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Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg: Gewalt-Sehen-Helfen-Video veröffentlicht – „Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und Helfens!“

(Pressemitteilung 160/2015 vom 05.05.2015)

Marburg-Biedenkopf/Marburg – Ein Aufruf zur Sensibilisierung für Gewalt im öffentlichen Raum: Auf Initiative des Projekts „Einsicht – Marburg gegen Gewalt“ ist ein neuer Filmspot der Zivilcouragekampagne „Gewalt-Sehen-Helfen“ des Landes Hessen entstanden.

Ab sofort ist er unter https://www.youtube.com/watch?v=MFLZvIhQwOs  zu sehen. Opferzentriertes, Gemeinwesen orientiertes und gewaltfreies Eingreifen sind die Motive des Films und die Grundsätze der Kampagne Gewalt-Sehen-Helfen. Diese Botschaft kann nun per Video-Link über das Internet geteilt werden.

Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Egon Vaupel setzen dabei auf eine hohe Verbreitung dieses visuellen Aufrufs über die Region Marburg hinaus: „Das ist das, was das Thema verdient. Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und Helfens!“

Bei der Erstellung des Spots kooperierten der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Universitätsstadt Marburg, die Philipps-Universität, Streiflicht Produktion, der Verein Jugendrechtshaus Marburg-Biedenkopf, das Polizeipräsidium Mittelhessen, die Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf und die Regionale Geschäftsstelle Mittelhessen des „Netzwerks gegen Gewalt“. Die Finanzierung erfolgte durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport.

Ein junger Mann wird in einer Seitenstraße bedroht – was nun? Einfach abwarten? Schnell weiter? Voll drauf? „Zum Glück leben wir in Deutschland in einer Gesellschaft, die in den vergangenen Jahren sehr friedlich geworden ist. Doch gerade deswegen sind viele Menschen in Konfliktsituationen überfordert und ziehen sich eher zurück als einzuschreiten“, beschreibt Prof. Dr. Ulrich Wagner das Problem, dem sich der neue Spot der Zivilcouragekampagne Gewalt-Sehen-Helfen annimmt. Sozialpsychologe Ulrich Wagner ist neben Regina Linda, Fachbereichsleiterin Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Brandschutz der Marburger Stadtverwaltung, verantwortlich für die Leitung der Gewaltpräventionsinitiative „Einsicht – Marburg gegen Gewalt“, unter deren Dach der dreiminütige Kampagnenfilm entwickelt wurde.

Gewalt-Sehen-Helfen möchte Menschen für Gewaltsituationen im öffentlichen Raum sensibilisieren. Die zentrale Botschaft ist, dass jeder Mensch, unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlicher Konstitution Hilfe leisten kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Wie dies funktioniert, können Interessierte in den halb- bis dreitägigen Gewalt-Sehen-Helfen-Schulungen erfahren. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Universitätsstadt Marburg beteiligen sich seit mehreren Jahren an der Kampagne. Die Programminhalte und das Angebot der Schulungen sollen durch den Filmspot nun noch stärker beworben werden. Gewalt-Sehen-Helfen wird von der ressortübergreifenden Präventionsinitiative des Landes Hessen „Netzwerk gegen Gewalt“ getragen.

Gedreht wurde im Oktober 2014 in der Marburger Oberstadt. Am 26. März 2015 folgte ein Festakt zur offiziellen Vorstellung des Films im Marburger Cineplex. Thematisiert werden die Willkür und die Machtlosigkeit gegenüber der Gewalt im Alltag. Mit dem Stilmittel, unterschiedliche Handlungsszenarien für dieselbe Situation aufzuzeigen, bietet der Film mehrere Identifikationsmöglichkeiten und regt zur Selbstreflexion an.

„Den Menschen die Angst zu nehmen, sich falsch zu verhalten“ sei das Ziel seines Kurzfilms, sagte Regisseur Dr. Thomas Rösser dazu auf der Premierenveranstaltung.

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