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Geplante Informationsveranstaltung für den 13. April in Steffenberg wird abgesagt – Derzeit keine weitere Belegung im Rahmen der Zweitunterbringung von Flüchtlingen in Steffenberg

(Pressemitteilung 152/2016 vom 12.04.2016)

Marburg-Biedenkopf – Die Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf wird in Steffenberg derzeit keine weiteren Häuser mit Flüchtlingen im Rahmen der sogenannten „Zweitunterbringung“ belegen. Das sind Menschen, deren Asylanträge geprüft werden und die während der Dauer dieser Prüfung in den Städten und Gemeinden des Landkreises untergebracht werden.

„Die Situation hat sich im ganzen Landkreis enorm verändert. Hatten wir zeitweise 120 und mehr Flüchtlinge, die wir in einer Woche im Landkreis im Rahmen der Zweitunterbringung in Wohnungen und Unterkünften im Landkreis verteilen mussten, so sind für diese Woche nur noch 16 Personen angekündigt. Überhaupt sind uns für das derzeitige Quartal von April bis Ende Juni `nur´ noch 247 Geflüchtete avisiert worden. Also erfolgt vom Umfang her jetzt in drei Monaten eine Zuweisung von Flüchtlingen in der Höhe, wie wir sie noch kürzlich in zwei Wochen hatten! Unser Bedarf ist deshalb derzeit sehr deutlich gesunken“, erläuterte der zuständige Dezernent, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow.  

Nach dem Vorliegen dieser noch einmal geringeren Zuweisungen laut Prognoseschreiben des Landes vom 6. April sei jetzt eine Situation entstanden, in der auch über diejenigen Objekte Gespräche zu führen sind, die bereits unmittelbar vor Vertragsabschluss standen und zum Teil auch schon öffentlich angekündigt wurden. Das führt dazu, dass der Landkreis nicht nur in der Gemeinde Steffenberg, sondern seit kurz vor Ostern auch an vielen anderen Stellen im Landkreis mit denjenigen Eigentümern von potentiellen Mietobjekten in Gesprächen ist, die Wohnraum zur Verfügung stellen wollten.

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen wird auch auf die für den 13.4.2016 vorgesehene Informationsveranstaltung zu diesem Themenkomplex in Steffenberg verzichtet. Diese Veranstaltung war für Interessierte aller Ortsteile Steffenbergs geplant. Sollten die Zuweisungen in den Quartalen drei und vier dieses Jahres wieder ansteigen wird die Informationsveranstaltung selbstverständlich durchgeführt.

„Wie die weitere Entwicklung in der Flüchtlingsfrage aussehen wird, kann derzeit niemand verlässlich vorhersagen“, so Zachow. Aktuell kann der Landkreis insgesamt keine Entscheidung über die Notwendigkeit einer weiteren Wohnungsakquise treffen, da dafür dringend die Prognosen für die Flüchtlingszuweisungen des Landes für das dritte und vierte Quartal des Jahres 2016 erforderlich sind. Diese liegen jedoch noch nicht vor.

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