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Bauernhof wurde für Grundschüler aus Wohratal zum Klassenzimmer – Entdeckungstour nach der Herkunft von regionalen Lebensmitteln

(Pressemitteilung 234/2015 vom 22.06.2015)

Marburg-Biedenkopf – Nein, echte Kühe sind nicht lila und der Käse kommt auch nicht aus dem Supermarktregal. Dies erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Wohra bei ihrem Besuch auf dem Hofgut Fleckenbühl im Cölber Ortsteil Schönstadt. Im Rahmen des Projekts „Ernährungsführerschein“ des Landkreises Marburg-Biedenkopf wurde der Bauernhof zum Klassenzimmer.

Für den Ernährungsführerschein haben die 32 Kinder der Klassen 3 und 4 in Wohra bereits beim Zubereiten von Gerichten aus dem Programm des Ernährungsführerscheins geschnippelt, gerührt, gewürzt und abgeschmeckt. Jetzt gingen sie auf Entdeckungstour nach der Herkunft ihrer Zutaten. Sie mussten nicht weit fahren: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf öffnen einige Bauernhöfe ihre Türen, um Schulklassen im Rahmen des Projekts „Ernährungsführerschein“ die Landwirtschaft nahe zu bringen.

Die Wohrataler Kinder lernten bei einer Führung auf dem Gut Fleckenbühl, die von Jonas Siedler, Jill Hubert, Andrea Zando und Michael Knodt geleitet und organisiert wurde, wie Milchkühe gehalten werden, wie die Kühe die Milch produzieren und wie sie gemolken werden. In der hofeigenen Käserei wird die Milch dann zu Käse verarbeitet. Sehr erlebnisreich wurde den Kindern die Vielfalt landwirtschaftlicher Tätigkeiten näher gebracht und auch der Aufwand bei der Herstellung der Lebensmittel gezeigt. Die Kinder konnten am Frühstücksbuffet auch hofeigene Produkte probieren und genießen.

„Die Auseinandersetzung mit Umwelt, Landwirtschaft und dem Essen und Trinken soll zu einem größeren Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln führen. Wir verstehen das auch als einen Beitrag zur Heranbildung von mündigen Verbrauchern, die später verantwortungsvoll über ihren Konsum entscheiden können“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, der die Schülerinnen und Schüler begleitete.

„Wir möchten den Kindern damit auch die regionale Erzeugung von Lebensmitteln und die Herkunft der Rezept-Zutaten nahe bringen, die sie beim Ernährungsführerschein kennen gelernt haben“, erläuterten Christiane Kappelhoff, Ernährungswissenschaftlerin beim Gesundheitsamt des Kreises, Pädagogin Annette Siebald-Tauche und Margot Schneider vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises. Die Aktion verknüpfe anschaulich und greifbar die Themen Landwirtschaft, Umwelt und Ernährung.

Möglich sind diese Exkursionen durch die Verwendung des Preisgeldes vom Hessischen Gesundheitspreis 2014 sowie auch durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsamt mit dem Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises.

Diese Exkursion – sowie weitere, von anderen Schulklassen zu anderen Bauernhöfen im Landkreis – wurde ermöglicht durch eine Initiative des Projekts Ernährungsführerschein, das 2014 den Hessischen Gesundheitspreis gewonnen hat. Die Hof-Besuche werden finanziert aus dem Preisgeld.

Auf Tuchfühlung mit den Milchproduzenten: Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wo die Milch herkommt und wie daraus Käse gemacht wird.

Auf Tuchfühlung mit den Milchproduzenten: Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wo die Milch herkommt und wie daraus Käse gemacht wird.

Der Bauernhof als Klassenzimmer: Die Auseinandersetzung mit Umwelt, Landwirtschaft und dem Essen und Trinken soll zu einem größeren Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln führen.

Der Bauernhof als Klassenzimmer: Die Auseinandersetzung mit Umwelt, Landwirtschaft und dem Essen und Trinken soll zu einem größeren Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln führen.

Mitarbeiter von Hof Fleckenbühl erklärten den Kindern, wie die Kühe gemolken werden.

Mitarbeiter von Hof Fleckenbühl erklärten den Kindern, wie die Kühe gemolken werden.
 
(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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