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Die Otto-Ubbelohde-Preisträger des Jahres 2014 stehen fest – Randi Grundke, Hans-Heinrich Thielemann sowie das Naturkundehaus Lohra-Damm sind die diesjährigen Preisträger

(Pressemitteilung 187/2014 vom 22.05.2014)

Marburg-Biedenkopf – „Ich bin sehr von dem vielfältigen Engagement von Bürgerinnen und Bürgern und Vereinen; Gruppen sowie Initiativen im Kulturbereich im Landkreis angetan. Aus insgesamt 59 Vorschlägen hat die Jury dieses Jahr die Preisträger ermitteln müssen. Das auf der einen Seite viel Arbeit für die Jury, aber auf der anderen Seite bekommen Jurymitglieder interessante Einblicke in der hervorragende Arbeit den im Kulturbereich Aktiven“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt. Es sei sehr schwierig, aus den vielen guten Bewerbungen lediglich drei Preisträger zu ermitteln, aber auch in diesem Jahr ist es gelungen. Sie gratulierte den diesjährigen Preisträgern, die Anfang Juli im kreiseigenen Schloss in Biedenkopf den Preis in einer feierlichen Veranstaltung überreicht bekommen. Die diesjährigen Preisträger sind Randi Grundke aus Marburg, Hans-Heinrich Thielemann aus Kirchhain sowie das Naturkundehaus in Lohra-Damm.

Die Jury zur Vergabe des Otto-Ubbelohde-Preises hatte in ihrer Sitzung am 19. Mai 2014 die genannten Personen und den Verein dem Kreisausschuss für den Otto-Ubbelohde-Preis vorgeschlagen. Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am 21. Mai diese Vorschläge bestätigt. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Auch die Jury hob besonders die Qualität der Bewerbungen hervor.

Die Preisträger im Einzelnen:

Randi Grundke

Die Marburger Künstlerin Randi Grundke arbeitet seit 1986 als freischaffende Künstlerin in Marburg und setzt sich künstlerisch intensiv mit der Stadt Marburg, der Geschichte der Stadt und den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm auseinander. Die in Bad Pyrmont geborene und im Emsland aufgewachsene Randi Grundke hat in Kassel an der Hochschule für bildende Kunst studiert. Sie malt und gestaltet Portraits, Stadtansichten, Illustrationen. Märchenbilder, Stillleben, Collagen und vieles mehr und ist als Dozentin für Kunst und Gestaltung unter anderem auch für die vhs der Stadt Marburg tätig. Sie arbeitet in der KunstWerkStatt Marburg und bei dem Projekt KunstKoffer Marburg mit. Außerdem ist sie an Schulkooperationen sowie an Aktionskunstprojekten im öffentlichen Raum beteiligt. So betreut sie bei dem Projekt „Kunstkoffer“ Kinder in den sozialen Brennpunkten gratis und bietet ihnen schwellenlos an, künstlerisch zu wirken. In Anerkennung ihrer künstlerischen Leistung und für Ihr Engagement bei der Kunstvermittlung zeichnet der Landkreis Marburg-Biedenkopf Randi Grundke mit dem Otto-Ubbelohde-Preis 2014 aus.

Hans-Heinrich Thielemann

ist bzw. war er in vielen verschiedenen Vereinen ehrenamtlich engagiert und bemüht sich dabei insbesondere um die Vermittlung von Kunst in verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Hans-Heinrich Thielemann war mit einer der Ideengeber für die Entwicklung des Skulpturenpfades in Kirchhain. Von den derzeit 13 Skulpturen wurden zwei von ihm gestaltet. Im Rahmen seines Engagements für die Arbeiterwohlfahrt, aber auch in seinem privaten Bereich, setzt sich Herr Thielemann für die Kunst und die Menschen in seiner Heimatstadt Kirchhain und in der Stadt Gladenbach ein. So fand die Aktion „Kunst im Park" unter seiner Leitung bereits drei Mal in Gladenbach statt. Ziel dieses Projekts ist es, sowohl Menschen verschiedener Generationen als auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegezentrums der AWO Gladenbach mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Gladenbach durch künstlerisches Gestalten einander näherzubringen. Herr Thielemann engagiert sich außerdem im Verein „Arbeitskreis Dörfliche Kultur e.V., der sich zur Aufgabe macht, sich um die Erhaltung der Dörfer mit Umweltschutz-, Landschaftsschutz- und Denkmalschutzgedanken beizutragen. In Anerkennung seines sozialen Engagements im Rahmen der Kunstvermittlung, zeichnet der Landkreis Marburg-Biedenkopf Hans-Heinrich Thielemann mit dem Otto-Ubbelohde-Preis 2014 aus.

Naturkundehaus Lohra-Damm

Das Naturkundehaus in Lohra-Damm steht unter der Leitung des Vereins für Vogel- und Naturschutz Lohra e. V. und konnte 1994 nicht zuletzt durch über 2.300 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden von Seiten der Vereinsmitglieder eröffnet werden. Es dient als Informationszentrum über einheimische Tiere und Pflanzen. Einzelpersonen sowie Gruppen und Schulklassen können sich anhand von vielen Exponaten, einer ständigen und auch wechselnder Ausstellung über diese Organismen informieren und werden durch sachkundige Führungen durch das Naturkundehaus geleitet. Darüber hinaus werden fachkundige Exkursionen angeboten wie z.B. Vogelstimmenwanderungen, botanische und insektenkundliche Exkursionen, Pilzwanderungen, Waldspaziergänge und Spinneninformationen sowie alle zwei Jahre ein „Heidefest" am Rande des Naturschutzgebietes „Nanzhäuser Heide". Bauliche Veränderungen sowie Aus- und Umbau von Ausstellungsvitrinen sowie Ausbau des Dachbodens zu Nistgelegenheiten für Schleiereulen und Turmfalken wurden und werden fachkundig vorgenommen. Die Führungen durch das Naturkundehaus erfolgen meist durch Vorstandmitglieder. Das Naturkundehaus wird durch Besucher und Gäste belebt und aktiviert. So haben sich die Betreiber zur Aufgabe gemacht, ständig neue Ausstellungen über biologisch interessante und anspruchsvolle Themen zu kreieren. Sehr viele Veröffentlichungen setzten sich mit Flora und Fauna der Region eindrucksvoll auseinander. Sie informieren die Laien aller Altersklassen und erfreuen die „Profis“. Der Verein beteiligt sich mit dem Naturkundehaus zudem in vorbildlicher Weise bei verschiedenen Aktionen und Projekten wie etwa beim jeweils unter einem anderen Motto stehenden Museumssonntag des Landkreises. In Anerkennung des besonderen Engagements für die Vermittlung von Informationen zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt wird das durch den Verein für Vogel- und Naturschutz Lohra e.V. geführte Naturkundehaus Lohra-Damm mit dem Otto-Ubbelohde-Preis 2014 ausgezeichnet.

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