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Gemeinsame Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport und des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Landesregierung fördert neue Gesundheits- und Pflegestützpunkte im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 100.000 Euro – Neue Beratungsangebote im Ost- und Westkreis haben Arbeit aufgenommen.

(Pressemitteilung 224/2014 vom27.06.2014)

Marburg-Biedenkopf – Staatsekretär Werner Koch hat Landrätin Kirsten Fründt und den Bürgermeistern Joachim Thiemig, Bernd Schmidt, Christian Somogyi und Thomas Groll einen Bescheid über 100.000 Euro für die interkommunale Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und den Kommunen Biedenkopf, Dautphetal, Stadtallendorf und Neustadt überreicht. Mit diesem Betrag unterstützt das Land Hessen den Aufbau der neuen Gesundheits- und Pflegestützpunkte im Ost- und Westteil des Kreises. Neben dem zentralen Pflegestützpunkt des Landkreises am Standort Marburg gibt es jetzt zwei weitere, regional verankerte Gesundheits- und Pflegestützpunkte. Das ist in dieser Form einmalig in ganz Hessen.

Landrätin Fründt freute sich über die damit endgültig sichergestellte Finanzierung des Gesamtprojektes „Sektorenübergreifende Versorgung durch Beratung, Koordination und Planung“, das auch über das Förderprogramm des Sozialministeriums „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“ mit 150.000 Euro bezuschusst wird.

„Das sozial- und gesundheitspolitische Ziel des vom Land geförderten Projekts ist es, älteren und alleinstehenden Menschen in ländlichen Räumen durch eine möglichst einfach erreichbare Beratung frühe Hilfen zur Alltagsbewältigung anzubieten“, sagte Staatssekretär Werner Koch.

„Das Besondere der vom Landkreis Marburg-Biedenkopf geplanten Maßnahmen ist die neuartige Zusammenarbeit von Ärzten und medizinischen Fachangestellten mit der Altenhilfe. Ein Team, das einerseits die Gesundheit der Menschen im Blick hat, sich andererseits auf deren Alltagsbewältigung und Sozialkontakte fokussiert. Schließlich bedarf es ganzheitlicher Ansätze, um gemeinsam Krisensituationen wirksam vorbeugen zu können – dies wird im Landkreis Marburg-Biedenkopf vorbildlich umgesetzt“, so Staatssekretär Koch.

„Schon zu Beginn der Arbeit der Stabsstelle Altenhilfe wurde die Forderung nach regionalen Beratungsangeboten erhoben, um den pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen vor Ort ein abgestimmtes Unterstützungsangebot mit ambulanten Diensten, Ärzten oder Heilmittelerbringern zu bieten. Ich bin sehr froh, dass es nun gelungen ist, mit großer Unterstützung des Landes Hessen dieses Angebot in Biedenkopf und Stadtallendorf für die nächsten zwei Jahre auf den Weg bringen zu können“, sagte die Landrätin.

Die Mitarbeiterinnen der Pflegestützpunkte beraten Betroffene und ihre Angehörigen kostenlos und trägerneutral zu Fragen rund um die Themen Pflege, Prävention und Gesundheit. Ein zusätzlicher Baustein des Gesamtprojektes ist das Netzwerkmanagement, das über die beiden neuen Stützpunkte in den Regionen weiter ausgebaut und koordiniert werden soll.

Die neuen Gesundheits- und Pflegestützpunkte in Biedenkopf und Stadtallendorf haben ihre Arbeit im Mai aufgenommen. Annika Bajraktari und Florence Kranz haben nach einer kurzen Einarbeitungszeit im Pflegestützpunkt Marburg schon erste Beratungsgespräche geführt. Außerdem haben sie bereits vielfältige Kontakte zu relevanten Akteuren geknüpft, darunter Anbieter ambulanter Pflegedienste, Seniorenheime, Krankenhäuser, Ärzte, Heilmittelerbringer, Bürgerinitiativen und Mitarbeiter der Kommunen. Diese erste Kontaktaufnahme dient vor allem dazu, das neue Angebot vorzustellen und sich über die Kompetenzen der einzelnen Akteure zu informieren – eine zentrale Voraussetzung, um die Ratsuchenden passgenau und individuell unterstützen zu können.

In der Netzwerkarbeit gilt es, Informationen über die bestehenden Angebote zu ermitteln, Versorgungslücken aufzuspüren sowie Ideen zu entwickeln, wie die Schwachstellen eventuell über neue Kooperationen gestärkt werden können. Dabei können die beiden Mitarbeiterinnen an die bestehenden Netzwerke im Ost- und Westkreis anknüpfen, Außerdem erhalten sie Unterstützung von einer projektbezogenen Lenkungsgruppe.

Schon jetzt kristallisiert sich heraus, dass infolge des wachsenden Bedarfs der Fachkräftemangel im Bereich der ärztlichen und pflegerischen Versorgung eine Herausforderung darstellt. „Deshalb ist es um so wichtiger, Bürgerschaftliches Engagement in diesem Bereich zu unterstützen und auszubauen und in die bestehenden professionellen Angebote einzubeziehen“, gab Landrätin Fründt zu bedenken, die seit kurzem auch für den gesamten Gesundheits- und Altenhilfebereich in der Landkreisverwaltung zuständig ist. „Ich bin froh, dass wir im Landkreis schon an vielen Orten verschiedene Initiativen dieser Art haben, aber es müssen noch mehr werden. Dabei können auch die beiden neuen Stützpunkte unterstützend mitwirken.“ so Kirsten Fründt abschließend

Kontakt:

Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gesundheits- und Pflegestützpunkt Ost

Florence Kranz, Tel. 06428 - 447 2161, Stadtallendorf, Bahnhofstr. 2,

Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gesundheits- und Pflegestützpunkt West

Annika Bajraktari, Tel. 06461 - 79 3118, Biedenkopf, Kiesackerstr. 12

Staatssekretär Werner Koch übergab den Bewilligungsbescheid an Landrätin Kirsten Fründt.

Staatssekretär Werner Koch übergab den Bewilligungsbescheid an Landrätin Kirsten Fründt.

Als Ergänzung und Verstärkung des bestehenden Angebots im Gesundheits- und Pflegebereich sind die Beratungsstützpunkte zu verstehen. Die beteiligten Akteure und Organisatoren im Landkreis Marburg-Biedenkopf freuen sich über die finanzielle Zuwendung der hessischen Landesregierung, die damit auch die Vorbildfunktion des Landkreises Marburg-Biedenkopf fördert.  (Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Als Ergänzung und Verstärkung des bestehenden Angebots im Gesundheits- und Pflegebereich sind die Beratungsstützpunkte zu verstehen. Die beteiligten Akteure und Organisatoren im Landkreis Marburg-Biedenkopf freuen sich über die finanzielle Zuwendung der hessischen Landesregierung, die damit auch die Vorbildfunktion des Landkreises Marburg-Biedenkopf fördert. 

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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