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Bundesweiter „Tag der Organspende“ am 4. Juni soll informieren und aufklären – Das Motto: „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ / Akteure informieren in der Marburger Innenstadt über das Thema Organspende

(Pressemitteilung Nr. 192/2011 vom 30.05.2011)
Marburg-Biedenkopf – Alle acht Stunden stirbt in Deutschland ein Mensch, weil es für ihn keine Organspende gibt. 12.000 schwerkranke Menschen warten auf ein lebensrettendes Spenderorgan. „Hinter diesen Zahlen verbergen sich Schicksale. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen einen Organspender-Ausweis besitzen und sich zur Organspende bereit erklären. Organspender sind Lebensretter“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Dr. Karsten McGovern am Montag im Vorfeld des bundesweiten Tags der Organspende, der am kommenden Samstag, 4. Juni 2011, stattfindet.

Der Tag der Organspende ist ein wichtiger Tag der Aufklärung und Information. Jeder zweite Bundesbürger fühlt sich laut einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nicht ausreichend über Organspende informiert. Und obwohl die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr gestiegen ist, haben rund drei Viertel der Bevölkerung für sich noch keine Entscheidung getroffen, ob sie Organspender sein wollen oder nicht.

Dies wollen die Akteure am 4. Juni ändern: In Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Gesundheit des Kreises, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM), dem Förderverein für Dialysepatienten Marburg und dem Verein Dialysepatienten und Transplantierte wird an diesem Tag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr ein Informationsstand im Bereich obere Gutenbergstraße/Untergasse/Schlossbergcenter ein Informationsstand aufgebaut. Fachleute stehen dort für Fragen, Informationen und Hintergrundgespräche rund um das Thema Organspende zur Verfügung.

„Am Tag der Organspende geht es um Aufklärung und Information – und es geht darum, auf der das Schicksal der 12.000 schwerkranken Menschen aufmerksam zu machen, die auf eine lebensrettende Organspende warten“, sagte Dr. McGovern, der selbst auch einen Organspenderausweis besitzt.

Um den statistischen Zahlen und Fakten sowie den Berichten ein Gesicht zu geben, kamen zum Pressegespräch am Montag auch die Brüder Holger und Horst Arnold ins Landratsamt. Holger Arnold hat seinem Bruder Horst eine Niere gespendet und ihm damit das Leben gerettet. Sie haben ihre Geschichte erzählt. Eine Geschichte einer schweren Erkrankung, die Geschichte eines Leidensweges – und die Geschichte einer Rettung durch Organspende, eine so genante Lebendspende.

„Diese beiden Menschen machen deutlich, dass in dem Thema nicht nur Trauer oder Verzweiflung, sondern auch Hoffnung und Dankbarkeit Stecken“, machte Dr. McGovern deutlich.

Mehr als 100.000 Menschen konnte in den vergangenen 48 Jahren mit einer Transplantation geholfen werden. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation ist die Zahl derer, die nach ihrem Tod andere Menschen mit einer Organspende gerettet haben, im Jahr 2010 um 6,5 Prozent gestiegen. 1.296 Menschen haben demnach nach ihrem Tod Organe gespendet – 79 Menschen mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2010 4.326 Transplantationen durchgeführt. Im Jahr zuvor waren es noch 4.051. Damit haben sowohl die Zahl der gespendeten Organe als auch die der Transplantationen einen neuen Höchststand erreicht.
 

  Sie sagen "Ja" zur Organspende: Vertreter des Landkreises Marburg-Biedenkopf, des Marburger Universitätsklinikums, der Deutschen Stiftung Organspende, der Selbsthilfevereine sowie Betroffene werben für den den "Tag der Organspende", der am kommenden Samstag, 4. Juni 2011, stattfindet. An einem Informationsstand in der Marburger Innenstadt stehen Fachleute an diesem Tag Rede und Antwort. (Foto: Landkreis)
Sie sagen "Ja" zur Organspende: Vertreter des Landkreises Marburg-Biedenkopf, des Marburger Universitätsklinikums, der Deutschen Stiftung Organspende, der Selbsthilfevereine sowie Betroffene werben für den den "Tag der Organspende", der am kommenden Samstag, 4. Juni 2011, stattfindet. An einem Informationsstand in der Marburger Innenstadt stehen Fachleute an diesem Tag Rede und Antwort.
(Foto: Landkreis)

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