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Monatsbilanz des KreisJobCenters: Zahl der Langzeitarbeitslosen geht weiter zurück – Statistik verzeichnet ein Minus von 6,5 Prozent im Vergleich zu Juni 2010 / Landrat Robert Fischbach rechnet noch im Sommer mit neuem Rekordtief

(Pressemitteilung Nr. 236/2011 vom 30.06.2011)
Marburg-Biedenkopf – Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist im Juni erneut gesunken. Das KreisJobCenter (KJC) zählt in seiner Statistik aktuell 4.292 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die als arbeitslos registriert sind und dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stehen. Gegenüber dem Vormonat Mai bedeutet das einen Rückgang um 119 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind es sogar 296 Langzeitarbeitslose weniger. Die Quote der Langzeitarbeitslosen an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet bei 3,4 Prozent (Vormonat 3,5; Vorjahresmonat 3,7).

„Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verläuft in diesem Jahr erfreulicherweise sehr positiv“, betonte Landrat Robert Fischbach am Donnerstag in Marburg. „Nach einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahl zum Jahreswechsel haben wir jetzt bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Ich rechne damit, dass wir schon in den Sommermonaten den Rekordtiefstand von Oktober 2010 unterschreiten werden.“ Zu diesem Zeitpunkt zählte das KreisJobCenter 4.126 Langzeitarbeitslose.

Die Arbeitslosenzahl teilt sich auf die drei Regionalcenter bezogen wie folgt auf: Marburg (Mitte) 2.345 (Vormonat 2.361), Stadtallendorf (Ost) 1.180 (Vormonat 1.243) und Biedenkopf (West) 767 (Vormonat 807).
Auch die Gesamtzahl der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist weiter zurück gegangen. Waren im Vormonat noch 7.083 Bedarfsgemeinschaften im Leistungsbezug, so ist die Zahl im Juni um 0,8 Prozent auf 7.023 gefallen. Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Vergleich zum Vormonat ebenfalls ein Rückgang um 0,8 Prozent auf 9.514 Personen zu verzeichnen. Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl um 12,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dies entspricht einer Reduzierung um 1.362 Personen.

Im Zuge der Neuordnung der für die Umsetzung des SGB II zuständigen Jobcenter wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Kennzahlenset erstellt, mit dem die Leistungsfähigkeit der einzelnen Jobcenter dargestellt werden kann. Gemessen werden: Verringerung der Hilfebedürftigkeit, Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit sowie Vermeidung von Langzeitleistungsbezug.

Seit Mai 2011 wird im Internet unter der Adresse http://www.sgb2.info/kennzahlen/statistik ein interaktives Kennzahlentool zur Verfügung gestellt. In verschiedenen Ansichten und vielfältigen Vergleichsmöglichkeiten lässt sich hier ein Überblick über die Leistungsfähigkeit der einzelnen Jobcenter im Landes- oder Bundesvergleich erstellen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass es sich hier um sogenannte t-3 Zahlen handelt, dass heißt es sind keine Daten des aktuellen Monats sondern Daten, die rückwirkend nach eine Wartezeit von drei Monaten erhoben wurden. Die der aktuellen Darstellung zu Grunde liegenden Daten sind daher die im Mai erhobenen Februarwerte.
 

 
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