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Hilfe für Opfer der Hochwasserkatastrophe in Ostdeutschland: Landkreis Marburg-Biedenkopf strebt finanzielle Hilfe für den Landkreis Ostsachsen an – Kreistag soll über eine Spende in Höhe von 10.000 Euro entscheiden
(Pressemitteilung Nr. 228/2013 vom 13.06.2013)

Marburg-Biedenkopf – Landrat Robert Fischbach wird dem Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf in seiner nächsten Sitzung am 21. Juni vorschlagen, dem Landkreis Nordsachsen eine Spende in Höhe von 10.000 Euro zu gewähren. „Zahlreiche Orte im Landkreis Nordsachsen sind durch das verheerende Hochwasser von Elbe und Mulde erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden und die Menschen dort brauchen auch finanzielle Unterstützung“, erläuterte Landrat Robert Fischbach am Donnerstag in Marburg. „Die Solidarität mit den Menschen in den Hochwassergebieten gebietet es, im Rahmen unserer Möglichkeiten auch finanzielle Hilfe leisten“, so Fischbach weiter.

Zum Landkreis Nordsachsen bestehen seit der Flutkatastrophe im Jahr 2002 freundschaftliche Beziehungen, weil Hilfskräfte aus dem Landkreises Marburg-Biedenkopf damals dort im Einsatz waren und in der Akutsituation geholfen. Auch in unmittelbarer Folge hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf den Mitbürgerinnen und Mitbürgern durch gezielte Sachspenden effektiv helfen können.

„Wir streben an, dass unsere finanzielle Hilfe auch gezielt dort ankommt. Deshalb ist die Unterstützung in dem uns nahestehenden Landkreis, zu dem wir auch direkte Kontakte haben, der beste Weg, Hilfe zu leisten und Solidarität zu beweisen“, betonte der Landrat. Der Kreis Marburg-Biedenkopf hat bereits mit den entsprechenden Stellen in Torgau Kontakt aufgenommen, um den konkreten Bedarf an Unterstützung abzuklären. Im Landkreis Nordsachsen hat die Hochwasserkatastrophe unter anderem die Orte Belgern-Schildau, Gruna, Ortsberg, Cavertitz, Bad Düben, Zschepplin und Löbnitz in Mitleidenschaft gezogen und erhebliche Schäden verursacht. Der Kreis hat bis jetzt Schäden an 460 Wohnhäusern und mehr als 200 Betrieben erfasst. Die Erfassung der Schäden ist aber längst nicht abgeschlossen. Auf Vorschlag des Landrates des Landkreises Nordsachsen, Michael Czupalla, ist in Gruna, ein Ortsteil der Gemeinde Laußig, großer Bedarf. Dort wurde auch das Feuerwehrhaus total zerstört und die Hilfe aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf wäre dort sehr willkommen.

„In einer solchen Situation müssen die Menschen bundesland- und landkreisübergreifend zusammenstehen. Es für uns eine Verpflichtung sein, den Menschen, die durch diese Naturkatastrophe erhebliche Schäden erlitten haben, im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten zu helfen. Insbesondere auch, weil diese Region innerhalb von elf Jahren zum zweiten Mal von einer solchen Flutkatastrophe betroffen ist“, sagte Landrat Fischbach.

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