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Kinder, Eltern und Betreuungskräfte stellen der Grundschulbetreuung im Landkreis ein gutes Zeugnis aus – Landkreis Marburg-Biedenkopf befragt 1.500 Familien
(Pressemitteilung Nr. 190/2013 vom 29.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Im November 2012 erhielten 1.500 Familien im Landkreis Post aus der Kreisverwaltung. Gefragt war ihre Meinung zur Grundschulbetreuung, an der die Kinder teilnehmen. Aber nicht nur die Eltern waren gefragt, auch die Kinder selbst konnten auf einem eigens für sie entworfenen kindgerechten Fragebogen ihre Meinung zu den Räumen, zu den Öffnungszeit, zu den Betreuungskräften und zu den Aktivitäten während der Betreuungszeit äußern. Auch die Betreuungskräfte wurden zu den Punkten befragt.

Mit einem Rücklauf von fast 40 Prozent bei Kindern und Eltern – das waren immerhin 1.200 ausgefüllte Fragebogen aus dem gesamten Landkreis – und sogar über 73 Prozent bei den Betreuungskräften kann das Ergebnis als durchaus repräsentativ gewertet werden. „Unser Ziel war es, herauszufinden, welche Verbesserungen der Betreuungssituationen wir in Angriff nehmen sollten“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. In diesen Prozess müssten natürlich alle eingebunden werden, die Berührungspunkte zur Grundschulbetreuung haben. „Es macht keinen Sinn etwas zu planen oder zu verändern, das dann an Kindern, Eltern oder Betreuungskräften vorbei geht“, sagte Dr. McGovern.

Bei einigen Antworten weichen die Meinungen der Erwachsenen deutlich von denen der Kinder ab. Insbesondere bei der Bewertung der Räume, in denen die Kinder betreut werden, sahen die Eltern mit rund 23 Prozent und die Betreuungskräfte sogar mit rund 47 Prozent Handlungsbedarf. Bei den Kindern dagegen äußerten nur gut 4 Prozent, dass sie die Räume nicht gut finden. „Offensichtlich haben Kinder an dieser Stelle eine andere Wahrnehmung als wir Erwachsenen. Sich wohl fühlen scheint für Kinder ganz stark auch von anderen Faktoren abzuhängen als von der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten“, stellte Uwe Pöppler, Leiter des für die Grundschulbetreuungen beim Landkreis zuständigen Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, fest. „Gleichwohl wollen wir dort, wo es möglich ist, die räumlichen Verhältnisse verbessern“, sicherte Dr. McGovern zu.

Den größten Handlungsbedarf sehen die Verantwortlichen im Kreishaus jedoch bei der Ausweitung der Öffnungszeiten. Lediglich 50 Prozent der Eltern waren mit den derzeitigen Öffnungszeiten zufrieden, für etwa 31 Prozent passten die Öffnungszeiten eher nicht zur familiären Situation. Bei sogar 22 Prozent der Eltern, also bei fast jeder fünften Familie passen die aktuellen Betreuungszeitenzeiten gar nicht zum tatsächlichen Bedarf. „Hier wollen wir in den nächsten Wochen genauer auf die einzelnen Betreuungsstandorte schauen und gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort nach Lösungsmöglichkeiten suchen“, sagte Dr. McGovern. „Wir sind an dieser Stelle auch offen für ganz neue Möglichkeiten mit tageweise nutzbaren, zeitlich verlängerten Angeboten, entsprechenden neuen Tarifen bei den Elternbeiträgen oder neuen Kooperationspartnern“, so der stellvertretende Landrat.

Besonders erfreulich ist für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, dass Kinder und Eltern gleichermaßen mit der Arbeit der Betreuungskräfte zufrieden sind. 89 Prozent der Kinder finden ihre Betreuerinnen und Betreuer „toll“ und sogar 95 Prozent der Eltern halten die Kräfte für qualifiziert. „Das ist ein großes Lob für die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen und für unseren gesamten zuständigen Fachbereich in der Kreisverwaltung“, freute sich Dr. McGovern.

Stellten die Ergebnisse eine Befragung rund um das Thema Grundschulbetreuung vor (v. li.): Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Astrid Wolf und Xenia Bachmann vom zuständigen Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Kreises sowie der Fachbereichsleiter Uwe Pöppler.  (Foto: Landkreis)
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Stellten die Ergebnisse eine Befragung rund um das Thema Grundschulbetreuung vor (v. li.): Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Astrid Wolf und Xenia Bachmann vom zuständigen Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Kreises sowie der Fachbereichsleiter Uwe Pöppler.  (Foto: Landkreis)
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