Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Marburger Bündnis gegen Depression e.V. und Landkreis Marburg Biedenkopf richten Bürgerarbeitsplatz ein – Die allgemeine Antragsfrist für Bürgerarbeitsplätze läuft am 31.10.2011 ab

(Pressemitteilung Nr. 209/2011 vom 08.06.2011)
Marburg-Biedenkopf – "In gemeinsamer Kooperation zwischen dem Marburger Bündnis gegen Depression e.V., dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Bundesverwaltungsamt in Köln konnte ein Bürgerarbeitsplatz eingerichtet werden. Das Marburger Bündnis gegen Depression und der im Landkreis zuständige Fachbereich KreisJobCenter haben dabei gemeinsam eine Stellenbeschreibung entwickelt und eine passende Person zur Umsetzung des Bürgerarbeitsplatzes gefunden", erläuterte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern. Das Bundesverwaltungsamt habe den Prozess produktiv begleitet und eine Bewilligung bis 2014 für den vom Verein beantragten Bürgerarbeitsplatz ausgesprochen.

Der Bürgerarbeitnehmer soll im Rahmen seiner Tätigkeit die Arbeit des Vereins zusätzlich unterstützen, sodass durch öffentlichkeitswirksame Informationen und Veranstaltungen auf psychische Erkrankungen aufmerksam gemacht werden kann. Weiterhin soll über den Bürgerarbeitsplatz die Kooperation und Vernetzung der vor Ort tätigen Einrichtungen wie Kliniken, Beratungseinrichtungen und Wohlfahrtsverbände vertieft werden.

„Ich bin froh, wieder eine sinnvolle Beschäftigung gefunden zu haben“, so Herr Tischler, der den Bürgerarbeitsplatz zum 1. Juni 2011 angetreten hat. Prof. Dr. Tilo Kircher, Erster Vorsitzender des Vereins, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis: "Ich bin extrem froh und dankbar, dass wir diesen Arbeitsplatz bekommen haben." Er freute sich über die kompetente Besetzung und dass durch die Unterstützung von Herrn Tischler verschiedene für den Vereine wichtige Dinge angegangen werden können. Neben der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zum Themenfeld Depression soll auch die Kooperation der vor Ort mit dem Thema betrauten Einrichtungen wie Kliniken, Beratungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände etc. intensiviert werden.
“Es ist gut, dass wir über das Modellprojekt Bürgerarbeit Initiativen mit innovativem Charakter unterstützen können“, so Dr. McGovern. Gefördert werden hierbei sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (ohne Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung) für zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeiten. Insgesamt gab es zum Stichtag 24.05.2011 606 Aktivierungen im Landkreis. 37 Bürgerarbeitsplätze konnten bislang bewilligt werden und zum 1.6.2011 waren 14 Plätze besetzt. Weitere werden folgen. Dr. McGovern bedankte sich auch beim Bundesverwaltungsamt, mit dem es eine gute Kooperation in der Abstimmung von möglichen Bürgerarbeitsinhalten gebe.

Allgemein ist festzuhalten, dass die Bürgerarbeit aus zwei Phasen besteht, der Aktivierungs- und der Beschäftigungsphase. In der Aktivierungsphase (Mindestdauer: sechs Monate) geht es um die Beratung bzw. Standortbestimmung, Vermittlungsaktivitäten sowie Qualifizierung und Förderung, sozusagen vorbereitende Maßnahmen. Die eigentliche Bürgerarbeit folgt dann in der Beschäftigungsphase am Beschäftigsungsort. Dazu gehört auch ein die Beschäftigung begleitendes "Coaching".

"Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe eines Festbetrages von 1.080 Euro monatlich zum Arbeitsentgelt und zum Sozialversicherungsaufwand bei 30 Wochenstunden oder alternativ: 720 Euro bei 20 Wochenstunden. Die Förderung kann maximal für einen Zeitraum von 36 Monaten erfolgen", erklärte Christoph Rathert, der beim KreisJobCenter für die Bürgerarbeit zuständig ist. Für das begleitende "Coaching" in der Beschäftigungsphase würden keine zusätzlichen finanziellen Mittel durch den Bund zur Verfügung gestellt. Anträge auf Bürgerarbeit müssen beim Bundesverwaltungsamt in Köln gestellt werden und sind vorher mit dem KreisJobCenter abzustimmen. Die Antragsfrist läuft am 31.10.2011 ab.

Als Bereiche kommen etwa Museen oder Bibliotheken für die Erweiterung von Öffnungszeiten in Frage, aber auch Beschäftigungen in Kleiderkammern für Bedürftige, Digitalisierung von Altbeständen in Archiven, Erstellung und Anbringung von Informationstafeln und Schildern auf Rad- und Wanderwegen; Aufstellen von Bänken und Hinweisschildern oder beispielsweise Wegbegleitung von sozial bedürftigen Personen zu Behörden, Ärzten und weiterführenden Hilfeangeboten.

Das Modellprojekt Bürgerarbeit wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finanziert. Weitere Informationen befinden sich im Internet unter www.buergerarbeit.bund.de
 

  Bildunterschrift: In der Kreisverwaltung wurde ein erfolgreich eingerichteter Bürgerarbeitsplatz vorgestellt (v.l.n.r.): Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, der Inhaber des Bürgerarbeitsplatzes, Herr Tischler, Christoph Rathert vom KreisJobCenter sowie Prof. Dr. Tilo Kircher vom Marburger Bündnis gegen Depression e.V.. Foto: Landkreis
Bildunterschrift: In der Kreisverwaltung wurde ein erfolgreich eingerichteter Bürgerarbeitsplatz vorgestellt (v.l.n.r.): Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, der Inhaber des Bürgerarbeitsplatzes, Herr Tischler, Christoph Rathert vom KreisJobCenter sowie Prof. Dr. Tilo Kircher vom Marburger Bündnis gegen Depression e.V.. Foto: Landkreis

Download Druckversion

zurück