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Neues Instrument für die Beratung vor Ort: Mit dem Infomobil kommt die berufliche Weiterbildung in Fahrt – Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützt Unternehmen und Mitarbeiter in Sachen Weiterbildung und lichtet den Weiterbildungsdschungel

(Pressemitteilung Nr. 144/2011 vom 28.04.2011)
Marburg-Biedenkopf – Wer kennt das nicht: Man weiß, dass man sich beruflich weiterbilden müsste, aber es fehlt die Zeit dazu, den für sich passenden Kurs zu finden – oder es hapert schlichtweg am nötigen Geld. Hier können die Qualifizierungsbeauftragten des Landkreises Marburg-Biedenkopf helfen: Sie unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Weiterbildung – angefangen von kostenlosen Beratungen bis hin zu einer finanziellen Förderung. Ein weiteres Instrument ist jetzt an den Start gegangen: Das Info-Mobil von Weiterbildung Hessen e.V. für die Beratung vor Ort.

In den vergangenen Jahren konnten bereits viele Interessierte positive Erfahrungen mit der Qualifizierungsoffensive sammeln. „Natürlich wusste ich, dass ich mich in meinem Beruf weiterbilden muss, aber bisher waren mir entsprechende Kurse einfach zu teuer“, berichtet Bärbel Grimm aus Gladenbach. Hier konnten ihr die Qualifizierungsbeauftragten des Landkreises, Dr. Frank Hüttemann, Andrea Neitzel und Angela Schult weiterhelfen: Nach einer kostenlosen und trägerneutralen Beratung zu Weiterbildungsthemen konnte ein passender Kurs gefunden werden. Mit Hilfe des Förderinstruments „Qualifizierungs-Scheck“ war dann eine Förderung der Kurskosten möglich.

Mit dem Qualifizierungsscheck unterstützt das Land Hessen die Bemühungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in kleinen und mittleren Unternehmen, ihre Beschäftigungsfähigkeit durch berufliche Weiterbildung langfristig zu erhalten und zu verbessern. Es werden 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis maximal 500 Euro pro Person und Jahr gefördert. Förderfähig sind an- und ungelernte Arbeitskräfte oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 45 Jahre sowie seit Neuestem auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine wöchentliche Arbeitszeit von maximal 30 Wochenstunden haben – unabhängig von ihrem Alter und ihrer Qualifizierung. Nähere Informationen zu dem Förderinstrument hierzu gibt es auch im Internet unter „www.qualifizierungsschecks.de“.

„Die Förderung durch die Qualifizierungsoffensive war für mich eine gute Unterstützung. Ich habe einen Kurs zum Thema Präsentationstechniken besucht. Bei meiner jetzigen Tätigkeit muss ich häufig vor Gruppen reden. Durch den Kurs habe ich die nötigen Kenntnisse erlangt, kompetent und selbstsicher vor Gruppen reden zu können. Ich konnte dadurch nicht nur meine beruflichen Fähigkeiten verbessern, sondern die Arbeit fällt mir jetzt auch leichter“, so Bärbel Grimm.

„Wir freuen uns, dass das Förderinstrument ‚Qualifizierungs-Scheck’ immer häufiger nachgefragt wird. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der ausgegeben Qualifizierungs-Schecks im Landkreis Marburg-Biedenkopf von 16 auf 48 verdreifacht“, erklärte Landrat Robert Fischbach.

Informationen über Fördermöglichkeiten

Vor kurzem wurde der Service zur Weiterbildungsberatung erweitert: Mit dem Info-Mobil besuchen die Qualifizierungsbeauftragten Firmen und informieren die Belegschaft vor Ort über die vielfältigen Möglichkeiten, die die Qualifizierungsoffensive zur Förderung der beruflichen Weiterbildung bietet. „Wir erläutern, wie kleine und mittlere Unternehmen ihre Belegschaft in ihrer beruflichen Weiterentwicklung unterstützen können und informieren über aktuelle Fördermöglichkeiten“, erklärte Dr. Frank Hüttemann. So könnten an Ort und Stelle auch Qualifizierungs-Schecks beantragt werden. Das Infomobil ist bis Ende 2013 in allen Regionen Hessens unterwegs. In der Zeit vom 3. bis 4. Mai 2011 wird es verschiedene Orte im Landkreis Marburg-Biedenkopf besuchen. Nähere Informationen hierzu gibt es im Internet unter „www.weiterbildunginfahrt.de“. Interessierte Unternehmen können das Infomobil bei Weiterbildung Hessen e. V. buchen.

Positive Erfahrungen mit der Qualifizierungsoffensive konnte auch Reinhard Nau, Geschäftsführer der FUS + Sohn Möbelwerkstätte und Innenausbau GmbH aus Großseelheim sammeln. „Als Geschäftsführer ist mir die Weiterbildung meiner Mitarbeiter sehr wichtig. Das Problem ist jedoch, dass es eine unübersichtliche Fülle an Weiterbildungsanbietern gibt und es sehr schwierig ist, hier den passenden Kurs zu finden. Ich habe leider nicht die Zeit, stundenlang im Internet zu recherchieren.“ Mit Hilfe der Qualifizierungsbeauftragten gelang es, den „Weiterbildungs-Dschungel“ zu lichten. Durch ihre Erfahrung im Bereich der Weiterbildungsberatung wissen die Qualifizierungsbeauftragten, wo sie „suchen“ müssen.

Eine weitere Erleichterung stellt die kürzlich erschienene Broschüre „Weiterbildungs-Wegweiser für den Landkreis Marburg-Biedenkopf“ dar. Die Broschüre gibt einen schnellen Überblick über viele der im Landkreis ansässigen Weiterbildungsträger und deren Bildungsangebot. „Bisher war es schwierig, den für sich oder seinen Betrieb ‚richtigen’ Weiterbildungsanbieter zu finden. Mit Hilfe des Weiterbildungs-Wegweisers der Qualifizierungsoffensive gibt es jetzt die Möglichkeit, leichter den passenden Bildungsanbieter mit dem geeigneten Weiterbildungskurs zu finden. Die Broschüre zeigt auch, dass viele kompetente Bildungsanbieter im Landkreis ansässig sind und eine Fahrt bis Frankfurt oder weiter gar nicht notwendig ist“, erläuterte Landrat Fischbach.

Die kostenlosen Broschüren sind bei den Stadt- und Gemeindeverwaltung, bei den einzelnen Weiterbildungsträgern sowie in der Kreisverwaltung erhältlich. „Natürlich stehen wir auch weiterhin gerne persönlich für Beratungen zur Verfügung“, ergänzte Dr. Hüttemann.
 

  Sie setzen auf die Weiterbildungsmöglichkeiten der Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf: (v. li.) Reinhard Nau, Bärbel Grimm, die Qualifizierungsbeauftragten Angela Schult und Andrea Neitzel (im Info-Mobil) sowie Landrat Robert Fischbach und Dr. Frank Hüttemann von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf. (Foto: Landkreis)
Sie setzen auf die Weiterbildungsmöglichkeiten der Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf: (v. li.) Reinhard Nau, Bärbel Grimm, die Qualifizierungsbeauftragten Angela Schult und Andrea Neitzel (im Info-Mobil) sowie Landrat Robert Fischbach und Dr. Frank Hüttemann von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf.
(Foto: Landkreis)
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