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Gemeinde Lahntal präsentiert sich bestens beim Gemeindebesuch der Landrätin – Vorausschauende, familien- und seniorenfreundliche Gemeinde

(Pressemitteilung 232/2016 vom 09.06.2016)

Marburg-Biedenkopf – Einmal im Rahmen einer Legislaturperiode will sich Landrätin Kirsten Fründt bei allen Städte und Gemeinden vor Ort über aktuelle Maßnahmen, Probleme und Chancen informieren. Das sind die sogenannten Gemeindebesuche. Jetzt stand die Gemeinde Lahntal auf dem Programm, die sich nicht nur bei bestem Wetter präsentieren konnte, sondern auch inhaltlich viel zu bieten hatte.

„Durch die Gemeindebesuche erhalte ich noch einmal deutlich tiefere Einblicke in die Arbeit der Städte und Gemeinden im Landkreis. Für mich ist es immer hilfreich, wenn ich mir bestimmte Projekte selbst anschauen und mit den betroffenen Menschen vor Ort sprechen kann. Auch die Gespräche mit Vertretern von Betrieben sind mir wichtig. Die Gemeinde Lahntal hat mich sehr positiv überrascht und beeindruckt, weil hier in einigen Punkten weit vorausschauend gedacht wird und Integration kein Fremdwort, sondern fester Bestandteil der täglichen Verwaltungsarbeit ist“, sagte Landrätin Kirsten Fründt nach dem Besuch.

Bürgermeister Manfred Apell hatte zusammen mit seinen Mitarbeitern ein interessantes und ansprechendes Programm zusammengestellt, an dem auch Vertreter des Gemeindevorstands, des Gemeindeparlaments, die jeweiligen Ortsvorsteher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung teilnahmen. „Uns ging es darum aufzuzeigen, dass wir vorausschauend gearbeitet haben und insbesondere für Familien interessante und bezahlbare Bauplätze sowie Kindertagestätten und Kinderkrippen anbieten können. Gleichzeitig wollen wir aber auch durch gezielte Angebote und Hilfestellungen die Senioren bei uns halten. Wir sind außer Marburg die einzige Kommune, die Bevölkerungswachstum zu verzeichnen hat“, sagte der Bürgermeister.

Aus Sicht der Landrätin sind nicht nur diese Punkte für die gute Situation der Gemeinde verantwortlich, sondern auch, dass sich in der Gemeindeverwaltung zwei Mitarbeiterinnen in Teilzeit um die Senioren kümmern und eine Mitarbeiterin als Integrationsbeauftragte um die Integration von Neubürgern.

„Wie hervorragend das mit den Neubürgern vor Ort funktioniert, haben wir beim Mittagessen in Caldern erfahren, als uns ein Kurde und vier Syrerinnen mit Essen aus ihrer Heimat begeisterten. Das war toll!“, sagte Fründt von der Gastfreundlichkeit der Neubürger beeindruckt.

Am Morgen hatte die Landrätin Gelegenheit, einen erstklassigen Einblick in die Arbeit des Sanitätshauses Kaphingst in Goßfelden zu erhalten. Geschäftsführer Boris Pichler erläuterte seinen 1912 gegründeten Betrieb. Circa 200 Mitarbeiter an 16 Standorten, davon fünf im Landkreis (zwei in Marburg sowie in Stadtallendorf, Lahntal und Biedenkopf) sowie im Ausland zeigen die Bedeutung des Unternehmens auf. In Goßfelden ging es primär um die Kaphingst online GmbH. So wundert es nicht, dass es bei dem Gespräch auch um die Bedeutung der Breitbandversorgung für das Unternehmen ging. Insofern konnte Landrätin Fründt mitteilen, dass der Landkreis ein neues Programm vor allem für die Wirtschaftsbetriebe auflegt, das mit Unterstützung des Bundes zu einer deutlichen Verbesserung der Bandbreiten führen soll. Pichler erläuterte, dass der Anteil des Onlinegeschäfts in dem Ausbildungsbetrieb zwar stetig zunehme (derzeit rund 30 Prozent), aber ebenso für Arbeitsplätze in der Region sorge.

Eine ganz andere Form der Arbeit erlebte die Landrätin beim Besuch der „Garten Lahntal Baumschule Kuhli“ in Caldern. In einem sehr ansprechenden Refugium von Pflanzen und Gartengestaltung in Verbindung mit Kunst, verdeutlichte die Geschäftsführerin Waltraud Kuhli, dass ihre Arbeits- und Lebensphilosophie hier in Caldern seit 1983 zusammenkamen. Das Zusammenspiel von Wohnhaus und Verkaufshalle inmitten der gestalteten Gärten ergeben gemeinsam eine sehr individuelle und angenehme Atmosphäre, ganz zu schweigen von dem vielseitigen Angebot. Vier Mal im Jahr werden die dort angebotenen Märkte zu einem besonderen Erlebnis.

Daneben wurde die Landrätin durch den Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer vor Ort über den neuen gemeinsamen Feuerwehrstandort in Goßfelden informiert, wo die moderne Feuerwehrwache besichtigt werden konnte. Sie begrüßte es, dass Freiwillige Feuerwehren sich dazu entschließen, in bestimmten Fällen auch zusammenzugehen, um damit eine gut funktionierende Feuerwehr aufbieten zu können. Gleichzeitig lobte sie das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden.

Außerdem standen noch die Besichtigung der „Neuen Mitte“ in Goßfelden sowie des Dorfcafés Caldern, eines Begegnungscafés an. Gezeigt wurde auch die immense Bautätigkeit im Neubaugebiet in Sterzhausen.

„Wir wollen die Probleme angehen, bevor sie sich ernsthaft stellen, wie etwa beim Hochwasserschutz“, sagte Bürgermeister Apell. Gerade in Bezug auf die Familien sagte er, dass man mit dem Vorhalten von Kindertageseinrichtungen inklusive der Betreuung der „Unter-Dreijährigen“ als Gemeinde in Vorleistung treten müsse und, dass das auch Geld koste. Aber die große Dynamik in den Baugebieten würde der Gemeinde ja Recht geben. Auch der Bürgerbus, mit der man die Landrätin durch die Gemeinde fuhr, sei ein wichtiger Punkt, um die Mobilität der Senioren gewährleisten zu können. „Wir haben ein Interesse daran, dass die alten Menschen auch bei uns wohnen bleiben“, betonte Apell, der sich auch bei seiner kreativen und guten Verwaltung bedankte.

Abschließend ist es Kirsten Fründt immer sehr wichtig, ins Gespräch mit den sogenannten stillen Helfern zu kommen; mit Menschen, die sich in unterschiedlichsten Feldern beispielhaft ehrenamtlich engagieren. Das erfolgte bei einem abschließenden Gespräch in der Gemeindeverwaltung in Sterzhausen, in der die stillen Helfer über ihre jeweilige Arbeit berichteten. „Es ist ganz prima zu hören, wo sich überall Menschen ehrenamtlich engagieren und erfolgreich in die Gemeinschaft einbringen. Das ist ein sehr hohes Gut. Ich fand es toll, was in der Gemeinde Lahntal alles ehrenamtlich geleistet wird. Besonders hat mich gefreut, dass bei allen Helfern die Begeisterung für ihre Arbeit so deutlich zu spüren war. Klasse!“, so Fründt. Vor Ort waren als Auswahl von vielen Engagierten Anneliese Witzel, Sabine Barth, Birgit Grimmeisen, Simone Scheffler, Andrea Schmidt, Sabine Fenner, Peter Backhaus, Herbert Gleisner und Rolf Bickhard,

„Lahntal scheint mir in vielen Punkten für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Die Gemeinde Lahntal hat sich nicht nur bestens präsentiert und eine ausgesprochen gute Auswahl von Programmpunkten gezeigt, sondern ich konnte an ganz vielen Stellen mit Menschen ins Gespräch kommen und vieles erfahren. Vielen Dank dafür“, so Landrätin Fründt abschließend.

Geschäftsführer Boris Pichler (li.) erläuterte Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Manfred Apell, dass zum Beispiel Pflegebetten sehr häufig über Kaphingst Online bestellt würden. Foto: Landkreis

Geschäftsführer Boris Pichler (li.) erläuterte Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Manfred Apell, dass zum Beispiel Pflegebetten sehr häufig über Kaphingst Online bestellt würden.

Foto: Landkreis


Waltraud Kuhli (rechts) verdeutlichte Landrätin Kirsten Fründt (Bildmitte) und Bürgermeister Manfred Apell (2.v.l.) ihr Konzept von der Garten Lahntal Baumschule Kuhli. Foto Landkreis

Waltraud Kuhli (rechts) verdeutlichte Landrätin Kirsten Fründt (Bildmitte) und Bürgermeister Manfred Apell (2.v.l.) ihr Konzept von der Garten Lahntal Baumschule Kuhli.

Foto Landkreis


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