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Vielseitige Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien: Landkreis Marburg-Biedenkopf informiert über umfangreiche Aufgaben des Jugendamtes – Beteiligung an bundesweiter Aufklärungskampagne / Aktion steht unter dem Motto „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt“
(Pressemitteilung Nr. 196/2013 vom 04.06.2013)

Marburg-Biedenkopf – Bundesweit finden vor den Sommerferien Aktionen der Jugendämter statt, um deren oft noch unbekanntes umfangreiches Leistungs- und Angebotsspektrum einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die bundesweite Aktion „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt“ wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Die bundesweite Auftaktveranstaltung findet am 05. Juni in Berlin statt. Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern sieht mit einer Beteiligung des Landkreises an der Aktion eine gute Möglichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick zu bieten, welche Hilfe und Unterstützung sie durch das Jugendamt bekommen können.

„Die Arbeit der Jugendämter ist in der Öffentlichkeit oft nur wenig bekannt und leider auch mit Vorurteilen belegt. So werden sie häufig als die Behörde angesehen, die bei der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen entweder zu spät kommt oder völlig überzogen reagiert“, erläuterte Dr. McGovern. Darüber würden die Leistungen der Jugendämter vergessen, die jeden Tag von vielen engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht werden, wie beispielsweise im Bereich des Kinderschutzes, der Jugendarbeit oder der Beratung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien“.

Aufgabe des Jugendamtes ist die Förderung junger Menschen zu einer selbständigen und gesellschaftsfähigen Persönlichkeit sowie die Unterstützung von Eltern und Erziehungsberechtigten bei der Erziehung, Betreuung und Bildung von Kindern und Jugendlichen. Dabei setzt das Jugendamt auf vorbeugende und familienunterstützende Angebote, die dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für Familien zu schaffen.

„Im Bereich des Jugendamtes des Landkreises Marburg-Biedenkopf sind 89 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich sind auf Honorarbasis noch zahlreiche Personen mit unterschiedlichen Aufgaben, zum Beispiel im Rahmen der Betreuung und Bildung junger Menschen, engagiert. Das Haushaltsvolumen beträgt rund 31 Millionen Euro“, ergänzte Uwe Pöppler, der Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales r.

„Das Aufgabenspektrum unseres Jugendamtes reicht von der Organisation einer qualitätsvollen Kinderbetreuung über die Erziehungsberatung und den Schutz des Kindeswohls bis hin zur Förderung von Angeboten für Jugendliche im Rahmen der Kinder- und Jugenderholung, der außerschulischen Jugendbildung sowie der Unterstützung im Übergang von der Schule in den Beruf“, so Uwe Pöppler. An das Jugendamt können sich alle Menschen aus dem Landkreis wenden, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, wenn sie ein bestimmtes Anliegen haben oder in Notsituationen geraten sind.

Für Dr. McGovern hat sich die Aufgabenstellung und Arbeitsweise des gesamten Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales und damit auch des Jugendamtes hin zu einem modernen Dienstleistungsangebot gewandelt: In enger Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden wird ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsangebot vorgehalten, das sich an den Wünschen und am Bedarf des einzelnen Menschen orientiert.

Das Jugendamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf ist dem Fachbereich Familie, Jugend und Soziales zugeordnet. Die Aufgaben des Jugendamtes werden durch die Fachdienste „Allgemeiner Sozialer Dienst, Kita und Heime“, „Jugendförderung“, „Wirtschaftliche Jugendhilfe und Unterhaltsvorschuss“ sowie „Vormundschaftswesen“ erbracht.

Das Aufgabenspektrum des Allgemeinen Sozialen Dienstes ist sehr umfangreich. Die Beratung von jungen Menschen und deren Familien bei Fragen und Problemen der Erziehung und des Lebensalltags, die Mitwirkung in Gerichtsverfahren bei straffällig gewordenen Jugendlichen, die Sicherstellung des Kinderschutzes, Heimaufsicht, Fachberatung der Kindertagesstätten sowie die Aufgaben des Pflegekinder- und Adoptionsdienstes sind Arbeitsschwerpunkte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Fachdienst Jugendförderung richtet sich mit seinen Angeboten an junge Menschen bis zum 27. Lebensjahr. Die Organisation von Bildungsveranstaltungen sowie von Maßnahmen der Kinder- und Jugenderholung, die Beratung junger Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf, die Unterstützung der verbandlichen Jugendarbeit sowie die Geschäftsführung für das Kreisjugendparlament bilden wichtige Tätigkeitsfelder des Fachdienstes.

Der Fachdienst Wirtschaftliche Jugendhilfe und Unterhaltsvorschuss ist für die Erbringung der finanziellen Leistungen der vom Allgemeinen Sozialen Dienst vorgeschlagenen Maßnahmen zuständig sowie die Regelungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz für allein stehende Elternteile und ihre Kinder.

Wenn Eltern die Interessen ihrer Kinder nicht mehr vertreten können oder dürfen, bekommen die Kinder einen Vormund, der die gesamte elterliche Sorge oder vom Gericht bestimmte Teile davon ausübt. In dieser Situation ist der Fachdienst Vormundschaft gefragt. Außerdem bietet der Fachdienst Beratung und Unterstützung bei der Vaterschaftsfeststellung und der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen an. Auf Antrag organisiert er auch Beistand zur Klärung dieser Angelegenheiten.

„Durch Verfahren der Qualitätsentwicklung, Fortbildungen, wegweisende Projekte und einer Ausrichtung der Arbeit an den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen tragen wir durch die Arbeit des Jugendamtes mit dazu bei, dass die Angebote passgenau der Lebenssituation und den Bedarfen der jungen Menschen und ihrer Familien entsprechen“, erläuterte Dr. Karsten McGovern.

Uwe Pöppler, Dr. Karsten McGovern und Siegfried Heppner (v.l.n.r.) präsentieren das Plakat zur bundesweiten Aufklärungskampagne „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt“. Foto: Landkreis
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Uwe Pöppler, Dr. Karsten McGovern und Siegfried Heppner (v.l.n.r.) präsentieren das Plakat zur bundesweiten Aufklärungskampagne „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt“.
Foto: Landkreis
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