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Gegenseitiges Verständnis hilft Landwirten und Radfahrern – Werbung für mehr Rücksicht auf gemeinsam genutzten Wegen

(Pressemitteilung 177/2015 vom 20.05.2015)

Marburg-Biedenkopf – Die Sommerzeit nutzen nicht nur die Radfahrer für ihre Ausflüge. Sommerzeit ist auch die Hochzeit der Landwirtschaft, auf Feldern, Wiesen und Äckern wird gearbeitet – mit landwirtschaftlichen Maschinen und Traktoren. Für ein faires Miteinander zwischen Landwirten und Radfahrern auf gemeinsam genutzten Wegen werben der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Kreisbauernverband, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und die TOuR-GmbH Marburg-Biedenkopf.

„Wir möchten dabei helfen, Konflikte zwischen Landwirten und Radfahrern zu entschärfen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen“, betonte Landrätin Kirsten Fründt. Wenn zwei Gruppen mit unterschiedlichen Interessen die gleichen Wege nutzen, seien gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme wichtig. Dafür werde auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf künftig verstärkt werben.

„Die schöne Landschaft ist das Potenzial der Region – die Landschaft wird jedoch von den Landwirten gepflegt. Ohne Landwirtschaft keine gepflegte Landschaft und ohne schöne Landschaft kein Fahrrad-Tourismus“, brachte es Dieter Hoffarth, Landwirt aus Lohra, auf den Punkt. „Wenn in der Erntezeit Regen droht, dann muss es auch mal zügig gehen, da ist es schwer, mit dem Traktor über mehrere Kilometer hinter einem langsamen Radfahrer herzufahren, der nicht mal kurz an die Seite fährt“, schildert er eine typische Situation.

Er und seine Frau Claudia haben Verständnis dafür, dass ein Radfahrer nicht in kniehohe Brennnesseln springen könne, um einem Traktor auszuweichen. Die Landwirte, die mit Traktoren, Anhängern oder anderen landwirtschaftlichen Großgeräten unterwegs sind, hätten es aber ungleich schwerer, auf den mitunter schmalen Wegen zu manövrieren. Man könne mit einem zehn oder mehr Tonnen schweren Gefährt aber mal nicht eben auf den Grünstreifen ausweichen, machten sie deutlich.

„Die Interessen der Landwirte und die der Radfahrer haben ihre Berechtigung. Man kann sich kurz verständigen, der eine wartet oder hält an einer geeigneten Stelle kurz an, um den anderen passieren zu lassen – mit Vernunft und Verständnis können Landwirte und Radfahrer solche Situationen leicht lösen“, bekräftige die Landrätin. Sie verwies auch auf das wirtschaftliche Potenzial für Gastronomie und Einzelhandel, das Fahrrad-Touristen in die Region bringen würden.

„Wir pochen nicht auf unsere Vorfahrt – allerdings dienen diese Wege auch der Landwirtschaft und sie werden oft auch von den Landwirten in Schuss gehalten, um sie nutzen zu können“, erläuterte Karin Lölkes, Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Marburg-Biedenkopf. Landwirte würden ja nicht zum Spaß mit Traktoren oder anderen Geräten auf diesen Wegen fahren. Es sei ihr Beruf und mit ihrer Arbeit würden sie letztlich auch der Allgemeinheit nutzen, zum Beispiel durch Anbau und Ernte von Getreide als Nahrungsmittel. Auch sie ist sich sicher, dass gegenseitiges Verständnis helfen könne.

Wolfgang Schuch vom Allgemeinen Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) riet dazu, sich einmal in die Perspektive des jeweils anderen hineinzuversetzen. So lasse sich oft Verständnis erzielen.

Bildunterschrift:

Sie werben gemeinsam für Verständnis und gegenseitige Rücksiucht zwischen Landwirten und Radfahrern: (v. li.) Thomas Meyer (Radweg-Koordinator der TOuR-GmbH), Landrätin Kirsten Fründt, Claudia Hoffarth und Wolfgang Schuch Allgemeinen Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) sowie (auf dem Traktor) Karin Lölkes (Bauernverband Marburg-Biedenkopf) und Felix Hoffarth.

Sie werben gemeinsam für Verständnis und gegenseitige Rücksicht zwischen Landwirten und Radfahrern: (v. li.) Thomas Meyer (Radweg-Koordinator der TOuR-GmbH), Landrätin Kirsten Fründt, Claudia Hoffarth und Wolfgang Schuch, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) sowie (auf dem Traktor) Karin Lölkes (Bauernverband Marburg-Biedenkopf) und Felix Hoffarth.  Foto: Landkreis

Sie werben gemeinsam für Verständnis und gegenseitige Rücksicht zwischen Landwirten und Radfahrern: (v. li.) Thomas Meyer (Radweg-Koordinator der TOuR-GmbH), Landrätin Kirsten Fründt, Claudia Hoffarth und Wolfgang Schuch, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) sowie (auf dem Traktor) Karin Lölkes (Bauernverband Marburg-Biedenkopf) und Felix Hoffarth. 

Foto: Landkreis

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