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Gemeinsame Pressemitteilung: Neu in Marburg: Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge – Gemeinsam von Landkreis und Arbeitsagentur betriebenes Kooperationsprojekt startet am 1. Juni 2015

(Pressemitteilung 183/2015 vom 21.05.2015)

Marburg-Biedenkopf – Ab dem 1. Juni 2015 startet das Kooperationsprojekt Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge Marburg-Biedenkopf durch das KreisJobCenter des Landkreises und der Arbeitsagentur Marburg. Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow und der Bereichsleiter der Arbeitsagentur Marburg, Gerhard Wenz, informierten über das neue Projekt.

„Das neue Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge ist als gemeinsames Projekt unseres KreisJobCenters und der Arbeitsagentur Marburg initiiert worden, um frühzeitig eine Arbeitsmarktintegration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern realisieren zu können“, so Zachow, was natürlich ganz in unserem Sinne ist. „Es geht um eine Anlaufstelle für Informationen rund um Arbeitsgenehmigung, Arbeitssuche und -vermittlung, Förderung der Arbeitsaufnahme, Qualifizierung und Anerkennung von Abschlüssen, die auf den Weg gebracht wird“, erläuterte Wenz.

Beide sind sich dahingehend einig, dass das Projekt zeitgemäß und vorausschauend ist und sowohl für die Gesellschaft als auch für den Arbeitsmarkt von Nutzen sein wird.

Die Ziele des Arbeitsmarktbüros sind auf der einen Seite vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Flüchtlingen im Landkreis Marburg-Biedenkopf und auf der anderen Seite aufgrund des Bedarfs an Arbeitskräften zu sehen. So geht es um eine frühzeitige Identifikation der Potenziale der Flüchtlinge für den Arbeits- bzw. für den Ausbildungsmarkt. Es geht um eine aktive frühzeitige Einbindung in Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration und um Transparenz in der Arbeitsmarktberatung von Arbeitgebern.

Rechtkreisübergreifend ist die Zusammenarbeit unter Einbindung externer und interner Fachberaterinnen und Fachberater auf die Einrichtung von Sprachkursen, Qualifizierungsangeboten und Integrationsstrategien fokussiert. Arbeitsagentur und Landkreis sind sich sicher, dass die Zusammenarbeit der Akteure den Wissenstransfer und die Kompetenzerweiterung bei den Beteiligten ermöglichen wird.

„Das wird zudem die Wege verkürzen, etwa zwischen Arbeitsagentur, KreisJobCenter und Ausländerbehörde und es dürfte Prozesse und Entscheidungen zugunsten einer schnellst möglichen arbeitsmarktlichen und gesellschaftlichen Integration von Flüchtlingen und Migranten beschleunigen“, verdeutlichte Joachim Hikade, stellvertretender Leiter des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf. Seiner Meinung nach geht es darum, die Potenziale zu erkennen und festzustellen, wie viele Flüchtlinge bereits ausgebildet sind. Er geht davon aus, dass viele Flüchtlinge gerne arbeiten würden und hier gelte es, entsprechend zu unterstützen. Das Projekt biete dazu einen guten Ansatz.

„Wir erleben seit geraumer Zeit, wie stark auf unserem Arbeitsmarkt die Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal ist. Fachkräfteknappheit ist immer wieder das Thema bei heimischen Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, auch das Können und Wissen von Flüchtlingen und Migranten schnell nutzbar zu machen für die qualifizierte Mitarbeit. Immer mehr Arbeitgeber wollen das Potenzial von Menschen mit ausländischer Qualifizierung nutzen und fragen danach, wie deren Zugangswege aussehen. Als erstes muss in der Regel an der Sprache gearbeitet werden; sobald die Deutschkenntnisse ausreichend sind, kann arbeitsmarktlich koordiniert werden hinsichtlich Vermittlung, eventuell mit Förderung oder unter Nutzung von Qualifizierungsangeboten“ sagte Gerhard Wenz,.

Räumlich befindet sich das neue Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge in der Agentur für Arbeit, Afföllerstr. 25, 35039 Marburg, Raum 27, Erdgeschoss.

Sie stellten das neue Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge in Marburg vor (v.l.n.r.): Dr. Mohammad-Reza Malmanesh (Arbeitsagentur), Gerhard Wenz (Bereichsleiter Arbeitsagentur), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Joachim Hikade (KreisJobCenter) und Claus Schäfer (Büro für Integration des Kreises). Foto: Landkreis

Sie stellten das neue Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge in Marburg vor (v.l.n.r.): Dr. Mohammad-Reza Malmanesh (Arbeitsagentur), Gerhard Wenz (Bereichsleiter Arbeitsagentur), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Joachim Hikade (KreisJobCenter) und Claus Schäfer (Büro für Integration des Kreises).

Foto: Landkreis

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