Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Hessisches Kultusministerium genehmigt Schulentwicklungsplan des Landkreises – Genehmigter Schulentwicklungsplan sichert kleine Schulstandorte
(Pressemitteilung Nr. 242/2013 vom 20.06.2013)

Marburg-Biedenkopf – „Mit der Genehmigung des Schulentwicklungsplans wird das dezentral ausgerichtete Schulsystem im Landkreis gesichert, viele kleine Grundschulstandorte erhalten und die Verbundschule Hinterland bestätigt“, kommentierte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern die Genehmigung des Schulentwicklungsplans des Landkreises durch das Hessische Kultusministerium. „Der von uns eingeschlagene Weg einer frühzeitigen Einbeziehung des Kultusministeriums in unsere Überlegungen, der Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt und einer intensiven Erörterung vor Ort mit den Schulen und zuletzt auch im Kreistag, ist durch die Genehmigung erfr3eulicherweise bestätigt worden“, so Dr. McGovern.

Das Hessische Kultusministerium hat den Schulentwicklungsplan für 2011/12 bis 2017/18 für die allgemeinbildenden Schulen des Landkreises Marburg-Biedenkopf in allen Maßnahmen bestätigt. In dem Genehmigungsbescheid des Hessischen Kultusministerium werden die umfassende und sehr ausführliche Darstellung der Betreuungs- und Bildungsangebote sowie die im Plan klar strukturierten und übersichtlichen detaillierten Angaben zur Schülerzahlentwicklung, zu den Einzugsbereichen der jeweiligen Schulstandorte, zu den Übergangsquoten an die weiterführenden Schulen, zur Gebäude- und Raumsituation an den Schulen wie auch zu den pädagogischen Konzepten und Schulprofilen besonders hervorgehoben.

Das Kultusministerium macht allerdings für die Zukunft eine Auflage, nach der in der nächsten Fortschreibung des Schulentwicklungsplans 14 Grundschulstandorte und die Mittelpunktschule Wohratal überprüft werden sollen. Dabei sollen die planerischen Grundlagen für ein zukunftsfähiges, dem Hessischen Schulgesetz entsprechendes Bildungsangebot geschaffen werden. Den Schulen sei nach dem Hessischen Schulgesetz eine Größe zu geben, „die eine Differenzierung des Unterrichts ermöglicht und eine sinnvolle Unterrichts- und Erziehungsarbeit erlaubt.“

Der Landkreis soll die Fortschreibung innerhalb der nächsten fünf Jahre vorlegen. So stehen – wie der Genehmigungsbescheid ausweist - kleinere Schulen mit weniger als 60 Schülerinnen und Schülern unter strenger Beobachtung des Hessischen Kultusministeriums. „Die Auflage des Hessischen Kultusministeriums zeigt, dass wir froh über die Genehmigung sein können und damit die kleinen Standorte erhalten bleiben. Wir haben aber auch in der Diskussion um einzelne Standorte deutlich gemacht, dass auch der Schulträger Interesse an einem attraktiven Schulangebot mit der Möglichkeit der Differenzierung des Unterrichts und sinnvoller Unterrichtsarbeit haben“, betonte Dr. McGovern.

Mit der Genehmigung wird auch die Zustimmung zu den im Plan vorgesehenen schulorganisatorischen Maßnahmen erteilt. Das sind die Organisation der Grundschulen Cölbe-Bürgeln sowie der Außenstelle Kirchhain-Betziesdorf der Grundschule Anzefahr-Niederwald als Verbundschule mit Wirkung zum 01.08.2013. Außerdem die Organisation der Grundschulen Angelburg-Lixfeld sowie Angelburg-Gönnern als Verbundschule mit Wirkung zum 01.08.2016 und schließlich die Organisation der Stadtschule Biedenkopf und der Mittelpunktschulen in Breidenbach und Steffenberg als Verbundschule mit Wirkung zum 01.08.2014.

Durch den schulorganisatorischen Zusammenschluss als Verbundschule kann trotz rückläufiger Schülerzahlenentwicklung der Schulbetrieb im Planzeitraum gesichert werden. „Damit haben alle Schülerinnen und Schüler in Biedenkopf, Niedereisenhausen aber insbesondere auch in Breidenbach dauerhaft die Chance, den Realschulabschluss zu erreichen. Außerdem bleiben alle drei Standorte erhalten, was angesichts der erheblichen Rückgänge bei den Schülerzahlen von mehr als 25 Prozent in Biedenkopf und Niedereisenhausen nicht einfach war“, sagte Dr. McGovern. Darüber hinaus bietet die inhaltliche Zusammenarbeit aber auch vielfältige Möglichkeiten im Bereich von Unterrichtsangeboten und der Erweiterung der jeweiligen pädagogischen Profilsetzungen. Die Genehmigung durch das Kultusministerium gibt nunmehr den Schulgemeinden auch den rechtlichen Rahmen diesen Weg gemeinsam zu beschreiten.

Der Schuldezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf Dr. McGovern zeigte sich sehr zufrieden mit dem Genehmigungsbescheid des Kultusministeriums, der einerseits Zeit lässt, die Entwicklungen an den kritischen Schulstandorten weiter beobachten zu können und andererseits im Grundsatz seiner Linie folge, trotz sinkender Schülerzahlen, die dezentrale Struktur des Schulwesens im Landkreis zu sichern.

[ schliessen ]