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Erfolgreiche Suche nach gemeinsamer Lösung: Therapeutische Frühförderung am Kinderzentrum Weißer Stein geht weiter – Neues und tragfähiges Konzept / Landkreis Marburg-Biedenkopf und Universitätsstadt Marburg unterstützen Angebot

(Pressemitteilung 183/2014 vom 20.05.2014)

Marburg-Biedenkopf – Nach dem Anfang des Jahres das Angebot der therapeutischen Frühförderung für Kinder mit Behinderungen beim Kinderzentrum Weißer Stein vor dem Aus stand, haben der Landkreis Marburg-Biedenkopf, das Kinderzentrum und die Universitätsstadt Marburg eine gemeinsame Lösung gefunden, um dieses wichtige Angebot weiterführen zu können. Ab 1. Januar 2015 steht das Angebot auf einer neuen und stabilen Grundlage. Der Landkreis wird sich fortan mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro an der therapeutischen Frühförderung beteiligen. Die Universitätsstadt Marburg steuert 12.500 Euro bei. An der Qualität des Angebots wird sich grundsätzlich nichts ändern, was insbesondere für die Kinder und deren Eltern eine gute Nachricht ist.

„Wir freuen uns, dass es uns in enger Zusammenarbeit und Abstimmung gemeinsam gelungen ist, die therapeutische Frühförderung weiter zu sichern und das Angebot der interdisziplinären therapeutischen Versorgung an Förderschulen weiter aufrecht erhalten können“, erklärten Landrätin Kirsten Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern sowie Helmut Koch und Markus Brück vom Kinderzentrum Weißer Stein übereinstimmend bei der Vorstellung des neuen Konzepts.

Ab Januar 2015 werden die drei Säulen der therapeutischen Frühförderung, die Logopädie, die Physiotherapie und die Ergotherapie, von je einer festangestellten Kraft betreut. Der darüber hinaus entstehenden Bedarf an Förderschulen wird mit Honorarkräften oder durch die Zusammenarbeit mit niedergelassen Praxen sichergestellt. Auch für den Rest des Jahres 2014 ist eine Lösung auf den Weg gebracht worden, hier laufen noch letzte Abstimmungsgespräche.

Zum Ende des vergangenen Jahres war deutlich geworden, dass sich das therapeutische Angebot in der bisherigen Form nicht mehr trägt. Es wurde zu diesem Zeitpunkt schnell klar, dass sich die sehr stark interdisziplinär ausgerichtete therapeutische Arbeit nur die Abrechnung mit den Krankenkasse allein nicht länger finanzieren lässt.

Für das Jahr 2013 war ein erhebliches Defizit entstanden, das sich für 2014 noch auszudehnen drohte. Dies hatte das Kinderzentrum als Träger des Angebotes und den Vorstand als Verantwortliche für den Gesamtverein im Dezember 2013 zum Handeln gezwungen. Eine Weiterführung war wegen des großen finanziellen Verlusts und des finanziellen Risikos nicht mehr möglich. Der therapeutische Bereich musste geschlossen und den insgesamt sechs Therapeuten fristgerecht und betriebsbedingt im Januar 2014 zum 30. Juni 2014 gekündigt werden. Dies war für alle Beteiligten eine sehr schwere und weitreichende Entscheidung.

Noch im Januar 2014 haben dann erste gemeinsame Gespräche mit den Verantwortlichen des Landkreises stattgefunden. „Wir haben von Anfang sehr deutlich gemacht, dass dieses besondere Angebot für die therapeutische Arbeit mit behinderten Kindern in der Frühförderung und an Förderschulen für uns sehr wichtig ist und wir großes Interesse an der Weiterführung haben“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Der Landkreis habe dabei auch signalisiert, sich an der Deckung der Finanzierungslücke zu beteiligen, soweit das Defizit durch die interdisziplinäre Arbeit der Therapeuten entsteht. „Es ist für die Kinder und die Eltern von außerordentlicher Wichtigkeit, die besonderen Bedürfnisse und Notwendigkeiten bei der therapeutischen Versorgung sicherzustellen“, ergänzte Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales beim Landkreis Marburg-Biedenkopf.

„In enger Zusammenarbeit ist es uns dann auch relativ schnell gelungen, eine für die Zukunft tragfähige und vor allem finanzierbare Lösung zu finden“, sagte Helmut Koch, Vorstandssprecher und kaufmännischer Vorstand beim Kinderzentrum Weißer Stein. Damit könnten die therapeutische Frühförderung und Teile der therapeutischen Versorgung an Förderschulen abgedeckt werden. Aktuell finden Verhandlungen mit den betroffenen Schulen und Therapeutinnen statt, um ab 1. Juli 2014 die dort stattfindende Therapie in gewohntem Umfang, aber unter den neu ausgehandelten Voraussetzungen stattfinden zu lassen.

„Der Verein Kinderzentrum Weißer Stein ist sehr erleichtert und zufrieden, dass es zu diesem positiven Ergebnis für die betroffenen Kinder und Eltern gekommen ist“, erklärten Helmut Koch und Markus Brück, die sich im Namen des Vorstands des Kinderzentrums bei der Landrätin und dem Ersten Kreisbeigeordneten für die freundliche, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit in den Sitzungen und Arbeitskreisen bedankten.

Freuen sich, dass das Therapie-Anegbot in Umfang und Qualität erhalten bleiben kann: (v.li.) Markus Brück und Helmut Koch vom Kinderzentrum Weißer Stein sowie Landrätin Kirsten Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Das Kinderzentrum begleitet rund 7.000 Therapie-Stunden im Jahr und betreut dabei kreisweit rund 300 Kinder mit Behinderungen. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Freuen sich, dass das Therapie-Anegbot in Umfang und Qualität erhalten bleiben kann: (v.li.) Markus Brück und Helmut Koch vom Kinderzentrum Weißer Stein sowie Landrätin Kirsten Fründt und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Das Kinderzentrum begleitet rund 7.000 Therapie-Stunden im Jahr und betreut dabei kreisweit rund 300 Kinder mit Behinderungen.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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