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Schablonen für Wäschestickerei mit Tusche und Deckchen sind das Exponat des Monats Juni – Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf zeigt 100 Jahre altes Utensil
(Pressemitteilung Nr. 178/2013 vom 31.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Bei den Exponaten des Monats Juni 2013 im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf handelt es sich um verschiedene Schablonen zum Besticken von Wäsche, eine Verkaufsverpackung für Schablonen, Tusche, Pinsel und bestickte Deckchen. Die Objekte wurden von einer Bürgerin aus Biedenkopf an das Hinterlandmuseum gestiftet. Sie stammen aus dem Besitz ihrer Mutter und entstanden wahrscheinlich zwischen 1910 und 1920.

Der Aufdruck auf der originalen Verkaufsverpackung weist dreisprachig auf den Inhalt: „Schablonen für Wäschestickerei“, „Patrons pour broder le ligne“ und „Stencils for embreidering linen“. (hier ist wohl das Verb „to embroider“ = besticken gemeint). Der Herstellungsort ist durch die Beschriftung „Made in Germany“ ausgewiesen. Mit roter Stempelfarbe wurde zudem die Bemerkung „Modern“ auf eine der Schmalseiten gestempelt sowie handschriftlich mit Bleistift die Zahl „19“ notiert. Auf der Deckelinnenseite sind die handschriftlich mit einer Schablone spiegelverkehrt aufgebrachten Buchstaben „E.B.“ zu lesen.

In der Verkaufsverpackung befanden sich zwei dünne Kupferblechtäfelchen mit den eingestanzten Schablonen des Alphabetes in Großbuchstaben, wobei X und Y fehlen. Zudem wurde auf die Täfelchen die Nummer. „19“ eingestanzt. Als Stickvorlage dienten der ehemaligen Besitzerin die Buchstaben A., B., E., H., K., P und S. Da sie Tusche verwandte, um diese Buchstaben auf den Stoff zu übertragen, haben sich an dieser Stelle Tuschereste an der Schablone erhalten. Ebenfalls in der Verpackung lag eine Schablone aus Kupferblech für die Zahlen von Null bis Neun sowie drei hufeisenförmige Bögen.

In zwei etwas größere Blechschablonen wurden Initialen unterschiedlicher Größe mit geschwungenen Druckbuchstaben und auch im Kreuzstichmuster gestanzt. Es handelt sich um die Buchstaben „EB“ auf der einen und „HB“ auf der anderen Schablone.

Die Initialen wurden also zunächst mittels Schablone und Tusche auf den Stoff übertragen und dann mit Garn gestickt.

Das Besondere an dem gestifteten Konvolut ist, dass hierzu auch einige Textilien gehören, die mit Hilfe dieser Schablonen bestickt wurden. So ein weißes Tuch, auf das mit weißem Stickgarn die Initialen „HB“ gestickt wurden und ein Taschentuch mit grünem und pinkfarbenem Druckmuster mit den Initialen „EB“.

Das Hinterlandmuseum im kreiseigenen Schloss Biedenkopf ist täglich außer montags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Bei den Exponaten des Monats Juni 2013 im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf handelt es sich um verschiedene Schablonen zum Besticken von Wäsche, eine Verkaufsverpackung für Schablonen, Tusche, Pinsel und bestickte Deckchen. (Foto: Landkreis)
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Bei den Exponaten des Monats Juni 2013 im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf handelt es sich um verschiedene Schablonen zum Besticken von Wäsche, eine Verkaufsverpackung für Schablonen, Tusche, Pinsel und bestickte Deckchen. (Foto: Landkreis)
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Bei den Exponaten des Monats Juni 2013 im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf handelt es sich um verschiedene Schablonen zum Besticken von Wäsche, eine Verkaufsverpackung für Schablonen, Tusche, Pinsel und bestickte Deckchen.
(Fotos: Landkreis)

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