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Gemeinsame Pressemitteilung: Der Jugend eine Stimme geben – Ein Projekt der Schulsozialarbeit

(Pressemitteilung 246/2014 vom 11.07.0214)

Marburg-Biedenkopf – Das Projekt „Der Jugend eine Stimme geben“ wurde in diesem Schuljahr mit den Klassen 8 bis 10 an der Hinterlandschule, Standort Steffenberg umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Projekts stellten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Ausstellung einer interessierten Schulöffentlichkeit vor. Die Projektleitung lag bei Simona Lison vom bsj Marburg e.V. Dieser ist seitens des Landkreises Marburg-Biedenkopf an der Schule mit der Durchführung der Schulsozialarbeit beauftragt.

Die auch für die Angebote der Schulsozialarbeit zuständige Landrätin Kirsten Fründt betonte bei der Veranstaltung nochmals ausdrücklich, wie wichtig ihr dieses Angebot der Jugendhilfe an den Schulen ist. „Alle Gesprächspartner haben mir versichert, dass die Schulsozialarbeit deutlich positive Spuren an der Schule hinterlassen hat. Das auf die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Projekt ist dafür ein eindeutiger Beweis. Dies ist auch das Ergebnis der guten Arbeit des bsj Marburg seit 2006 an dieser Schule“.

Schulleiterin Carla Fassold-Luttropp zeigte sich begeistert über das Engagement der Jugendlichen: „Hier war nichts von der vielbeschworenen Politikverdrossenheit der jungen Menschen zu spüren. Den am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schülern war es wichtig, mehr von Themen und Problemen ihrer Mitschüler zu erfahren und dies dann auch einer Öffentlichkeit vorzustellen, ihren Anliegen eine Stimme zu geben. Dies ist für mich gelebte Demokratie an unserer Schule“.

Simona Lison stellte gemeinsam mit einigen am Projekt beteiligten Jugendlichen die über ein Jahr angelegte Gruppenarbeit vor. Der Start des Projektes erfolgte demnach durch eine Befragung der Klassen 8 bis 10 zu den Themenbereichen Freizeit, Schule, Konsumverhalten, Mediennutzung, Liebe/Freundschaft, Zukunft und Gesundheit. Nach der Auswertung der Befragung wurden die Ergebnisse einiger Klassen der Steffenberger Schule vorgestellt. „Ich habe das große Interesse und die Bereitschaft der Jugendlichen, eine Auswahl ihnen wichtiger Ergebnisse für eine Ausstellung aufzubereiten und damit an die Öffentlichkeit zu gehen gerne aufgenommen und die Jugendlichen bei ihrem Vorhaben unterstützt“, so Lison.

Die Befragung bei den Jugendlichen hatte zum Beispiel ergeben, dass 60 % der jungen Menschen sich Gedanken um eine eigene Familie machen, die Hälfte aller Jugendlichen im 10. Schuljahr raucht und 85 % der befragten Jungen angegeben haben, dass sie „zocken“, wenn sie online sind.

An der weiteren Arbeit zur Präsentation der Ergebnisse waren 16 Jugendliche beteiligt, die sich oftmals auch am Wochenende zur Gestaltung der Plakate getroffen haben. Nicht nur die Gestaltung der Fotomontagen, auch die Diskussion über die Befragungsergebnisse und die Umsetzung in prägnante jugendpolitische Aussagen waren ein wesentlicher Inhalt der Gruppentreffen.

Durch die Rückkoppelung der Befragungsergebnisse in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrerinnen und Lehrern in die Klassen, wurde eine intensive Diskussion über die Lebenswelt junger Menschen angeregt. Damit erfolgte auch die Öffnung der Schule hin zur Handlungs- und Erfahrungswelt der Jugendlichen aus Steffenberg und Umgebung.

Für den Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, Uwe Pöppler, in dessen Aufgabenbereich die Schulsozialarbeit fällt, stellt das Projekt „Der Jugend eine Stimme geben“ ein gutes Beispiel dar, wie Schulsozialarbeit auch Themen aus dem Sozialraum, der Lebenswelt von Jugendlichen, aufgreifen kann. „Ich würde mich freuen, wenn im Sinne junger Menschen sich vielfältige Vernetzungen der Schulsozialarbeit mit anderen Angeboten der Jugendarbeit ergeben, um vor Ort ein qualitativ hochwertiges Angebot für Jugendliche in Schule und ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen“, so Pöppler abschließend.

Das Projekt „Der Jugend eine Stimme geben“ wurde in diesem Schuljahr mit den Klassen 8 bis 10 an der Hinterlandschule, Standort Steffenberg, umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Projekts stellten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Ausstellung einer interessierten Schulöffentlichkeit vor. Das Bild zeigt die Akteure gemeinsam mit Landrätin Kirsten Fründt (3. v. re.), dem Kreistagsvorsitzenden Detlef Ruffert (3. v. li.) sowie Uwe Pöppler (2. v. re.), Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Marburg-Biedenkopf. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Das Projekt „Der Jugend eine Stimme geben“ wurde in diesem Schuljahr mit den Klassen 8 bis 10 an der Hinterlandschule, Standort Steffenberg, umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Projekts stellten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Ausstellung einer interessierten Schulöffentlichkeit vor. Das Bild zeigt die Akteure gemeinsam mit Landrätin Kirsten Fründt (3. v. re.), dem Kreistagsvorsitzenden Detlef Ruffert (3. v. li.) sowie Uwe Pöppler (2. v. re.), Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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