Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Zensus-Ergebnisse bestätigen weitgehend die Erwartungen im Landkreis Marburg-Biedenkopf – Landrat Fischbach: Zahlen müssen jetzt analysiert werden
(Pressemitteilung Nr. 198/2013 vom 31.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Die am Freitag veröffentlichten Zahlen des Zensus 2011 haben die Erwartungen des Landkreises Marburg-Biedenkopf weitgehend bestätigt. „Mit Ausnahme der Universitätsstadt Marburg bewegen sich die Städte und Gemeinden im Landkreis innerhalb der durchschnittlichen Abweichungen, wobei das Ergebnis in Marburg schon überraschend ist“, stellte Landrat Robert Fischbach am Freitag fest.

Die durch den Zensus 2011 gewonnene Statistik weist für den Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Korrektur der Bevölkerungszahlen von minus 3,70 Prozent (oder minus 9.287 Einwohner: von 250.861 auf 241.574) aus. Hierbei schlägt insbesondere Korrektur im Bereich der Stadt Marburg mit 8.957 weniger Einwohnern zu Buche. Vergleichsgröße sind die Zahlen, die auf der Basis der Volkszählung 1987 statistisch berechnet und fortgeschrieben wurden.

„Wichtig ist die Feststellung, dass der Landkreis nicht von einem Tag auf den anderen knapp 10.000 Einwohner verloren hat, wie die Statistik auf den ersten Blick vermuten lässt. Vielmehr ist diese Zahl die Differenz zwischen den Werten, die im Rahmen des Zensus festgestellt wurden und der berechneten Statistik auf Basis der Zahlen von 1987. Damals ist eine Bevölkerungszahl von 229.342 Einwohnern ermittelt worden“, erklärte Landrat Fischbach. „Wenn wir die ländliche Region ohne die Stadt Marburg betrachten, verzeichnen wir eine Korrektur der Zahlen um 330 Einwohner nach unten und liegen damit mit knapp minus 0,2 Prozent unter dem Landesdurchschnitt, der laut statistischem Landesamt bei minus 1,6 Prozent liegt“, sagte der Landrat.

Nahezu die Hälfte der Kommunen im Landkreis Marburg-Biedenkopf können eine Korrektur der Bevölkerungszahlen nach oben verzeichnen, darunter die Städte Biedenkopf oder Gladenbach oder die Gemeinden Breidenbach, Fronhausen oder Weimar. Stadtallendorf, Cölbe, Neustadt oder Lahntal haben hingegen weniger Einwohner als erwartet.

„Wir werden die Ergebnisse des Zensus und ihre möglichen Auswirkungen jetzt analysieren um dann zu entscheiden, ob es an bestimmten Stellen zusätzlichen Handlungsbedarf gibt. Bereits 2007/2008 hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf außerdem ein umfangreiches Demografie-Projekt auf den Weg gebracht, um den Herausforderungen des domgrafischen Wandels zu begegnen“, so Landrat Fischbach. Auch der Ausbau mit Breitbandversorgung für schnelles Internet müsse konsequent weiterverfolgt werden, um den Landkreis Marburg-Biedenkopf als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten.

[ schliessen ]