleinrichtung gehöre. Auch viele andere Projekte und Ansätze aus Marburg-Biedenkopf seien innovativ. Besonders freute er sich darüber, dass es in Marburg-Biedenkopf möglich sei, auch Projekte wie Voice in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Marburg zu realisieren. Der ganzheitliche Ansatz des Fallmanagements und die innovativen Ansätze wie etwa die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit seien Beispiele dafür, warum das KJC in seinem Vergleichstyp bundesweit ganz vorne ist!

Auch Markus Keller vom Deutschen Landkreistag bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem KJC Marburg-Biedenkopf und seiner Leiterin Andrea Martin. Sein Kommen aus Berlin zu dieser Veranstaltung sei auch ein Zeichen der Anerkennung für die sehr engagierte Zusammenarbeit und die vielen innovativen Anregungen.

Prof. Hermann Hill von der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer erläuterte in seinem Festvortrag, wie wichtig Verwaltungsmodernisierung ist. Ein besonderes Augenmerk legte er darauf, dass der Blick nicht auf Defizite sondern auf das Positive gelegt werden sollte. So ließe sich viel mehr erreichen, denn wer nur den Blick auf das Negative richte, verstärke diese Entwicklung meist noch. Positive Zielausrichtung verstärke dagegen die eigenen Möglichkeiten. Auch er hob besonders den Aspekt des integrierten Fallmanagements als ganzheitlichen Ansatz hervor, weil man sich so viel besser in die Lage der Kunden versetzen könne.

Landrätin Kirsten Fründt hatte ganz zu Beginn deutlich gemacht, dass das KJC in den zehn Jahren rund 3.000 Menschen jährlich in Arbeit vermitteln konnte. Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften konnte in dieser Zeit von 8.180 auf 6.139 gesenkt werden. Rund 80. Millionen Euro seien zur Förderung der Kundinnen und Kunden ausgegeben worden. Die vielen Spitzenplätze wären zudem Beleg für das gute Konzept und die engagierte Arbeitsleitung. Schließlich dankte sie auch Dr. Carsten McGovern, der beim Aufbau und Ausbau des KJC als verantwortlicher Dezernent entscheidend mitgewirkt habe.

Der jetzige Erster Kreisbeigeordnete und für das KJC verantwortliche Marian Zachow lobte gleichsam die guten Ergebnisse der sehr engagierten Mitarbeiterschaft und nannte als sehr positive Entwicklung die zunehmende und gute Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, die durch den Leiter der Agentur Marburg, Volker Breustedt, vertreten war. „Der Star ist die Mannschaft“, so Zachow in Richtung der erfolgreichen Mitarbeiterschaft. Er machte deutlich, dass es auch der Anspruch des Kreises sei, diese Arbeit weiterhin so erfolgreich zu gestalten. Er dankte zudem Robert Fischbach, der die Aufgabenübernahme sehr forciert hatte. Schließlich verwies er auf die geplanten "Zukunftswerkstätten" in Biedenkopf, Marburg und Stadtallendorf mit allen Mitarbeitern des KJC. Als Zukunftsthemen zeichnen sich die Themen "Arbeitsmarktchancen für Menschen mit besonderen Beeinträchtigungen" sowie "Arbeitsmarktintegration für Flüchtlinge" ab, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Zum Abschluss hatte die Theatergruppe des KJC unter der Leitung von Uwe Kreiter zum großen Gefallen der rund 150 Besucher das selbst geschriebene Stück "„Das Knirschen im Geharze“" aufgeführt, das mit einer eindrucksvollen Aufgabenbeschreibung einer Fallmanagerin aus Biedenkopf endete.

Zusammenfassend stellten alle Redner fest, dass die vielen Anstrengungen im Zusammenhang mit der Aufgabe der Betreuung der Langzeitarbeitslosen, nicht nur fruchteten, sondern in vielen Fällen auch hessen- und bundesweit als vorbildlich betrachtet werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde auf dem Gelände des KJC ein Bürgerfest zum zehnjährigen Bestehen gefeiert. Kuchen- und Essensangebote sowie Kleidungsstücke oder Spielzeug waren vor allem von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KJC und der Kreisverwaltung gespendet worden. Für Spenden zugunsten des Aktionsfonds „Gemeinsam gegen Kinderarmut“ konnte man diese erwerben. Gedankt werden muss in diesem Zusammenhang auch der Firma Begro als Sponsor. Viele Mitmach- und Spielangebote für die ganze Familie sowie Gespräche rundeten das Fest ab.

Mit Reden und einem Theaterstück wurden die Besucher im Rahmen der Veranstaltung "Zehn Jahre KreisJobCenter" im Tagungsgebäude des Landkreises unterhalten. Dabei erfuhr die geleistete Arbeit großes Lob. Foto: Landkreis

Mit Reden und einem Theaterstück wurden die Besucher im Rahmen der Veranstaltung "Zehn Jahre KreisJobCenter" im Tagungsgebäude des Landkreises unterhalten. Dabei erfuhr die geleistete Arbeit großes Lob.

Foto: Landkreis

Anschließend hatten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, bei einem Bürgerfest sich gegen Spenden nicht nur gut zu verköstigen, sondern auch Spielzeug und Kleidung zu erwerben.  Foto: Landkreis

Anschließend hatten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, bei einem Bürgerfest sich gegen Spenden nicht nur gut zu verköstigen, sondern auch Spielzeug und Kleidung zu erwerben. 

Foto: Landkreis

Prof. Dr. Hermann Hill von der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer referierte über Verwaltungsmodernisirung und positive Herangehensweisen. Foto: Landkreis

Prof. Dr. Hermann Hill von der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer referierte über Verwaltungsmodernisirung und positive Herangehensweisen.

Foto: Landkreis

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