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Erzieherinnen bilden sich fort: Kompetenzen erkennen und gezielt fördern – Erfolgreicher Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist eine gemeinsame Aufgabe
(Pressemitteilung Nr. 189/2013 vom 28.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Alle Kinder in den Grundlagen für das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen gezielt zu fördern, unabhängig vom Bildungsstand der Eltern, ist das Ziel der pädagogischen Fachkräfte in den Kindertagesstätten im Modellprojekt „StaBil: Starke Bildung“. Seit Sommer 2011 wird in vier Kindertagesstätten in Stadtallendorf und Kirchhain das Modellprojekt „StaBil: Starke Bildung“ zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Bildungsinstitut Bernd Reith (ibr) erfolgreich umgesetzt.

Das lebenswelt- und alltagstaugliche Konzept zeichnet sich durch ein Diagnoseverfahren der Basiskompetenzen für das Lesen, Schreiben, Rechnen ergänzt durch Förderhinweise, klar strukturierte Lern- und Fördermaterialien sowie einem individuellen Förderplan zur Dokumentation der Entwicklung des einzelnen Kindes aus. Das Projekt beinhaltet zusätzlich eine intensive Elternarbeit in Form von monatlichen Elternabenden und Elterngesprächen sowie eine Fortbildungsreihe der pädagogischen Fachkräfte.

Im Rahmen dieser Fortbildungsreihe fand am Samstag, 25. Mai 2013, in den Räumen der neuen Kinderkrippe im Kirchhainer Weg in Stadtallendorf ein Fortbildungsnachmittag zum Thema „Erfolgreicher Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule“ statt. Neben den pädagogischen Fachkräften aus den Projekt-Kitas waren auch die Lehrkräfte der aufnehmenden Grundschulen eingeladen. Ferner nahmen noch Fachkräfte aus den Kitas der Kontrollgruppen teil. Da das Projekt  wissenschaftlich ausgewertet wird durch das Institut für Schulpädagogik und Didaktik der Sozialwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Begrüßt wurden die rund 50 Teilnehmerinnen der Fachtagung durch den Hausherrn der Kinderkrippe, den Stadtallendorfer Bürgermeister Christian Somogyi sowie durch den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern als Projektträger.

„Ein erfolgreicher Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist die gemeinsame Aufgabe von Eltern, Kindern, Einrichtungen und Grundschule“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete, Dr. Karsten McGovern. „Wenn Kinder in die Schule kommen und wichtige sprachliche Fähigkeiten nicht ausreichend mitbringen, haben sie sofort Nachteile und können die Entwicklungsrückstände nur schwer aufholen. Den Kindertagesstätten kommt deshalb eine wichtige Rolle im Bildungsbereich zu, da dies in den Elternhäusern mitunter nicht ausreichend gefördert wird“, sagte Dr. McGovern. Das Projekt Stabil biete eine gute Möglichkeit die Kinder zu fördern und dies in den Kindertagesstättenalltag zu integrieren, der stellvertretende Landrat.

Nach einen Eingangsreferat zum Thema „Bildung von Anfang an – Individuelle Förderung – Fördern und fordern“ des Instituts Bernd Reith haben sich die Fachkräfte in Workshops mit den unterschiedlichen Lernbereichen wie mathematische Kompetenzen, visuelle Wahrnehmung oder Sprachförderung auseinandergesetzt. Es wurden Ideen, Übungen und Spiele gesammelt, mit denen die Kinder in den verschiedenen Kompetenzbereichen gezielt in der Kindertagesstätte, aber auch im häuslichen Rahmen gefördert werden können. Die so entstandene Ideensammlung wird durch das Projekt in einer Art Handbuch zusammengefasst, das dann zukünftig den Einrichtungen zur zielgerichteten Förderung der Kinder zur Verfügung steht.

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (3. v. li.) und Bernd Reith vom gleichnamigen Institut (3. v. re.) mit den Leiterinnen der Workshops sowie Mitarbeiterinnen des Instituts und der Kreisverwaltung bei der Fachtagung in Stadtallendorf.  (Foto: Landkreis)
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Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (3. v. li.) und Bernd Reith vom gleichnamigen Institut (3. v. re.) mit den Leiterinnen der Workshops sowie Mitarbeiterinnen des Instituts und der Kreisverwaltung bei der Fachtagung in Stadtallendorf.
(Foto: Landkreis)

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