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Impulsvortrag für das Gastronomen-Netzwerk: Gastfreundschaft für alle – Barrierefreiheit in Hotels und Gaststätten
(Pressemitteilung Nr. 238/2012 vom 15.06.2012)
Marburg-Biedenkopf – Am Dienstag, 12. Juni 2012 trafen sich Gastronomen und Hoteliers des Landkreises im Parkhotel in Biedenkopf zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Barrierefreiheit für unsere Gäste!“ Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Gastronomen-Netzwerkes der Qualifizierungsoffensive des Landkreises Marburg-Biedenkopf angeboten.

Der Referent Guido Frank ist der Geschäftsführer der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. (NatKo). Er zeigte in seinem Impulsvortrag auf, welche Zielgruppen generell beim Thema „Barrierefreiheit“ betrachtet werden sollten: Gäste mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte, Blinde, Schwerhörige, Gehörlose, Gäste mit Lernschwierigkeiten, Familien mit kleinen Kindern und Senioren. „Die Gewinnung dieser Zielgruppen – insbesondere die der Senioren - bietet aktuell das größte Wachstumspotential in der Tourismusbranche“ betonte Frank. Zudem zeigten die genannten Zielgruppen eine ausgeprägte Treue bei Gefallen und kämen vorzugsweise in der Nebensaison, was für die Auslastung besonders vorteilhaft sei.

Frank stellte die Zielgruppen einzeln vor und zeigte im Rahmen von Kurzfilmen eindrucksvoll, welche Barrieren für die einzelnen Gruppen existieren und wie touristische Angebote über die komplette Servicekette hinweg barrierefrei gestaltet werden können. Als Bausteine der Servicekette nannte er: 1. Informieren und Buchen, 2. An- und Abreise, 3. Ankommen und Orientieren, 4. Wohnen, 5. Essen und Trinken, 6. Freizeit und Sport, 7. Service und Assistenz, 8. Unterhaltung und Kultur, 9. Ausflug und Einkaufen, 10. Erinnern und Bestätigung finden nach der Reise.

Für die Umsetzung von Barrierefreiheit sei der erste Schritt, die Informationen über bereits vorhandene Angebote erfolgreich an die jeweilige Zielgruppe zu kommunizieren, denn diese Informationen sind für die Betroffenen meist nicht gebündelt verfügbar. Gastronomen und Hoteliers können zwar nicht alle benötigten Servicebausteine selbst anbieten, aber es hilft bereits enorm, wenn sie über die vorhandenen ergänzenden Angebote informieren können.

 

 

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