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Landrat Fischbach würdigte im Rahmen des Gemeindebesuchs das große ehrenamtliche Engagement in Biedenkopf – Auch wirtschaftliche Stärke der Stadt hervorgehoben
(Pressemitteilung Nr. 195/2013 vom 29.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Bürgermeister Joachim Thiemig empfing zusammen mit Vertretern des Stadtparlaments sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Landrat und einige seiner Führungskräfte. Landrat Fischbach besucht in unregelmäßigen Abständen innerhalb einer Legislaturperiode die Städte und Gemeinden im Landkreis, um sich vor Ort ein Bild von den neuesten Maßnahmen, Initiativen aber auch Problemen zu machen. „Ich finde es immer besser, wenn ich mir zusammen mit den Menschen vor Ort ein Projekt anschauen oder auch ein Problem besprechen kann. Das ist immer eindrücklicher als lediglich die Aktenlage zu studieren“, erläuterte Landrat Fischbach. Er lobte besonders das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Stadt Biedenkopf in den unterschiedlichsten Bereichen und hob auch die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in Biedenkopf hervor.

Als „Hinterländer Pioniere“ bezeichnete Landrat Fischbach die beiden Geschäftsführer der Firma FKM Sintertechnik Wallau, Jürgen Blöcher und Harald Henkel. Diese haben 1994 ihre Firma gegründet und sich seitdem ständig weiterentwickelt. Als Dienstleister für verschiedene Industriezweige fertigt die Firma funktionsfähige Teile aus Kunststoff und Metall. Dazu setzt sie ein Selective-Laser-Sintering-Verfahren ein, womit man direkt aus CAD-Daten heraus einen Prototyp oder voll funktionsfähige Kleinserien herstellen kann. Dieses schnelle und qualitativ hochwertige Verfahren demonstrierten die Geschäftsführer sehr eindrucksvoll. Für diese Technik bietet die Firma nach eigenen Angaben derzeit europaweit die größten Kapazitäten. Demnächst will die Firma nach einem Standortwechsel von Wallau nach Biedenkopf noch weiter expandieren. Landrat Fischbach wünschte der Firma weiterhin viel Erfolg.

Ebenfalls einen sehr positiven Eindruck hinterließ das Konzept des Rathaus-Kindergartens, dem „Haus der kleinen Entdecker“. Hier ist die Besonderheit, dass sich die Eltern sehr stark engagieren, den Verein tragen und sogar Personal einstellen. Der Kindergarten bekommt durch den derzeitigen Umbau im Rathaus sehr schöne und ansprechende Räumlichkeiten. Landrat Fischbach gratulierte der Stadt zu diesem Verein und dem großen Engagement der Eltern.

Der Anstoß zu einer Maßnahme im Stadtteil Kombach kam aus dem Demografieprojekt des Landkreises. Hier haben sich Bürgerinnen und Bürger besonders eingebracht und die Planungen und Umsetzung für einen Mehrgenerationenplatz vorangetrieben, den Ortsvorsteher Frank Platt vorstellte. Bereits entstanden ist ein multifunktionaler kleiner Sportplatz, es folgen unter anderem ein Bouleplatz, der im Winter auch als Eisfläche genutzt werden könnte, eine Kleinkinder-Sandfläche, Fitness-Outdoor-Geräte, ein Pavillon und anderes mehr. Es entsteht ein Platz, der für alle Generationen zum Treffpunkt werden kann. Er wird vom Land Hessen sowie aus dem LEADER-Programm mit einem Eigenanteil der Stadt Biedenkopf gefördert. Der Stadtteil Kombach ist der einzige mit einer derzeit wachsenden Bevölkerung in Biedenkopf, was auch für seine Attraktivität steht. Fischbach war sehr von dieser Anlage und dem Einsatz der Menschen in Kombach angetan.

In Wallau hat die Delegation dann von Beate Gerhard einiges über die Vorbereitungen zum 725-jährigen Jubiläum 2014 in Wallau erfahren. Hier gilt es insbesondere, den Gemeinschaftssinn im mit rund 3.600 einwohnerstärksten Stadtteil zu fördern. Ein großes und umfangreiches Programm wird hier zusammengestellt.

Abschließend erfolgte ein Gespräch mit den Feuerwehren. Stadtbrandinspektor Kai Michael Koch und sein Stellvertreter Martin Herterich sprachen einerseits über den Bedarfsentwicklungsplan mit den Problemen wie etwa der Tagesalarmbereitschaft, andererseits aber auch über das gute Miteinander. „Wir wollen eine Feuerwehr sein. Nur gemeinschaftlich sind wir stark“, so Koch. Landrat Fischbach machte deutlich, dass das Ehrenamt in der Feuerwehr etwas ganz Besonderes sei, denn die Feuerwehrleute müssten rund um die Uhr in Notsituationen einsatzbereit sein und das auch noch unter Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit. Das verdiene höchste Anerkennung.

Bürgermeister Joachim Thiemig dankte Landrat Fischbach für den Besuch in seinem letzten Dienstjahr. Er verdeutlichte, dass Biedenkopf die Wiege des Formenbaus sei und sowohl die Wirtschaft als auch das Ehrenamt hohe Priorität genießen. Als Bereicherung sieht er beispielsweise die Technische Hochschule Mittelhessen mit ihrem Standort in der Stadt und die Neugestaltung des Schlossinnenhofes des kreiseigenen Schlosses an, wo bald das Musical „Eingefädelt“ aufgeführt wird.

Landrat Fischbach nahm einen „sehr positiven Eindruck von der ‚Perle an der oberen Lahn` mit und bedankte sich bei allen, die sich die Zeit genommen hatten, die kleine Delegation des Kreises begleiteten.

Einer der beiden Geschäftsführer von FKM Sintertechnik Wallau, Jürgen Blöcher (li), erläuterte Landrat Robert Fischbach (re.) sowie Bürgermeister Joachim Thiemig die Herstellungsweise der außergewöhnlichen Firmenprodukte, wie hier etwa spezielle Schutzhüllen für Smartphones. Foto: Landkreis
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Einer der beiden Geschäftsführer von FKM Sintertechnik Wallau, Jürgen Blöcher (li), erläuterte Landrat Robert Fischbach (re.) sowie Bürgermeister Joachim Thiemig die Herstellungsweise der außergewöhnlichen Firmenprodukte, wie hier etwa spezielle Schutzhüllen für Smartphones.
Foto: Landkreis

Auf dem Foto in Kombach erläutert Ortsvorsteher Frank Platt (re.) Landrat Robert Fischbach (2.v.l.) sowie Bürgermeister Joachim Thiemig (li.) anhand einer Zeichnung die weiteren Planungen für den Mehrgenerationenplatz in Kombach. Foto: Landkreis
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Auf dem Foto in Kombach erläutert Ortsvorsteher Frank Platt (re.) Landrat Robert Fischbach (2.v.l.) sowie Bürgermeister Joachim Thiemig (li.) anhand einer Zeichnung die weiteren Planungen für den Mehrgenerationenplatz in Kombach.
Foto: Landkreis

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