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Gemeinsame Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes und des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Teamgeist, Schnelligkeit und Fachwissen entscheiden: Feuerwehren treten zum Leistungsvergleich an – 20 Mannschaften waren bei den Feuerwehrleistungsübungen auf Kreisebene dabei – Teams aus Momberg und Rauischholzhausen qualifizieren sich für Regionalentscheid
(Pressemitteilung Nr. 187/2013 vom 25.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Zu einem sportlichen und fairen Leistungsvergleich sind 20 Feuerwehrmannschaften aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf am Samstag in Kirchhain angetreten. Die Mannschaft aus Neustadt Momberg belegte den 1. Platz, dicht gefolgt von dem Team aus Ebsdorfergrund-Rauischholzhausen. Beide Gruppen haben sich damit für den Regionalentscheid qualifiziert. Auf Platz drei folgte das Team Marburg-Michelbach I.

Im Hinblick auf die Aufgaben, die die Freiwilligen Feuerwehren bewältigen müssen, sollen die Feuerwehrleistungsübungen die in der Ausbildung bereits erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in Theorie und Praxis festigen, ergänzen und den allgemeinen Leistungsstand anheben. Der technische und sportliche Charakter der Feuerwehrleistungsübungen soll zudem Anreiz zu einem fairen Leistungsvergleich der Feuerwehren untereinander sein.

„Die Form der Feuerwehrleistungsübungen ist an die einsatzmäßigen Erfordernisse der Feuerwehr angelehnt. Nicht der reine Wettkampf nach Sekunden und Punkten, sondern vielmehr die fachliche Qualifikation und die Leistung des ganzen Teams im Umgang mit den feuerwehrtechnischen Geräten sowie die richtige Lösung der gestellten Aufgaben entscheiden über die Platzierung der Gruppen“, erläuterte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer die Arbeit der Feuerwehr-Teams.

Bestandteil der Feuerwehrleistungsübungen sind ein praktischer Übungsteil und ein theoretischer Leistungsteil, bei dem mit einem Fragebogen feuerwehrspezifisches Wissen zu Themen wie Brennen und Löschen, tragbare Leitern, Schlauchkunde, Feuerlöscher, Unfallverhütung oder Einsatzlehre überprüft wird: 15 Fachfragen müssen innerhalb von zehn Minuten beantwortet werden.

Beim praktischen Übungsteil stellen sich die teilnehmenden Teams einem realistischen Übungsszenario: Angenommen wird ein Brand in einem Wohnhaus. Eine Person wird in dem Gebäude vermisst, das Feuer droht auf andere Gebäudeteile überzugreifen. „Die Übungsziele sind dabei die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff sowie die Verhinderung eines sogenannten Feuerüberschlags, also das Ausbreiten der Flammen“, sagte Lars Schäfer.

Es können Mannschaften bestehend aus neun Feuerwehrleuten („Löschgruppe“) oder die nächst kleinere Einheitsform, die Staffel (bestehend aus sechs Feuerwehrleuten), die Übung absolvieren. Die Einsatzkräfte in Löschgruppen und Staffeln sind in Trupps mit genau definierten Aufgaben aufgeteilt. So muss zum Beispiel ein Trupp unter Atemschutz die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff übernehmen. Ein zweiter Trupp geht über tragbare Leitern vor und verhindert ein Übergreifen des Feuers. „Die gestellten Aufgaben kommen einem realistischen Einsatzgeschehen sehr nahe und decken fast alle Herausforderungen ab, die uns bei einem Wohnungsbrand begegnen können“, erläuterte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Die Aufgaben der Trupps werden von Schiedsrichtern beurteilt und bewertet. Dabei werden für richtig ausgeführte Maßnahmen Punkte vergeben – Maximal 100 Punkte können erreicht werden. Die Schiedsrichter kommen aus anderen Landkreisen. Die Zeitvorgabe für die Löschgruppe beträgt dabei 7,5 Minuten, eine Staffel hat 8,5 Minuten Zeit. Insgesamt nahmen 20 Mannschaften an den Leistungsübungen teil. Die beiden besten Mannschaften haben sich für den Regionalentscheid des Regierungspräsidiums qualifiziert und haben dort die Chance, ein Ticket für den Landesentscheid zu lösen.

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern gratulierte den Gewinnermannschaften und dankte den Teams für ihre Teilnahme und die intensive Vorbereitung auf diesen Wettkampf. „Die Feuerwehrleitungsübungen zeigen, dass wir auf schlagkräftige und leistungsfähige Feuerwehren hier im Landkreis zählen können“, so Dr. McGovern. Der Wettkampf habe wieder deutlich gemacht, dass die Freiwilligen Feuerwehren eine tragende Säule der Gefahrenabwehr seien. Der Kirchhainer Wehr dankte er für die Ausrichtung des Wettkampfs.


Die Mannschaften aus Momberg und Rauischholzhausen qualifizierten sich für den Regionalentscheid. Gruppenbild der Sieger mit Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (re.), dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (2. v. re), dem Kirchhainer Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis (li.) und Übungsleiter Kreisbrandmeister Thorsten Thierbach (2. v. li.). Foto: Landkreis
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Die Mannschaften aus Momberg und Rauischholzhausen qualifizierten sich für den Regionalentscheid. Gruppenbild der Sieger mit Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (re.), dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (2. v. re), dem Kirchhainer Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis (li.) und Übungsleiter Kreisbrandmeister Thorsten Thierbach (2. v. li.).
Foto: Landkreis
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