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Trotz steigender Zahl der Bedarfsgemeinschaften weniger Arbeitslose in der Betreuung des KreisJobCenters – Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im April auf 3.047 zurück, das sind 159 Personen weniger als im Vorjahr

(Pressemitteilung 154/2015 vom 30.04.2015)

Marburg-Biedenkopf – Bereits seit Jahresbeginn geht die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen im Landkreis zurück. Das KreisJobCenter weist für diesen Monat insgesamt 3.047 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen leicht um 4 Personen bzw. 0,1 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis dagegen deutlich um 159 Personen bzw. 5,0 Prozent gesunken. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt weiter bei 2,4 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 2,5 Prozent.

„Die jüngsten Meldungen zur Arbeitsmarktlage waren auf Bundesebene positiv. Deshalb überrascht es mich nicht, dass die heimische Region als dynamischer Wirtschaftsstandort ebenfalls an der guten Entwicklung partizipiert“, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Marian Zachow. „Diese positive Entwicklung bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen gibt uns die Gelegenheit, noch mehr die Menschen in den Blick zu nehmen, die bislang nur wenig Chancen bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt hatten“, betont Zachow.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent bzw. 77 Personen auf 6.415 Bedarfsgemeinschaften angestiegen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Anstieg um 129 Bedarfsgemeinschaften oder 2,1 Prozent.

Bei den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg um 1,2 Prozent auf 8.335 Personen zu verzeichnen, dies entspricht einem Anstieg um 97 Personen. Im langfristigen Vergleich liegt die Zahl um 2,6 Prozent bzw. 214 Personen über dem Wert des Vorjahres.

Der kontinuierliche Anstieg der Zahl der Bedarfsgemeinschaften und Leistungsberechtigten setzt sich somit in den vergangenen Monaten fort. Ein Grund für diese Steigerung sind auch die im März 2015 in Kraft getretenen Neuregelungen zum Asylbewerberleistungsgesetz, die in Zukunft die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften im SGB II beeinflussen werden. So erwerben Personengruppen mit einer bestimmten Aufenthaltserlaubnis künftig Leistungsansprüche nach dem Sozialgesetzbuch II. Hierbei handelt es sich um Personen, die – unabhängig von deren Status als Asylbewerber – voraussichtlich dauerhaft in Deutschland bleiben werden. Durch die frühe Leistungsberechtigung im SGB II will der Gesetzgeber erreichen, dass die Teilhabe am Arbeitsmarkt und die hierfür dringend notwendige Sprachförderung so früh wie möglich einsetzen. In welchem Umfang sich dies künftig statistisch niederschlagen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Bei den Angaben zu Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 14.04.2015 ermittelten vorläufigen Bestand. Der endgültige Bestand für den Berichtsmonat April wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.

Insgesamt befanden sich zum Stichtag im April 1.349 Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen.

Stichwort/Hintergrund KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf:

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist seit 2005 Optionskommune und betreut mit dem KreisJobCenter (KJC) 3.047 Langzeitarbeitslose. Das Ziel: Diese Menschen zu fördern, weiter zu qualifizieren und wieder in Arbeit zu vermitteln. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Vermittlungsquote von rd. 31 Prozent zählt der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem KreisJobCenter zu den erfolgreichsten Optionskommunen in Hessen. Von den im Landkreis als arbeitslos geltenden Menschen werden durchschnittlich 40 Prozent durch die zuständige Agentur für Arbeit in Marburg und 60 Prozent durch das KreisJobCenter des Landkreises betreut.

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