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Fördergruppe im Betreuungsangebot an der Burgwaldschule Wetter arbeitet seit fünf Jahren erfolgreich – Besonderes Konzept für Kinder: Positive Entwicklung der Persönlichkeit fördern
(Pressemitteilung Nr. 172/2013 vom 14.05.2013)

Marburg-Biedenkopf – Am Betreuungsangebot an der Burgwaldschule nehmen insgesamt 50 Kinder aller Grundschulklassen teil. Eine sehr große Gruppe mit sogenanntem offenem Konzept, bei dem die Kinder weitgehend selbst entscheiden, an welchen Aktivitäten sie teilnehmen und mit wem sie spielen möchten. Dieses Konzept fordert von den Kindern ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen. Damit sind immer wieder einige Kinder überfordert. Kommen dann noch Probleme in der Bewältigung der schulischen Anforderungen oder sogar Probleme in der Familie dazu, geraten die Kinder schnell in einen Teufelskreis aus Misserfolgen und Enttäuschungen.

Aus dieser Situation heraus wurde vor fünf Jahren in gemeinsamer Planung von Betreuungsangebot und Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Landkreises Marburg-Biedenkopf für das Betreuungsangebot an der Burgwaldschule ein neues Konzept entwickelt. Für betroffene Kinder besteht seither zusätzlich zur Teilnahme an Regelbetreuung, Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung die Möglichkeit am Nachmittag an einer Kleingruppe für bis zu acht Kinder teilzunehmen. In dieser Gruppe werden besondere Lernsituationen mit festen Strukturen und Abläufen geschaffen und das konsequente Einhalten von Regeln und Verbindlichkeiten wird eingeübt. Eine sozial-emotionale Stabilisierung stellt sich insbesondere dadurch ein, dass die Kinder eigene Stärken erkennen lernen und so in der positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit gefördert werden.

„Rückmeldungen zu den Kindern, die die Fördergruppe in den vergangenen Jahren besucht haben und inzwischen an weiterführende Schulen unterrichtet werden, sind überwiegend positiv. Wir wollen daher diese besondere Form der Förderung von Kindern in schwierigen Lebenssituationen auch im kommenden Schuljahr fortsetzen“, teilte der stellvertretende Landrat Dr. Karsten McGovern mit. „Für uns handelt es sich hierbei um ein Angebot mit niedriger Zugangsschwelle, das als vorbeugende Maßnahme gut geeignet ist, die beteiligten Kinder zu stärken und weitere negative Entwicklungen für die Kinder und Familien zu verhindern“, betonte Dr. McGovern.

Fester Bestandteil der Konzeption der Fördergruppe ist eine enge Zusammenarbeit der beteiligten Sozialpädagoginnen mit den Lehrkräften, der Frühförderstelle und dem Beratungs- und Förderzentrum der Wollenbergschule. Auch die Eltern der teilnehmenden Kinder werden regelmäßig eingebunden. Das ist für Dr. McGovern von besonderer Bedeutung: „In diesem Falle ist eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Schule im Interesse der Kinder sehr gut gelungen. Dies hat sicherlich zur nachhaltig positiven Entwicklung der Kinder beigetragen“, erläuterte Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales beim Landkreis Marburg-Biedenkopf. Oft sei es so, dass verschiedene Institutionen nebeneinander her arbeiten ohne sich abzustimmen. Dadurch würden sie ihre Arbeit und ihr Bemühen um die Kinder selbst erschweren.


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