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Neuer Museumsshop im kreiseigenen Schloss Biedenkopf eröffnet – Schloss Biedenkopf wird zum Kleinod / Dank an Förderer und Unterstützer

(Pressemitteilung 214/2015 vom 12.06.2015)

Marburg-Biedenkopf – „Wir haben uns als Landkreis in den letzten Jahren sehr intensiv um das aus dem 15. Jahrhundert stammende Schloss in Biedenkopf gekümmert. Und das Ergebnis – so glaube ich – kann sich wirklich sehen lassen! Der neue Museumsshop mit dem neuen Eingangsbereich passt hervorragend in die Reihe der Änderungen und Modernisierungen der Schlossanlage und des Museums“, sagte Landrätin Kirsten Fründt zu Beginn der offiziellen Eröffnung des Museumsshops.

Hierzu waren nicht nur die Bau ausführenden Firmen geladen, sondern auch alle diejenigen, die diese Arbeit gefördert oder ermöglicht haben. Für den Hessischen Museumsverband war Bernadette Gorsler anwesend. Allen dankte die Landrätin, denn ohne deren Unterstützung wären die Verbesserungen der letzten Jahre gar nicht möglich gewesen.

1937 hatte der damalige Landkreis Biedenkopf das Schloss vom preußischen Staat für 500 Mark gekauft. 1989 hatte der große Umbau des Schlosses durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf  begonnen. Nach der Auslagerung sämtlicher Museumsexponate wurde das Schloss mit umgerechnet über fünf Millionen Euro so gut und überzeugend saniert, dass der Landkreis insbesondere für die Erhaltung der einmaligen Dachkonstruktion vom Land Hessen mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis geehrt wurde. Gleichzeitig wurde das vom Landkreis getragene Museum komplett neu konzipiert und aufgebaut.

In den letzten Jahren seit 2006 wurde über drei Jahre hinweg die Ringmauer durch den Landkreis und mit finanzieller Hilfe des Landesamtes für Denkmalpflege aufwendig saniert. 2010 begannen dann die ebenfalls umfangreichen Arbeiten im Schlosshof. Dabei wurden Schäden an dem unterirdischen Ver- und Entsorgungsnetz festgestellt und entsprechende Neuinstallationen erforderlich. Durch verschiedene Maßnahmen wie etwa das Entfernen der Teerdecke, das Pflastern der Hoffläche, das Einebnen der vorhandenen Grünfläche sowie der Errichtung von Stützmauern und Geländern ergibt sich nunmehr ein ganz anderes Erscheinungsbild des Schlosses. Die Schlosshofnutzung wird zunehmend für private und öffentliche Veranstaltungen wie etwa Konzerte genutzt. Einen enormen Publikumszuspruch erfahren außerdem die in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Freizeit der Stadt Biedenkopf im Schlosshof jährlich stattfindenden Schlossfestspiele.

„Neudeutsch würde man vielleicht sagen, dass das Schloss mit seinem Schlosshof eine richtig interessante ‚Location’ geworden ist. Man kann aber auch sagen, dass es sich zu einem Kleinod entwickelt hat. Der nächste Meilenstein ist jetzt der neue Museumsshop! Das ist ein großer Schritt vom alten Kassenhäuschen zu diesem modern eingerichteten neuen Entree des Museums“, so Fründt. Weitere Modernisierungen zum Beispiel der Beschilderungen im Museum stehen noch an.

Die fachliche Planung des Museumsshops erfolgte durch den Dipl.-Designer Ralf Mahr. Alle Maßnahmen wurden sehr effektiv und konstruktiv, beratend und unterstützend durch den Hessischen Museumsverband, insbesondere von Dr. Ulrike Adameck begleitet. Auch bei den aktuellen Arbeiten war das Landesamt für Denkmalpflege durch Dr. Bernhard Buchstab eingebunden. Hervorzuheben ist auch, dass ein neu geschaffener Schwerbehindertenarbeitsplatz erfreulicherweise durch den Landeswohlfahrtsverband Hessen bezuschusst wurde.

Am Umbau waren folgende Firmen, durchweg aus dem Landkreis, beteiligt: Neben der Firma Fuß & Sohn für die Tischlerarbeiten waren beteiligt: Firma Ralf Winterling, Firma Klaus Dieter Pfeiffer, Firma Engler, Firma Michael Schmidt Service, Firma Manfred Heck sowie die Firma Seibel, Ulrich Acker. Schließlich dankte Landrätin Fründt auch Hans-Karl Sauer und Jürgen Morneweg die planerisch und von der Gesamtabwicklung her die verschiedenen Aufgaben meisterten. Insgesamt, also mit der Integration technischen Anlagen für das ganze Haus wie etwa die Brandmeldeanlage, haben der Umbau und die Einrichtung bislang rund 105.000 Euro gekostet.

Von dem neuen Eingangsbereich und dem Museumsshop können sich Besucher ab sofort während der üblichen Öffnungszeiten im Schloss Biedenkopf selbst überzeugen: Die Ausstellungen und der Bergfried können vom 1. April bis 15. November dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr besichtigt werden. Außerdem kann das Hinterlandmuseum nach telefonischer Voranmeldung in der Regel auch während der Winterpause vom 16. November bis 31. März von Gruppen ab 10 Personen besichtigt werden. Es wird die Möglichkeit angeboten, sich an einem Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr standesamtlich im Schloss trauen zu lassen. Während der Trauzeremonie wird das Schloss dann kurzzeitig (circa 30 min) für den Besucherverkehr geschlossen. Der Hof und der Turm sind jedoch unabhängig davon durchgehend zugänglich.

Führungen sind nach Voranmeldung unter Telefonnummer: 06461 924651 möglich. E-Mail: H hinterlandmuseum@marburg-biedenkopf.de
Anschrift: Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf, Im Schloss 1, 35216 Biedenkopf. Internet: http://www.mr-bied.de/kultur/hinterlandmuseum-schloss-biedenkopf/

Das neue Entree des Schlossmuseums schafft den Spagat zwischen moderner sowie farbenfroher Einrichtung und historischem Ambiente (v.l.n.r.): Designer Ralf Mahr, Gerald Bamberger und Claudia Röhl (beide Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf) und Landrätin Kirsten Fründt.   Foto: Landkreis

Das neue Entree des Schlossmuseums schafft den Spagat zwischen moderner sowie farbenfroher Einrichtung und historischem Ambiente (v.l.n.r.): Designer Ralf Mahr, Gerald Bamberger und Claudia Röhl (beide Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf) und Landrätin Kirsten Fründt.
 
Foto: Landkreis

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