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Ausgezeichnete Arbeit: Arbeitskreis Suchtprävention des Landkreises Marburg-Biedenkopf gewinnt Preis in landesweitem Wettbewerb – Projekt ist ein vorbildliches Beispiel für eine kommunale Strategie zur Alkoholprävention

(Pressemitteilung 237/2014 vom 07.07.2014)

Marburg-Biedenkopf – Bereits zum zweiten Mal ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf für sein Engagement auf dem Gebiet der Suchtprävention ausgezeichnet worden. Nach der Auszeichnung im Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ in 2011 erhielt der Kreis den Anerkennungspreis des hessenweit ausgeschriebenen Präventionspreises der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen. Ausgezeichnet wurde damit das Projekt „Strategie zur Alkoholprävention für den Landkreis Marburg-Biedenkopf“.

Dr. Birgit Wollenberg und Andrea Schroer vom Fachbereich Gesundheit („Gesundheitsamt“) des Kreises sowie Lydia Berthold von der Fachstelle für Suchtprävention beim Diakonischen Werk Oberhessen nahmen den Preis im hessischen Landtag in Wiesbaden stellvertretend für den Arbeitskreis Suchtprävention entgegen. Überreicht wurde der Preis von Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Norbert Sudhoff, Landeschef der Barmer GEK Hessen und  Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen.

„Diese Auszeichnung macht deutlich, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf das Thema Suchtprävention sehr ernst nimmt und sich vor allem auch kontinuierlich dafür einsetzt“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. Sie dankte allen Beteiligten für deren Engagement in diesem wichtigen Bereich.

Hintergrund des Projekts „Strategie zur Alkoholprävention für den Landkreis Marburg-Biedenkopf“ waren steigende Zahlen von Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen mit Alkoholvergiftung in die Marburger Universitätskinderklinik und die Ergebnisse einer Befragung von Jugendlichen im Landkreis Marburg-Biedenkopf zu ihrem Alkoholkonsum durch die Schulärztinnen des Fachbereichs Gesundheit. Daraufhin wurde im März 2009 ein „Runder Tisch Kindergesundheit“ zum Thema Alkoholkonsum Jugendlicher zusammengerufen um Einzelmaßnahmen in diesem Bereich weiter zu verstärken.

Der Arbeitskreis Suchtprävention am Fachbereich Gesundheit wurde mit der Aufgabe betraut, Präventionsmaßnahmen für alle Lebensbereiche von Familien, Jugendlichen und Erwachsenen in einer Strategie zusammenzufassen. Der Arbeitskreis hat dann ein Gesamtkonzept erarbeitet und bereits vorhandene Maßnahmen nach den Kriterien der nachgewiesenen Qualität und der Umsetzbarkeit in der Fläche bewertet. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden auf der Internetseite www.alkohol-prävention.de im Juni 2011 erstmals veröffentlicht. Die Seite bietet Fachkräften einen Überblick über die bereits installierten Maßnahmen im Landkreis und verweist direkt auf die Ansprechpartner vor Ort.

Durch die angewandte Strategie zur Alkoholprävention gelinge es dem Landkreis Marburg-Biedenkopf seine vielfältigen Aktivitäten und die Netzwerkarbeit noch zielorientierter als bislang auszurichten, so die Begründung der Hessischen Gesellschaft für Suchtfragen für die Auszeichnung. Dabei, so die Begründung weiter, stehe die Verbesserung des Ineinandergreifens unterschiedlicher Präventionsansätze und Arbeitsfelder im Vordergrund: Sucht- und Alkoholprävention, Verhaltens- und Verhältnisprävention werden stärker als bislang miteinander verzahnt und aufeinander abgestimmt.

Damit ist das Projekt des Landkreis Marburg-Biedenkopf ein vorbildliches Beispiel für eine kommunale Strategie zur Alkoholprävention.

Getragen wird die Präventionsarbeit im Landkreis durch eine nachhaltige Netzwerkarbeit. Der Arbeitskreis Suchtprävention des Landkreises Marburg-Biedenkopf trifft sich vierteljährlich, um auf dem Gebiet der Suchtprävention Handlungsstrategien zu entwickeln, fachliche Stellungnahmen zu erarbeiten und den Teilnehmenden die Möglichkeit zu Austausch und Anregungen in der fachlichen Arbeit zu geben. Regelmäßige Treffen dienen dazu, die Informationen und Links der Homepage auf dem aktuellen Stand zu halten. Der Arbeitskreis Prävention berät zudem fortlaufend über noch bestehende Präventionslücken im Landkreis und gibt Impulse, diese zu schließen. Langfristiges Ziel ist es, über qualitätsgesicherte präventive Maßnahmen zielgruppenspezifisch alle Menschen des Landkreises für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu gewinnen.

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