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Der Landkreis erhöht die Mittel für Angebote der Schulsozialarbeit an Grundschulen – 25 Grundschulen mit 48 Klassen profitieren

(Pressemitteilung 233/2016 vom 13.06.2016)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis stärkt die Grundschulen mit einem speziell auf die Kinder ausgerichteten Angebot der Schulsozialarbeit. Von dem neuen bewegungsorientierten Programm „Schulsozialarbeit bewegt Grundschulen – Das Spinnennetz als Wegbereiter zum Bildungserfolg“ profitieren ab dem Schuljahr 2016/2017 insgesamt 25 Grundschulen mit 48 Klassen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Im Schuljahr 2015/2016 hatten 22 Grundschulen mit 31 Klassen für dieses Angebot den Zuschlag erhalten.

„Der Grundschule kommt aus Sicht der Jugendhilfe eine wichtige Bedeutung zu, da hier entscheidende Grundlagen für die Bildungsbiografien junger Menschen gelegt werden. Die Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit mit einem bewegungsorientierten Ansatz setzt an den Bedürfnissen und Stärken der Kinder an. Von daher ist es gut, dass wir alle Grundschulen, die dies beantragt haben, mit dem Projekt unterstützen können“, betonte Landrätin Kirsten Fründt.

Für die Umsetzung des Programms wurde mit dem bsj Marburg e.V. einen in der Schulsozialarbeit erfahrenen Träger beauftragt.

Bewegung ist eine der wichtigsten Kommunikationsformen bei Kindern zur Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt. „Kinder wollen etwas tun, sie lernen spielerisch und möchten sich ausprobieren“, so Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales. „Wir wollen Kinder bei ihren sozialen Kompetenzen, wie Selbstvertrauen, Eigenverantwortung, Konfliktfähigkeit und Toleranz mit unserem bewegungsorientierten Ansatz der Schulsozialarbeit unterstützen“.

Dadurch wird ein wichtiger Beitrag für die Schülerinnen und Schüler geleistet, um neue Herausforderungen, wie den Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule oder von der Grundschule in die weiterführende Schule gut bewältigen zu können.

Grundausrichtung ist dabei soziales Lernen in der Gruppe durch Erfahrung, verbunden mit dem Mut, Neues zu entdecken und die eigenen Stärken weiterzuentwickeln. Ohne Noten- und Leistungsdruck können die Schülerinnen und Schüler möglichst in naturnahen Räumen ihren Bewegungsdrang ausleben sowie ihrem Forscher- und Entdeckerdrang nachgehen. Dabei werden ihnen Erfahrungen mit vielen Sinnen geboten und die Möglichkeit eröffnet, mit Herausforderungen und eigenen Grenzen zu experimentieren.

„Ein bewegungsorientiertes Angebot wirkt außerdem präventiv im Sinne der Gesundheitsförderung und trägt durch gemeinsames Handeln von Kindern unterschiedlicher Herkunft zum Abbau von Vorteilen bei und unterstützt das bessere gegenseitige Kennenlernen“, sagte Landrätin Fründt.

Der Landkreis geht davon aus, dass sich durch frühe präventive Angebote im Grundschulalter nachhaltig soziale Kompetenzen fördern lassen, das Lernverhalten verbessert werden kann und damit die Aussicht der Schülerinnen und Schüler auf einen besseren schulischen Abschluss positiv beeinflusst wird.

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