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Kreis ernennt ehrenamtliche Führungskräfte für die Gefahrenabwehr – Eine Leitende Notärztin, zwei Organisatorische Leiter Rettungsdienst und ein Kreisbrandmeister ergänzen Sicherheitssystem in Marburg-Biedenkopf

(Pressemitteilung 187/2017 vom 19.05.2017)

Marburg-Biedenkopf – Mit der Ernennung von Führungskräften für Rettungsdienst und Feuerwehr hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf seine Gefahrenabwehr weiter gestärkt. Landrätin Kirsten Fründt und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer überreichten Dr. Susanne Betz die Ernennungsurkunde zur Leitenden Notärztin, Frank Keßler und Henning Peter sind nun Organisatorische Leiter Rettungsdienst und Daniel Thomé wurde zum Kreisbrandmeister ernannt. Michael Heimann wurde als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst verabschiedet.

„Diese Führungskräfte sind tragende Säulen in unserem System der Gefahrenabwehr“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. Insbesondere bei großen und komplexen Einsatzlagen spielten sie eine wichtige Rolle, um diese Einsätze erfolgreich zu meistern.

So kommt den Leitenden Notärzten bei größeren Einsatzlagen die Aufgabe zu, den Zustand von Verletzten und Betroffenen schnell und richtig einzuschätzen, um dann festzulegen, welcher Patient vordringlich behandelt und ins Krankenhaus transportiert werden muss. Außerdem beraten sie die Einsatzleitung zu medizinischen Fragen. „Neben großer medizinischer Fachkenntnis erfordert diese Aufgabe auch Erfahrung und eine spezielle Zusatzausbildung, denn die Entscheidungen, die der Leitende Notarzt trifft, können sehr weitreichend sein“, erläuterte Lars Schäfer.

Susanne Betz, die das Team der Leitenden Notärzte des Landkreises Marburg-Biedenkopf jetzt verstärkt, ist Oberärztin am Zentrum für Notfallmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) und auch regelmäßig als Notärztin im Einsatz.

Frank Keßler und Henning Peter ergänzen das Team der Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Marburg-Biedenkopf. In dieser Funktion sind sie bei größeren oder auch komplexen Einsatzlagen für die Organisation und Logistik des Rettungsdiensteinsatzes zuständig. Sie bilden dabei mit dem Leitenden Notarzt ein Team und planen zum Beispiel den Transport von Verletzten, organisieren in Zusammenarbeit mit der Zentralen Rettungsleitstelle die Aufnahme von Verletzten in verschiedene Krankenhäuser und sind für den Einsatzleiter Ansprechpartner in allen rettungsdienstlichen Fragen. Neben der Ausbildung zum Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter sind für diese Aufgabe auch langjährige Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und eine Zusatzausbildung erforderlich.

Frank Keßler und Henning Peter sind Mitarbeiter der DRK-Rettungsdienst Mittelhessen GmbH.

„Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst kommen zum Beispiel bei Unfällen mit mehreren Verletzten, Bränden mit mehreren Betroffenen oder Verletzten und anderen größeren Lagen zum Einsatz, die eine besondere Führungsstruktur erfordern“, erläuterte der Kreisbrandinspektor. Dadurch würden die Notärzte und Rettungsdienstkräfte, die ohnehin im Einsatz sind, entlastet.

Zum ehrenamtlichen Kreisbrandmeister wurde der Diplom-Ingenieur Daniel Thomé aus Gladenbach ernannt. Die ehrenamtlichen Kreisbrandmeister unterstützen den Kreisbrandinspektor in speziellen Fragestellungen, etwa zu den Themen Ausbildung, Atemschutz oder Technik, und sie nehmen auch Führungsfunktionen im Einsatz wahr. „In erster Linie haben sie eine Unterstützungs- und Beratungsfunktion für die örtlichen Einsatzleiter. Bei größeren Einsätzen, etwa wenn die Brandschutzaufsicht des Kreises die Einsatzleitung übernimmt, setze ich die Kreisbrandmeister als so genannte Abschnittsleiter ein, die dann verschiedene Aufgaben steuern und übernehmen können“, so Schäfer. Die Arbeit der Kreisbrandmeister diene in erster Linie auch der Entlastung der örtlichen Führungskräfte, ein Prinzip, das sich in der Vergangenheit bewährt habe. Neben einer fundierten feuerwehrtechnischen Ausbildung verfügen die Kreisbrandmeister auch über ein hohes Maß an Einsatzerfahrung.

„Das besondere an den Funktionen der Leitenden Notärzte, der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und der Kreisbrandmeister ist, dass sie diese Aufgaben ehrenamtlich übernehmen. Für den Landkreis Marburg-Biedenkopf ist es deshalb wichtig, dass es Menschen gibt, die diese Aufgaben übernehmen. Dafür bedanke ich mich im Namen des Kreisausschusses und auch ganz persönlich“, stellte Landrätin Fründt fest.

Während rund um die Uhr ein Leitender Notarzt und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst für den Landkreis zuständig sind, sind die Einsatzgebiete der Kreisbrandmeister regional untergliedert: in das Hinterland, den Ostkreis, den Nordkreis und den Südkreis.

Michael Heimann aus Fronhausen war über viele Jahre – seit 1995 – als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst für den Landkreis Marburg-Biedenkopf im Einsatz. „Er war nicht nur einer der Pioniere dieses Systems in der Region sondern auch verlässliche Größe und Ansprechpartner für den Landkreis“, sagte Lars Schäfer.

Gemeinsam für mehr Sicherheit im Landkreis Marburg-Biedenkopf: (v. li.) Lars Schäfer (Kreisbrandinspektor), Maik Klein (Leiter der Rettungsleitstelle), Frank Keßler (neuer Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Dr. Susanne Betz (neue Leitende Notärztin), Henning Peter (neuer Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Dr. Birgit Plöger (Zentrum für Notfallmedizin), Michael Heimann (ehemaliger Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Landrätin Kirsten Fründt und Daniel Thomé (neuer Kreisbrandmeister).   (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Gemeinsam für mehr Sicherheit im Landkreis Marburg-Biedenkopf: (v. li.) Lars Schäfer (Kreisbrandinspektor), Maik Klein (Leiter der Rettungsleitstelle), Frank Keßler (neuer Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Dr. Susanne Betz (neue Leitende Notärztin), Henning Peter (neuer Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Dr. Birgit Plöger (Zentrum für Notfallmedizin), Michael Heimann (ehemaliger Organisatorischer Leiter Rettungsdienst), Landrätin Kirsten Fründt und Daniel Thomé (neuer Kreisbrandmeister).  

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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