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Großes Interesse an einer möglichen Partnerschaft des Landkreises Marburg-Biedenkopf zur Region Alba in Italien – Die Klammer bilden die beiden Ferrerowerke in Stadtallendorf und Alba
(Pressemitteilung Nr. 192/2013 vom 31.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Europa gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dabei ist es aber auch wichtig, dass das gemeinsame Europa von den Menschen gelebt und getragen wird. Infolge der Eurokrise beginnt in den südlichen Staaten Europas eine eher kritische Diskussion um den Sparkurs, der vor allem von Deutschland verlangt wird. Persönliche Begegnungen sind daher umso wichtiger, um den Zusammenhalt der EU-Länder zu fördern. „Bei uns im Landkreis hat sich eine gute Möglichkeit über die vielfältigen und langjährigen Kontakte des aus Stadtallendorf stammenden Designers Horst Barthel zur Region Alba und zur Provinz (Landkreis) Cuneo ergeben“, erläuterte Landrat Robert Fischbach. Dafür bedankte er sich bei Horst Barthel. Interessant für den Landkreis Marburg-Biedenkopf ist die Region in Italien auch wegen der Verbindung des Ferrerowerkes in Stadtallendorf zum Stammsitz der Firma Ferrero in Alba.

Nach einem vorangegangenen Schriftwechsel mit dem in Alba wohnenden Minister für Tourismus, Sport und Bildung für die Region Piemont, Alberto Cirio, wurde ein kurzer Besuch des Landrats und des Bürgermeisters von Stadtallendorf, Christian Somogyi, sowie verschiedener Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung vereinbart, der jetzt stattgefunden hat. Herzlich empfangen wurde die Gruppe aus Deutschland vom Bürgermeister von Alba, Mauricio Marello, Minister Alberto Cirio, dem Vizepräsidenten der Provinz Cuneo, Giuseppe Rossetto, sowie verschiedenen Personen aus Politik und Verwaltung aus Alba und Umgebung.

Bürgermeister Marello sprach sich sehr für eine Partnerschaft mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf aber insbesondere auch mit der Stadt Stadtallendorf aus. Er hob die besondere wirtschaftliche Stellung des Piemont und der Region Alba für Italien hervor und betonte, dass man sich auch in der Eurokrise auf die Albeser verlassen könne.

Minister Cirio unterstrich das besondere Verhältnis zu Deutschland, das auch in der Eurokrise stabil bleibe. Er versprach sich viel von einer möglichen Zusammenarbeit der beiden Regionen insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Kultur sowie in der Jugendförderung. Landrat Robert Fischbach betonte die Bedeutung und die Chancen der regionalen Zusammenarbeit im Rahmen des zusammenwachsenden Europas. Solche Partnerschaften seien die Bausteine für das gemeinsame Haus Europa, zu dem es keine Alternative gäbe. In diesem Zusammenhang sprach der Landrat eine Gegeneinladung noch für dieses Jahr in den Landkreis Marburg-Biedenkopf aus.

Mit besonderer Freude wurde Pina Toson aus Stadtallendorf begrüßt, die 1960 als eine der ersten Mitarbeiterinnen in das neue Ferrerowerk nach Deutschland zog und immer noch dort wohnt, aber noch viele Verwandte und Freunde in der Region Alba hat.

Anschließend wurden die Besucher aus Marburg-Biedenkopf vom Präsidenten des Fremdenverkehrsamtes der Region Alba über die vielfältigen touristischen Angebote der Wein- und Trüffelregion informiert.

Eine besondere Ehre wurde Landrat Fischbach sowie Bürgermeister Somogyi und der Delegation am zuteil, als der Präsident Mario Strola sie in der Fondazione (= Stiftung) Ferrero empfing. Dieses einzigartige Sozialwerk ist eine Anlaufstelle für alle ehemaligen Mitarbeiter der Firma Ferrero, die vielfältige Angebote in den Bereichen Sport, Gesundheit und Kultur bereit hält. Die Besichtigung verstärkte den Eindruck, dass dort eine wirklich umfassende Betreuung der Menschen im Ruhestand in allen Lebenslagen erfolgt. Das Motto der Gründer aus der Ferrero-Familie lautet: „Arbeiten, Werte schaffen, schenken“. Beim gemeinsamen Abendessen auch mit ehemaligen Mitarbeitern des italienischen Ferrerowerkes wurde ein gutes Bild von den Vorzügen aber auch den demografischen Problemen der Region vermittelt.

Interessante Gespräche ergaben sich auch in drei kleineren Kommunen der Region, San Benedetto Belbo, Barbaresco und Verduno mit den dortigen Bürgermeistern. Dabei wurden erste gemeinsame Projekte im Bereich der Landwirtschaft/Landschaftspflege entwickelt. Natürlich konnten auch die großartige Landschaft und die die kulinarischen Vorzüge der Region die Gruppe aus Deutschland mehr als überzeugen.

„Gemeinsam wollen wir jetzt zum des Gegenbesuchs Ende August anlässlich des Stadtallendorfer Heimat- und Soldatenfests einladen. Wir gehen davon aus, dass sich dann der Gedanke einer Partnerschaft weiter konkretisieren lässt“, teilten Landrat Fischbach sowie Bürgermeister Somogyi mit. „Es ist gut, dass diese erste Begegnung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger beider Regionen entstanden ist. Diese sollten auch weiterhin der Motor für eine mögliche Partnerschaft bleiben. Politik und Verwaltung können dabei die notwendige Unterstützung leisten“, so Landrat Fischbach abschließend.

Sie haben großes Interesse an einer Partnerschaft zwischen der italienischen Region Alba und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (v. li.): Horst Barthel, Minister Alberto Cirio, Albas Bürgermeister Mauricio Marello, Landrat Robert Fischbach und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi. (Foto: Landkreis)
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Sie haben großes Interesse an einer Partnerschaft zwischen der italienischen Region Alba und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (v. li.): Horst Barthel, Minister Alberto Cirio, Albas Bürgermeister Mauricio Marello, Landrat Robert Fischbach und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi.
(Foto: Landkreis)
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