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Landrat Robert Fischbach überreicht sieben Ehrenbriefe und dankt für herausragendes bürgerschaftliches Engagement – „Dank und Anerkennung für sieben aktive Menschen!“

(Pressemitteilung Nr. 205/2011 vom 07.06.2011)
Marburg-Biedenkopf – In einer kleinen Feierstunde hat Landrat Robert Fischbach sieben engagierten Menschen aus Landkreis Marburg-Biedenkopf den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht. Mit dieser Auszeichnung wird das herausragende ehrenamtliche Engagement der Geehrten öffentlich gewürdigt. „Der Landesehrbrief ist eine Möglichkeit, für jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz für das Gemeinwohl Dank und Anerkennung auszusprechen“, erklärte der Landrat.

Gabriele C. Schmitt aus Weimar-Niederwalgern gehörte 1996 zu den Gründungs- und Vorstandsmitgliedern der ersten Stunde beim Arbeitskreis Landsynagoge Roth. Von 1999 bis 2011 war sie zudem Vorsitzende des Arbeitskreises, der sich intensiv mit der Geschichte der Rother Synagoge und mit der Geschichte und dem Schicksal der Juden in der Region auseinandersetzt. Unter dem Vorsitz von Gabriele C. Schmitt wurde der Arbeitskreis mit dem Otto-Ubbelohde-Preis (2003), mit dem hessischen Denkmalschutzpreis (2005) und 2006 mit dem 1. Förderpreis Hessische Heimatgeschichte ausgezeichnet.

Kurt Jaokob Schlienbecker aus Lohra hat sich von 1980 bis 196 und von 1997 bis 2011 im Ortsbeirat für die Belange seiner Heimatortes und seiner Mitmenschen eingesetzt. Darüber hinaus ist er seit 2007 Vorsitzender des Familien- und Seniorenrates in Lohra.

Helmut Müller aus Münchhausen-Oberasphe hat sich dem Chorgesang verschrieben. Von 1982 bis 1999 war er 2. Vorsitzender beim traditionsreichen Männergesangverein „1894“ Oberasphe. Von 2000 bis 2011 lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Unter seinem Vorsitz wurde auch der „Junge Chor Oberasphe“ gegründet. Aus dieser Gründung ging fünf Jahre später auch die Gründung des Kinderchores hervor, der heute rund 30 Kinder zählt.

Klaus-Dieter Eckel aus Bad Endbach ist in der Kommunalpolitik aktiv. Seit 1997 gehört er als Beigeordneter dem Gemeindevorstand der Gemeinde Bad Endbach an. Von 1995 bis 1998 war er zudem Schriftführer beim SPD-Ortsverein Bad Endbach. Von 1998 bis 2001 übernahm er dort als 2. Vorsitzender Verantwortung. 2001 schließlich rückte er als Vorsitzender an die Spitze des SPD-Ortsvereins auf. Ebenfalls seit 2001 ist er außerdem der Vorsitzende der VdK-Ortsgruppe Bad Endbach.

Auch Erich Filippi aus Bad Endbach-Bottenhorn hat sich die kommunale Politik als ein ehrenamtliches Standbein ausgesucht. Von 1993 bis 2001 war er Mitglied im Bottenhorner Ortsbeirat und im Jahr 2001 auch Mitglied der Gemeindevertretung. 2001 übernahm er dann die Funktion des Ortsvorstehers in Bottenhorn. Von 1985 bis 2008 war er darüber hinaus auch Mitglied im Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde, wo er 2009 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernahm.

Volker Freund aus Bad Endbach-Hartenrod übernimmt seit nunmehr über drei Jahrzehnten ehrenamtlich Verantwortung für die Gesellschaft. Von 1974 bis 1977 und von 1989 bis 1993 war er Mitglied im Ortsbeirat Hartenrod. Seit 2001 ist er als Beigeordneter im Bad Endbacher Gemeindevorstand aktiv. Von 1992 bis 1993 und von 1997 bis 2001 war er außerdem Mitglied in der Gemeindevertretung. In der Zeit von 1985 bis 1992 übernahm er das Amt eines Beisitzers im Vorstand des SPD-Ortsvereins Hartenrod/Schlierbach. Seit 1993 schließlich führt diesen Ortsverband als Vorsitzender.

Dieter Schepp aus Bad Endbach war von 1989 bis 1993 und von 1995 bis 2006 Mitglied im Bad Endbacher Ortsbeirat. Von 2006 bis 2011 übernahm er die Funktion des Ortsvorstehers und gehört seit der Kommunalwahl wiederum dem Ortsbeirat an. Seit 1997 ist er außerdem Mitglied der Gemeindevertretung. Von 1994 bis 1998 war Dieter Schepp außerdem Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bad Endbach. Von 1998 bis 2000 fungierte er dort als Beisitzer und seit 2001 als Schriftführer. Seit 2001 ist er auch als Vorsitzender im Obst- und Gartenbauverein aktiv. Seit 2005 ist er Vorsitzender beim Verein „Landschaftsführer Natur-Pur e.V.“ und seit mehr als 15 Jahren engagiert er sich als Wanderführer für die Gäste in Bad Endbach.

Landrat Robert Fischbach dankte allen für das geleistete Engagement. „Sie schlagen sich nicht in die Büsche wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen. Vielmehr sind Sie bereit, diese Verantwortung zu tragen – auch wenn der Wind mal von vorne kommt“, betonte Landrat Fischbach. Er bat die Geehrten, die Auszeichnung nicht als Abschlusszeugnis zu verstehen. Vielmehr solle diese Ehrung auch Ansporn sein, sich weiterhin ehrenamtlich für das Allgemeinwohl einzusetzen. „Sie alle zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich für diese Gesellschaft einzusetzen“, so der Landrat. Er bescheinigte den Ausgezeichneten eine große Vorbildfunktion.


Hintergrund:
Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine 1973 vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gestiftete Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl. Mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet werden kann, wer sich mindestens zwölf Jahre lang in herausgehobener Position bei Vereinen, sozialen oder Kulturellen Institutionen oder in der Kommunalpolitik ehrenamtlich verdient gemacht hat.
 

  Sieben Ehrenbriefe wurden in der Kreisverwaltung an engagierte Bürgerinnen und Bürger überreicht (v.l.n.r.), vorder Reihe: Landrat Robert Fischbach, Gabriele C. Schmitt, Kurt Jakob Schlienbecker, Helmut Müller, mittl. Reihe: Klaus-Dieter Eckel, Volker Freund, Dieter Schepp, Erich Filippi, hintere Reihe: die Herren Bürgermeister Georg Gaul, Peter Eidam, Markus Schäfer und Peter Funk. Foto: Landkreis
Sieben Ehrenbriefe wurden in der Kreisverwaltung an engagierte Bürgerinnen und Bürger überreicht (v.l.n.r.), vorder Reihe: Landrat Robert Fischbach, Gabriele C. Schmitt, Kurt Jakob Schlienbecker, Helmut Müller, mittl. Reihe: Klaus-Dieter Eckel, Volker Freund, Dieter Schepp, Erich Filippi, hintere Reihe: die Herren Bürgermeister Georg Gaul, Peter Eidam, Markus Schäfer und Peter Funk.
Foto: Landkreis

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