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Fachleute schlagen Brücke zwischen globalen und lokalen Klimaschutzaktivitäten – Landkreis Marburg-Biedenkopf veranstaltet Klimaschutzkonferenz

(Pressemitteilung 229/2016 vom 07.06.2016)

Marburg-Biedenkopf – Einen Brückenschlag zwischen globaler Klimaschutzpolitik und lokalen Klimaschutzaktivitäten bildet die Klimaschutzkonferenz des Landkreises Marburg-Biedenkopf am kommenden Dienstag, 14. Juni 2016. Im Sitzungssaal des Marburger Landratsamtes werden Experten auf einer gemeinsamen „Klimaschutzreise – von Paris nach Marburg“ interessante Einblicke in verschiedene Aspekte des Klimaschutzes auf unterschiedlichen Ebenen geben. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und richtet sich an Akteure und Interessierte. Der Eintritt ist frei, im Anschluss besteht bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit, sich mit den Experten und anderen Gästen auszutauschen.

Anna Leidreiter vom World Future Council wird über die Ergebnisse und ihre persönlichen Eindrücke vom internationalen Klimagipfel in Paris berichten und das Thema so aus der globalen Perspektive beleuchten. Anja Mager vom Bundesumweltministerium aus Berlin macht die nationalen Klimaschutzaktivitäten zum Thema. Lena Keul vom Hessischen Umweltministerium wird das hessische Klimaschutzengagement und die Arbeiten am aktuellen hessischen Klimaschutzplan veranschaulichen. Die Klimaschutz-Experten des Landkreises Marburg-Biedenkopf werden zusammen mit drei Überraschungsgästen schließlich ganz praktische Klimaschutzaktivtäten zeigen, die einfach und überall umzusetzen sind. Eine gemeinsame Frage- und Antwortrunde soll den Brückenschlag von global nach lokal abschließen. Moderiert wird die Konferenz von Jochen Schmidt, Fernsehjournalist beim Hessischen Rundfunk (hr).

„Wir möchten deutlich machen, wie Klimaschutz auf lokaler Ebener wirkt und dass wichtige Bausteine für globale Klimaschutzeffekte auch hier auf lokaler Ebene gelegt werden“, erläutert Stefan Franke, Masterplanmanager 100% Klimaschutz beim Landkreis Marburg-Biedenkopf im Vorfeld der Veranstaltung. Jeder Beitrag zum Klimaschutz, und sei er auch noch so klein, sei wichtig – auch auf globaler Ebene. „Von der einfachen LED-Leuchte über Solar- oder Windenergieanlagen bis hin zu ganzen Orten, die sich mit Erneuerbaren Energien versorgen“, stellt Stefan Franke fest.

Ein Beleg dafür, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf nicht nur im nationalen Vergleich als Vorreiterregion in Sachen Klimaschutz gilt, ist die Tatsache, dass der Kreis immer wieder auch auf internationaler als fachlich versierter Gesprächspartner gefragt ist. So vertrat der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow im Dezember 2015 zum Beispiel den Landkreis Marburg-Biedenkopf auf der UN-Klimakonferenz in Paris. Aktuell nimmt einer der Klimaschutz-Experten aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in Czestochowa (Polen) an einem polnisch-deutschen Kooperationstreffen teil, bei dem Erfahrungen und Projekte zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung ausgetauscht werden. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums stellt er dort Projekte zur Förderung von Energieeinsparungen in Privathaushalten und Unternehmen aus dem Landkreis vor. Das Kooperationstreffen ist dabei Teil eines Projektes des Bundesumweltministeriums, das den Austausch zwischen deutschen und polnischen Kommunen im Klimaschutz fördert.

Seit vier Jahren bildet der Masterplan „100 % Klimaschutz“ den Rahmen für die Klimaschutzaktivitäten des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Klimaschutzkonferenz soll auch verdeutlichen, was in dieser Zeit erreicht wurde und was in der nächsten Masterplanphase, die wiederum vom Bundesumweltministerium gefördert wird, auf den Weg gebracht werden soll. Diese neuerliche Förderung dauert bis Ende September 2018.

„Wir sind in Sachen Klimaschutz im Landkreis auf einem guten Weg und freuen uns, dass wir den Masterplan bis September 2018 verlängern können. Mit vom Bundesministerium geförderten Strategien wie dem Masterplan, dem Energiecoaching für Schulen und Kitas sowie den Teilkonzepten für kommunale Liegenschaften und Green-IT haben wir einen guten Start hingelegt“, sagt Landrätin Kirsten Fründt.

An die Klimaschutzkonferenz anschließen wird sich ein zweitägiges Treffen der deutschen Masterplan-Kommunen in Marburg.

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