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Gabriele C. Schmitt wurde mit der Ehrenplakette des Landkreises durch Landrat Fischbach ausgezeichnet – Großes Engagement für die Synagoge in Roth

(Pressemitteilung Nr. 232/2011 vom 24.06.2011)Marburg-Biedenkopf – Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 15-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises Landsynagoge Roth überraschte Landrat Robert Fischbach Gabriele C. Schmitt aus der Gemeinde Weimar mit der Verleihung der Ehrenplakette des Landkreises.

Der Kreisausschuss hatte in seiner Sitzung am 10.06.11 beschlossen, Frau Gabriele C. Schmitt aus Weimar-Roth für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement für die Synagoge in Roth und für ihre engagierte Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Roth und den umliegenden Orten auszuzeichnen. Nur ganz selten zeichnet der Landkreis Personen aus Marburg-Biedenkopf mit der Ehrenplakette des Kreises aus. Das letzte Mal wurde die Auszeichnung 2007 vergeben. Seit 1976 ist erst 57 Personen diese Ehre zuteil geworden.

In seiner Laudatio führte Landrat Robert Fischbach aus, dass Gabriele C. Schmitt 1996 zu den Gründungs- und Vorstandsmitgliedern der ersten Stunde beim Arbeitskreis Landsynagoge Roth gehörte. Als die damalige Vorsitzende, Frau Dr. Wenz-Haubfleisch, aus beruflichen Gründen den Landkreis verließ, übernahm sie von 1999 bis 2011 den Vorsitz des Arbeitskreises, der sich intensiv mit der Geschichte der Rother Synagoge und mit der Geschichte und dem Schicksal der Juden in der Region auseinandersetzt.

"Ohne die gute Arbeit der Vereinsmitglieder in irgendeiner Form schmälern zu wollen, so kann man doch festhalten, dass Frau Schmitt die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte zu ihrer Herzensangelegenheit machte. Hier hat sie sich voll eingebracht und unzählige Kontakte zu ehemaligen jüdischen Mitbürgern und deren Nachkommen hergestellt und viel dazu beigetragen, dass wir heute weitere wichtige Erkenntnisse über das jüdisch-christliche Zusammenleben in unserem Kreis haben. Sie ist auch gerade in der Nutzung der Synagoge als außerschulischen Lernort an vorderster Stelle zu nennen", betonte Landrat Fischbach.

Darüber hinaus hat sie immer wieder dafür gesorgt, dass die Synagoge Roth und die Arbeit, die hier geleistet wurde, auch international, vor allem in den USA bekannt wurden. Die Synagoge Roth und die Aufarbeitung der Geschichte der ehemaligen jüdischen Bevölkerung sind in den USA bei vielen Organisationen sehr bekannt. Ihre einfühlsame und geduldige Herangehensweise bei der Kontaktaufnahme mit den ehemaligen jüdischen Mitbürgern ist ein leuchtendes Beispiel für den sensiblen Umgang mit Menschen, die den Holocaust erleben mussten.

Für dieses herausragende Engagement übergab Landrat Fischbach ihr eine Ehrenurkunde und die Ehrenplakette des Kreises. Auf der Plakette steht: "In Anerkennung und Würdigung ihres langjährigen ehrenamtlichen Engagements für die Synagoge in Roth. Weimar-Roth, 24. Juni 2011, Robert Fischbach, Landrat.


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Hintergrund:
In den Richtlinien heißt es: "In dem Wunsch, verdienten Männern und Frauen Anerkennung und Dank sichtbar zum Ausdruck zu bringen, hat der Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf eine Auszeichnung geschaffen, die an Personen verliehen werden soll, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Förderung der wirtschaftlichen, sozialen, geschichtlichen und kulturellen Werte des Kreises erworben oder als Politiker, Wirtschaftler, Techniker dem Namen des Kreises besonderes Ansehen gebracht haben."

 

  Im Rahmen der Festveranstaltungen zum 15-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises Landsynagoge Roth überraschte Landrat Robert Fischbach der ehemalige Vorsitzende des arbeitskreises Landsynagoge Roth mit der Überreichung der Ehrenplakette des Landkreises. Foto: Landkreis
Im Rahmen der Festveranstaltungen zum 15-jährigen Jubiläum des Arbeitskreises Landsynagoge Roth überraschte Landrat Robert Fischbach der ehemalige Vorsitzende des arbeitskreises Landsynagoge Roth mit der Überreichung der Ehrenplakette des Landkreises.
Foto: Landkreis

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