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Informationsfahrt zur "Bürgerkommune"Eichstetten: Ein Dorf übernimmt den Generationenvertrag – Landrätin und Bürgermeister bekommen in Baden-Württemberg wichtige Impulse

(Pressemitteilung 193/2015 vom 28.05.2015)

Marburg-Biedenkopf – Gemeinsam mit Bürgermeistern aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie Vertreterinnen aus der Stabsstelle Altenhilfe und dem Fachdienst Bürgerbeteiligung der Kreisverwaltung besuchte Landrätin Kirsten Fründt eine Modellkommune, die bei der Entwicklung bürgernaher Altenhilfe bundesweit Vorbildfunktion hat: die 3.400-Einmwohner-Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl, unweit von Freiburg im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. In Eichstetten gibt es unter anderem eine ehrenamtlich getragene Seniorenwohnanlage, außerdem wird bürgerschaftliches Engagement intensiv gefördert.

Empfangen wurde die Delegation aus Marburg von Bürgermeister Bruder und seinem Vorgänger Gerhard Kiechle. Die an Gerhard Kiechle in seiner Amtszeit als Bürgermeister herangetragenen Wünsche nach wohnortnahen Hilfe- und Pflegeangeboten konnten nicht ignoriert werden. Unter dem Motto „Das Dorf übernimmt den Generationenvertrag“ ergriff Kiechle gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Initiative: Sie begannen, eine wohnortnahe und zukunftsfähige Altenhilfe in Eichstetten zu entwickeln.

Zum ersten Baustein – eine Bürgerhilfe für häusliche Assistenzdienste – kamen Schritt für Schritt weitere Angebote hinzu. Heute gibt es in Eichstetten einen niedrigschwelligen Hilfsdienst, eine ambulante Wohn-Pflegegruppe, Appartements für betreutes Wohnen und eine Begegnungsstätte. Alle Angebote werden in gemeinsamer Verantwortung von professionellen Diensten, Bürgern und Kommune organisiert und getragen.

Die Bürgergemeinschaft habe sich mittlerweile zum „Sozialunternehmen“ gemausert, berichtete Kiechle den Besuchern aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Insgesamt seien mehr als 100 Bürger und Bürgerinnen entgeltlich und unentgeltlich engagiert.

Eichstetten ist mittlerweile bundesweiter Anlaufpunkt für Menschen aus Politik und Gesellschaft geworden, die sich für die innovative Form der Gestaltung von Kommunalpolitik nach dem Modell der „Bürgerkommune“ interessieren. „Bürgerkommune“ bedeutet nicht nur mitbestimmen, sondern auch aktiv mit gestalten.

Landrätin Kirsten Fründt zeigte sich tief beeindruckt von dem Gestaltungswillen der kleinen Gemeinde am Kaiserstuhl. „Was die Eichstetter da auf die Beine gestellt haben ist beeindruckend. Wir haben viele Anregungen mitgenommen und werden mit den Bürgermeistern im Gespräch bleiben, welche Impulse für unseren Landkreis sinnvoll umzusetzen sind.“

Der Eichstetter Bürgermeister a.D. Gerhard Kiechle (li.) berichtete der Delegation aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf mit (v. li.) Bürgermeister Peter Funk (Münchhausen), Landrätin Kirsten Fründt, Bürgermeister Joachim Thiemig (Biedenkopf), Bürgermeister Peter Eidam (Weimar) und Bürgermeister Georg Gaul (Lohra) über die Entwicklung der wohnortnahen und zukunftsfähigen Altenhilfe in Eichstetten. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Der Eichstetter Bürgermeister a.D. Gerhard Kiechle (li.) berichtete der Delegation aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf mit (v. li.) Bürgermeister Peter Funk (Münchhausen), Landrätin Kirsten Fründt, Bürgermeister Joachim Thiemig (Biedenkopf), Bürgermeister Peter Eidam (Weimar) und Bürgermeister Georg Gaul (Lohra) über die Entwicklung der wohnortnahen und zukunftsfähigen Altenhilfe in Eichstetten.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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