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Zielvereinbarung für das Netzwerk Flucht und Integration der Gemeinden Angelburg, Breidenbach, Steffenberg und der Stadt Biedenkopf mit dem Landkreis – Gemeinsam mit den Kommunen den Weg von der Willkommens- zur Miteinanderkultur gehen!

(Pressemitteilung 224/2015 vom 15.06.2015)

Marburg-Biedenkopf – Die vom Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit den Gemeinden Angelburg, Breidenbach, Steffenberg und der Stadt Biedenkopf entwickelte Zielvereinbarung und Netzwerkbildung „Flucht und Integration“ wurde vom Landkreis Marburg-Biedenkopf durch Landrätin Kirsten Fründt und den Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow und auf Seiten der Bürgermeister durch Joachim Thiemig (Biedenkopf), Thomas Beck (Angelburg), Peter Pfingst (Steffenberg) und Christoph Felkl (Breidenbach) in der Kreisverwaltung in Marburg unterzeichnet.

Mit der Zielvereinbarung erklären die Gemeinden ihre Bereitschaft, sich am sogenannten Modell Marburg-Biedenkopf zu beteiligen, bei dem die Gemeinden in Kooperation mit dem Landkreis Flüchtlingsunterkünfte anmieten. So strebt die Stadt Biedenkopf für 2015 20 Unterkunftsplätze, die Gemeinde Breidenbach 20, die Gemeinde Angelburg 15 und die Gemeinde Steffenberg 13 Plätze nach diesem Modell an. an. Eine weitere Erhöhung der Unterkunftszahlen untersteht dabei der eigenständigen Entscheidung der Gemeinden und der Stadt Biedenkopf. Der Kreis kann zusätzlich jeweils die gleiche Menge an Plätzen in den Kommunen nochmals belegen. Darüber hinaus erklären sich die Stadt und die Gemeinden dazu bereit, gezielt Besitzer größerer Immobilien anzusprechen bzw. entsprechenden Kontakt zum Landkreis herzustellen.

Es ist ein sehr positives Zeichen, dass es gemeinsam gelungen ist, mit dieser Zielvereinbarung ein starkes Netzwerk für die Entwicklung einer umfassenden Willkommens- und Miteinanderkultur aufzubauen“, sagte Landrätin Kirsten Fründt bei der Unterzeichnung und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow hob hervor, als gemeinsames Ziel mit dieser Zielvereinbarung solle auch zum Ausdruck gebracht werden, dass neben einer menschenwürdigen Unterbringung auch die Stärkung von Integration ermöglicht und gefördert werde. "Statt auf Zwang - etwa mit Zuweisungen per Verwaltungsakt - setzen wir in Form der Zielvereinbarungen auf Kooperation mit den Kommunen, denn nur gemeinsam mit den Kommunen können wir Unterbringung und Integration erfolgreich gestalten“, ergänzte er.

Dabei ist diese Zielvereinbarung Bestandteil einer umfassenden Initiative des Landkreises Marburg-Biedenkopf um im Bereich der Flüchtlings- und Integrationsarbeit Kooperationen und Netzwerke von Gemeinden und Städten aufzubauen und zu fördern. Ziel ist es, eine optimale Abstimmung der Organisation der Flüchtlingsunterbringungsmöglichkeiten und der Integrationsarbeit zu erreichen. Der Landkreis wird durch sein Büro für Integration all diese Aktivitäten unterstützen und mit fachlicher Beratung begleiten.

Um die Ziele der Vereinbarung umzusetzen werden die Vertreter der Gemeinden, der Stadt Biedenkopf und des Landkreises im Rahmen eines Netzwerktreffens regelmäßig zusammenkommen um ihre Arbeit miteinander abzustimmen und weiterzuentwickeln.

Von Seiten der Bürgermeister Joachim Thiemig (Biedenkopf), Christoph Felkl (Breidenbach), Thomas Beck (Angelburg) und Peter Pfingst (Steffenberg) wurde deutlich, dass diese die Gespräche zur Vereinbarung als sehr konstruktiv und fair empfanden. Felkl bedankte sich beim Landkreis dafür und führte unter anderem den Punkt Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge als wichtig an, der auch von anderen Bürgermeistern so geteilt wurde. „Die heimische Wirtschaft möchte diese Menschen gewinnen“, so Thiemig, der zudem darauf hinwies, dass die Stadt Biedenkopf selbst gerne Menschen mit Flüchtlingshintergrund einstellen möchte, wenn die Voraussetzungen geschaffen sind. Beck sprach sicherlich für alle Bürgermeister, als er darauf hinwies, dass das Modell Marburg-Biedenkopf auf Freiwilligkeit basiere und daher sonnvoll für die Gemeinden sei. Pfingst machte - wie auch die anderen Bürgermeister - schließlich deutlich, dass in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Ehrenamtlichen als sehr hoch einzuschätzen sei und ihnen große Dank gebühre.  

Alle Unterzeichner gehen davon aus, dass die Unterbringung von Flüchtlingen auch über das Jahr 2015 hinaus eine gemeinsame Aufgabe bleibt und neu hinzukommende Flüchtlinge in ähnlicher Größenordnung voraussichtlich auch für das Jahr 2016 und die Folgejahre zu erwarten sind. Entsprechend sind sich die Unterzeichner auch bewusst, dass in den Folgejahren voraussichtlich zusätzliche Plätze zu schaffen sind. Eine erneute Zielvereinbarung soll jeweils zum Ende des laufenden Jahres ebenfalls in dem Netzwerk besprochen werden.

Vertragsunterzeiichnung für das Netzwerk Flucht und Integration in der Kreisverwaltung (v.l.n.r), sitzend: Bürgermeister Peter Pfingst, Landrätin Kirsten Fründt, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, stehend: die Bürgermeister Christoph Felkl, Thomas Beck und Joachim Thiemig. Foto: Landkreis

Vertragsunterzeiichnung für das Netzwerk Flucht und Integration in der Kreisverwaltung (v.l.n.r), sitzend: Bürgermeister Peter Pfingst, Landrätin Kirsten Fründt, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, stehend: die Bürgermeister Christoph Felkl, Thomas Beck und Joachim Thiemig.

Foto: Landkreis

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