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Kreis macht seine Schulen schick – In den Sommerferien haben an den Schulen die Handwerker das Sagen

(Pressemitteilung 242/2017 vom 24.07.2017)

Marburg-Biedenkopf – Von einfachen Malerarbeiten in Klassenräumen über die Sanierung von Pausenhöfen, aufwändige Brandschutzsanierungen oder neue Toiletten bis hin zu großen Umbauten oder energetischer Sanierung – an den Schulen haben jetzt die Handwerker das Sagen. Die Liste ist lang, die beschriebenen Arbeiten sind vielfältig und das Budget kann sich sehen lassen: Der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Schulträger nutzt die Sommerferien für Baumaßnahmen an seinen Schulen. Rund fünf Millionen Euro investiert der Kreis dabei in diesem Sommer in Sanierung, Umbau und Instandhaltung.

An den Beruflichen Schulen Kirchhain und an der Mittelpunktschule Dautphetal erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow beispielhaft die Bauarbeiten, die in diesem Sommer an den Schulen des Kreises stattfinden. „Die Sommerferien sind ein idealer Zeitraum. In diesen sechs Wochen können wir vieles anpacken, ohne den Unterricht oder den Schulalltag zu stören“, erläuterte Marian Zachow. Viele Arbeiten könnten in dieser Zeit erledigt oder deutlich vorangebracht werden.

Zachow unterstrich, dass die Planung und Vorbereitung der Bauarbeiten an fast 80 Schulstandorten mit rund 500 verschiedenen Gebäuden in den Sommerferien eine logistische Meisterleistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Kreises sei. „Wir müssen über das ganze Jahr Instandhaltung, Neubauten, Modernisierung, energetische Optimierungen oder den Ausbau von Brandschutz und Sicherheit an unseren Schulen planen und organisieren. Wenn am 1. Ferientag für die Handwerker der Startschuss fällt, wurden bereits lange vorher Angebote eingeholt, Aufträge vergeben und Termine mit Handwerkern abgestimmt“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete. „Wir planen mit Weitsicht und in Teilen schon Jahre im Voraus, da ja auch die finanziellen Mittel frühzeitig im Kreishaushalt abgebildet sein müssen“, erläuterte der Schuldezernent.

Die Liste der Aufträge ist dann auch entsprechend lang – hier ein Auszug mit Beispielen: An der Grundschule in Amönau rückten die Maler an, um zwei Klassenräume zu streichen, auch an der Berglandschule in Bad Endbach war das Malerhandwerk gefragt – ein neuer Anstrich in einem Flur war notwendig. An der Grundschule in Biedenkopf ging die energetische Sanierung weiter und an der Grundschule in Buchenau musste der Pausenhof saniert werden. An der Grundschule Fronhausen wurde die Küche für die Ganztagsbetreuung umgebaut, an der Grundschule in Gönnern wurden Brandschutzelemente in den Fluren angebracht. Brandschutzmaßnahmen wurden auch an den Grundschulen in Lixfeld, Niederweimar, Rauschenberg, Weidenhausen oder Wolzhausen umgesetzt. Die Renovierung ganzer Klassenräume stand an den Grundschulen in Hachborn, Holzhausen, Lohra oder Kirchhain auf dem Plan.

An der Mittelpunktschule in Dautphetal hat der Kreis die Physikräume renoviert und neu eingerichtet und einen Aufzug angebaut, um im Rahmen der Inklusion die Erreichbarkeit zum Beispiel mit Rollstühlen zu verbessern. An der Mittelpunktschule in Hartenrod bekommt das Treppenhaus einen neuen Anstrich, ebenso wie mehrere Klassenräume an der Lahntalschule in Biedenkopf. An der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain wird eine Außenanlage erneuert, an der Wollenbergschule in Wetter erhält die Küche einen neuen Anstrich und an der Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf wird ein Vordach erneuert. An der Burgbergschule in Friedensdorf werden die Fenster saniert und an der Astrid-Lindgren-Schule in Stadtallendorf wird die Akustikdecke im Flur erneuert.

An den Beruflichen Schulen in Kirchhain erfolgt der Umbau der ehemaligen Mähdrescherhalle: Die Halle aus einer Stahlkonstruktion wurde mit Holzständerwänden und Flachdach erweitert und gedämmt. Dort entstehen drei neue Klassenräume mit einem Nebenraum. Derzeit findet der Innenausbau statt. Die entstehenden Räume werden für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker, der Landschaftsgärtner und der Schreiner genutzt. Allein diese Maßnahme kostet 700.000 Euro.

In vollem Gange ist auch noch die energetische Sanierung an der Gesamtschule in Niederwalgern. Dort investiert der Kreis mehrere Millionen Euro in eine energieeffiziente Gesamtsanierung.

„Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern ein zeitgemäßes und intaktes Lernumfeld zu bieten. Die Vielzahl an Schulstandorten und Gebäuden macht aber auch deutlich, dass wir nicht alle Maßnahmen oder Wünsche gleichzeitig und sofort umsetzen können und Prioritäten setzen müssen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete. Er bat um Verständnis, falls es vereinzelt zu Beeinträchtigungen des Schulbetriebs durch Bauarbeiten kommen sollte. „Manche Arbeiten dauern einfach länger oder sind langfristig angelegte Projekte, so dass sich Störungen nicht immer vermeiden lassen“, so Zachow. Man dürfe dabei das Ziel und den Hintergrund nicht aus den Augen verlieren, schließlich würden durch die Arbeiten Infrastruktur und Lernumfeld an den Schulen verbessert.

Stichwort: Der Landkreis als Schulträger

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist Schulträger für rund 20.000 Schülerinnen und Schüler im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit Ausnahme der Universitätsstadt Marburg, die selbst auch Schulträgerin ist. Der Kreis stellt neben allen Schulgebäuden (dazu zählen auch die Schulsporthallen) die komplette räumliche und technische Infrastruktur an den Schule und das Personal – vom Hausmeister über das Reinigungspersonal bis zu den Sekretärinnen. Der Kreis organisiert zudem eine zeitgemäße Schulverpflegung. Das Land Hessen sorgt für Lehrer und Bücher.

Anika Lotter vom Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Kreises erläutert dem Ersten Kreisbeigeordneten den Aufbau der neue Akustikdecke in einem der Klassenräume der Mittelpunktschule Dautphetal. (FOTO: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Anika Lotter vom Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Kreises erläutert dem Ersten Kreisbeigeordneten den Aufbau der neue Akustikdecke in einem der Klassenräume der Mittelpunktschule Dautphetal.

In der ehemaligen Mähdrescherhalle an den ‚Beruflichen Schulen in Kirchhain entstehen derzeit drei neue Klassenräume. Der Kreis investiert 700.000 Euro in den Umbau des Gebäudes und verbessert damit die Raumsituation an der Schule. (FOTO: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

In der ehemaligen Mähdrescherhalle an den Beruflichen Schulen in Kirchhain entstehen derzeit drei neue Klassenräume. Der Kreis investiert 700.000 Euro in den Umbau des Gebäudes und verbessert damit die Raumsituation an der Schule.

Besprechen den Baufortschritt in der ehemaligen Mähdrescherhalle an den Beruflichen Schulen in Kirchhain: (v. li.) Dr. Hildegard Schick (stellvertretende Schulleiterin), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Architekt Michael Schneider-Lange und Rainer Achenbach vom Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Kreises. (FOTO: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Besprechen den Baufortschritt in der ehemaligen Mähdrescherhalle an den Beruflichen Schulen in Kirchhain: (v. li.) Dr. Hildegard Schick (stellvertretende Schulleiterin), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, Architekt Michael Schneider-Lange und Rainer Achenbach vom Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Kreises.

Derzeit haben an vielen Schulen des Kreises die Handwerker das Sagen. Der Kreis als Schulträger nutzt die Sommerferien für vielfältige Bau-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an seinen Schulen. Auf Bild verschweißt ein Handwerker Heizungsrohre für die neuen Klassenräume an den Beruflichen Schulen in Kirchhain. (FOTO: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Derzeit haben an vielen Schulen des Kreises die Handwerker das Sagen. Der Kreis als Schulträger nutzt die Sommerferien für vielfältige Bau-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an seinen Schulen. Auf diesem Bild verschweißt ein Handwerker Heizungsrohre für die neuen Klassenräume an den Beruflichen Schulen in Kirchhain.

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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