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Hochwasserschutz in der Gemeinde Weimar ist von großer Bedeutung – Veranstaltung des Landkreises informierte über Gefahren durch Bewuchs oder Baumaßnahmen auf Deichen

(Pressemitteilung 148/2015 vom 29.04.2015)

Marburg-Biedenkopf – Die Gemeinde Weimar hatte in den vergangenen Jahrzehnten schon oft mit Hochwasserlagen zu kämpfen. Das ist für alle Beteiligten immer eine große Herausforderung. „Ein sehr wichtiger Teil des Hochwasserschutzes ist die Instandhaltung der Dämme. Das ist etwas, was im Laufe der Jahre immer wieder unterschätzt wird. Generell sind die Probleme landauf und landab ähnlich gelagert: Dämme bewachsen auf natürlich Art oder werden sogar absichtlich bepflanzt. Der Schutz und die Instandhaltung der Deiche sind von größter Wichtigkeit. Eine einzige Schwachstelle im Deich reicht schließlich aus, um bei Hochwasser viele Menschen zu gefährden“, verdeutlichte Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow.

Bei einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus in Roth informierten die Fachleute der Unteren Wasserbehörde des Landkreises über die Gefahren von Hochwasser. Die Fachleute des Kreises erläuterten dabei, dass Hochwässer Naturereignisse sind, die in nicht vorhersehbaren Abständen und teils mit hohen Wasserständen auftreten. Deichbauten stellen deshalb eine Möglichkeit des technischen Hochwasserschutzes dar. Um die Funktionalität der Deiche jedoch zu gewährleisten, müssen diese allerdings bestimmten Anforderungen entsprechen. Der beste wirtschaftliche und natürliche Schutz für den Deichkörper ist eine gut gepflegte, dauerhaft geschlossene und dichte Grasnarbe auf den Böschungen. Sie verwiesen nochmals darauf, dass Gehölze wie Bäume, Sträucher oder Hecken sowie bauliche Anlagen aller Art auf Deichen die Standsicherheit beeinträchtigen bzw. die Unterhaltung und die Deichverteidigung im Hochwasserfall erschweren.

Die Unterhaltung der Deiche ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung und obliegt den Eigentümern. Im Rahmen dieser Verpflichtung wurde in der Gemeinde Weimar eine Deichschau durchgeführt. Insbesondere wurden die in den Ortslagen Argenstein und Roth vorhandenen Hochwasserschutzdeiche hinsichtlich ihres baulichen Zustandes begutachtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass auch in der Gemeinde Weimar viele Deichabschnitte durch Gehölzbewuchs oder auch bauliche Anlagen beeinträchtigt werden.

Bei dem Termin in Weimar-Roth wurden allen interessierte Bürgerinnen und Bürgern, aber insbesondere den Deich-Anlieger informiert. Bei dieser Veranstaltung ging es um die Notwendigkeiten einer ordnungsgemäßen Deichunterhaltung sowie um die Darlegung der gesetzlichen Vorgaben. Auch das weitere Vorgehen wurde erörtert. So wird jeder Fall einzeln betrachtet. Die Untere Wasserbehörde wird sich noch einmal die entsprechende Deichabschnitte anschauen und überprüfen, ob sich etwas seit der letzten Begehung verändert hat. Schließlich findet vor Ort auch noch einmal eine Bürgersprechstunde zu diesem Thema statt.

Zachow zeigte sich nach der Veranstaltung zufrieden: „Uns ging es vor allem darum, einerseits für die Gefahren zu sensibilisieren und andererseits darauf aufmerksam zu machen, wo dringender Handlungsbedarf ist. Ich denke, das ist beides in dieser Veranstaltung gelungen und ich bedanke mich bei den Gesprächsteilnehmern für deren Interesse und Verständnis.“ 

So wie hier in der Gemeinde Weimar sollte ein ordnungsgemäßer Deich aussehen.   Foto: Landkreis

So wie hier in der Gemeinde Weimar sollte ein ordnungsgemäßer Deich aussehen.  

Foto: Landkreis

Beim Hochwasser 2011 in der Gemeinde Weimar musste ein Deich verteidigt werden.   Foto: Stephan Schienbein

Beim Hochwasser 2011 in der Gemeinde Weimar musste ein Deich verteidigt werden.  

Foto: Stephan Schienbein

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