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Wie kam der Strom in die Region? – Landkreis sucht alte Fotos und Dokumente / Projekt im Rahmen der „Route der Arbeits- und Industriekultur“

(Pressemitteilung 244/2017 vom 24.07.2017)

Marburg-Biedenkopf – Wie kam der Strom in die Region? Der Landkreis Marburg-Biedenkopf sucht alte Fotos und Dokumente, die mit der Einführung des elektrischen Stroms und dessen Auswirkungen auf Arbeit und Leben in der Region zu tun haben. Die Zeugnisse dieser Elektrifizierung des frühen 20. Jahrhunderts möchte der Landkreis im Rahmen seines Projektes „Route der Arbeits- und Industriekultur“ sichten, dokumentieren sowie später auch in einer Ausstellung zusammenfassen und veröffentlichen.

Was täten wir heute ohne Strom? Die Elektrizität durchdringt heute alle Lebensbereiche: die Technologien großer Unternehmen, der Landwirtschaft, der Medizin, der Kommunikation, des Verkehrs, aber und besonders auch die Alltagswelt. Wie selbstverständlich die Verfügbarkeit von elektrischem Strom geworden ist, merkt man oft erst dann, wenn man durch einen Stromausfall für kurze Zeit ohne Elektrizität auskommen muss.

Doch wie hat man vor über 100 Jahren ohne Strom gelebt? Die Arbeit war deutlich härter und wurde oft kräftezehrend von Hand und mechanisch erledigt. Elektrische Motoren gab es nicht. Auch die Arbeit in den Haushalten musste ohne die so vertrauten elektrischen Haushaltsgeräte, wie Staubsauger, Waschmaschine oder Bügeleisen erledigt werden.

Besonders das künstliche Licht machte es möglich, länger und besser zu arbeiten. Es wurde zum Zeichen des raschen Fortschritts. Erst im Laufe der Zeit kamen weitere Errungenschaften der Elektrizität in die Fabriken und Häuser der Menschen und ermöglichten ganz neue Formen der Arbeit und der Tagesabläufe. Es verwundert also nicht, dass die Elektrizität ihren Durchbruch in der Wirtschaft und gleichsam im Alltag durch das elektrische Licht gefunden hat.

Unsere Kultur und Lebensweise musste erst Stück für Stück elektrifiziert werden. War die Errungenschaft der Elektrizität in allen Lebensbereichen doch hauptsächlich zur Erleichterung der schweren Arbeit gedacht, so kam der Strom im frühen 20. Jahrhundert daher zunächst nur in die größeren Betriebe oder in die Ställe der Bauern.

Die Elektrifizierung hat in den vergangenen rund 100 Jahren vollkommen neue Möglichkeiten erschlossen: Arbeiten, Freizeit und Wohnen haben sich durch die Errungenschaften des Stroms grundlegend verändert. Strom ist in allen Lebensbereichen zu einer Notwendigkeit geworden. Die Elektrifizierung bedeute also nicht nur Arbeitserleichterung und Fortschritt, sondern vor allem den damit verbundenen Wandel der Gesellschaft.

Wer alte Bilder oder Dokumente im Zusammenhang mit der Elektrifizierung hat und zur Verfügung stellen möchte, wendet sich an den Landkreis Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Kultur und Sport, Anna Becker, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, E-Mail: BeckerAn@marburg-biedenkopf.de , Telefon: 06421 405-1790.


Mit der Einführung des Stroms in der Region änderte sich das Leben grundlegend. Einer der wenigen alten und inzwischen funktionslosen Strommasten (wie hier im Hinterland) zeugen von der Zeit, als die Stromversorgung in den Dörfern noch oberirdisch verlief. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf/Markus Morr)

Mit der Einführung des Stroms in der Region änderte sich das Leben grundlegend. Einer der wenigen alten und inzwischen funktionslosen Strommasten (wie hier im Hinterland) zeugen von der Zeit, als die Stromversorgung in den Dörfern noch oberirdisch verlief. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf/Markus Morr)

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