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Arbeitsmarkt setzt seine positive Entwicklung auch im Mai fort – Zahl der Leistungsberechtigten und Bedarfsgemeinschaften deutlich unter Vorjahresniveau

(Pressemitteilung Nr. 196/2011 vom 31.05.2011)
Marburg-Biedenkopf – Die Zahl der Langzeitarbeitslosen entwickelt sich weiter rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist ein Rückgang um 4,5 Prozent auf 4.411 Personen, dem niedrigsten Wert in diesem Jahr, festzustellen. Gegenüber dem Vormonat April zählt das KreisJobCenter insgesamt 0,5 Prozent Langzeitarbeitslose weniger.

„Die wirtschaftliche Situation stimmt mich zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiter fortsetzten wird“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dr. Karsten McGovern. Auch für die nächsten Monate erwarte er weiter rückläufige Zahlen.

Die Arbeitslosenzahl teilt sich auf die drei Regionalcenter bezogen wie folgt auf: Marburg (Mitte) 2.361 (Vormonat 2.347), Stadtallendorf (Ost) 1.243 (Vormonat 1.251) und Biedenkopf (West) 807 (Vormonat 837). Die Quote der Arbeitslosen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) an den zivilen Erwerbspersonen beträgt damit im Landkreis Marburg-Biedenkopf unverändert zum Vormonat 3,5 Prozent (Vorjahresmonat 3,7 Prozent).

Die insgesamt positive Entwicklung setzt sich bei der Zahl der Personen, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes auf finanzielle Unterstützung nach dem SGB II angewiesen sind, fort. Im Mai bezogen 9.590 erwerbsfähige Menschen Leistungen beim KreisJobCenter. Während das Ergebnis des Vormonats damit um 0,7 Prozent unterschritten wurde, fällt der Rückgang gegenüber dem Mai des Vorjahres mit 12,5 Prozent wesentlich deutlicher aus. Insgesamt waren 1.370 Menschen weniger auf Hartz IV-Leistungen angewiesen als noch ein Jahr zuvor.

Ähnlich ist die Entwicklung bei den Bedarfsgemeinschaften: Mit 7.083 Bedarfsgemeinschaften bewegt sich der Wert auch hier unter dem Niveau des Vormonats (- 0,6 Prozent). Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl um 9,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dies entspricht einer Reduzierung um 777 Bedarfsgemeinschaften.

Bei den Angaben zu Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 12.05.2011 ermittelten vorläufigen Bestand. Der endgültige Bestand wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.

Für 2.146 Leistungsberechtigte wurde die Möglichkeit eröffnet, über Qualifizierungsmaßnahmen und Praktika ihre eigenen Fähigkeiten zu testen oder zu qualifizieren, um so die Voraussetzungen für den Zugang in den Arbeitsmarkt zu erweitern oder zu verbessern.

Dr. McGovern lobte schließlich die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KreisJobCenters und verwies darauf, dass erst vor zwei Wochen erstmals ein Vergleich der Daten zwischen den Arbeitsgemeinschaften und den von den Landkreisen und der Stadt Wiesbaden selbst verantworteten Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen möglich geworden war. In der von der Bundesagentur für Arbeit herausgegebenen Auflistung für das Land Hessen hatte das KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf demnach bei der Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung den Bestwert mit einer Quote von 25,1 Prozent aufgewiesen. Damit, so Dr. McGovern, sei noch einmal deutlich geworden, dass das System des integrierten Fallmanagements beim Landkreis Marburg-Biedenkopf sehr erfolgreich sei.
 

 
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