Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Der Landkreis investiert in den Ausbau der Schulsozialarbeit – Chancen auf umfassende Teilhabe in der Gesellschaft verbessern

(Pressemitteilung Nr. 143/2012 vom 03.04.2012)
Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat sich schon in 2011 dafür ausgesprochen, die Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen im Landkreis auszubauen. Trotz enger finanzieller Spielräume wurde dies über das Bildungs- und Teilhabepaket im Rahmen der Reform des Hartz-IV-Paketes ermöglicht. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass die Landkreise und kreisfreien Städte einen Teil der ihnen zugewiesenen Gelder für die Schulsozialarbeit verwenden können.

Nach inhaltlicher Vorarbeit des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, in Abstimmung mit dem Jugendhilfeausschuss, hat der Kreisausschuss beschlossen, welche Schulen aufgrund ihrer Bedarfsmeldungen in das Programm mit einbezogen werden und welche Träger die Durchführung übernehmen sollen.

Diese Investition in die Bildung junger Menschen ist für den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern eine konsequente Weiterentwicklung des bereits seit ein paar Jahren eingeschlagenen Weges. Unter Federführung des Fachbereichs Familie Jugend und Soziales wurde im Rahmen der bestehenden Ansätze von Schulsozialarbeit im Landkreis ein Qualitätsdialog eingerichtet sowie von allen in der Schulsozialarbeit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Rahmenkonzept erarbeitet. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung dieser Arbeit dar.

„Schulsozialarbeit entscheidend mit dazu beitragen, dass junge Menschen – insbesondere wenn sie von sozialer Benachteiligung betroffen sind – individuell gefördert werden und ihre Chancen auf umfassende Teilhabe in der Gesellschaft besser wahrnehmen können“, betont Dr. Karsten McGvern.

Schulsozialarbeit ist für den Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, Uwe Pöppler, eine gelungene Verbindung der Bereiche Jugendhilfe und Schule zum Wohl des jungen Menschen. Durch den gesellschaftlichen und technologischen Wandel haben sich die Herausforderungen an Bildung und Erziehung junger Menschen in den letzten Jahren erheblich verändert. Für ihn bedarf es deshalb eines gemeinsamen Engagements beider Bereiche, um jungen Menschen die größtmöglichen Chancen zur Gestaltung ihrer Zukunft zu bieten.

Da Kinder und Jugendliche heute einen immer größer werdenden Teil ihrer Tageszeit in der Schule verbringen, kommt der Sozialarbeit an Schulen ein wichtiger Stellenwert zu. Schule ist nicht mehr nur Ort der Wissensvermittlung, sondern wird zunehmend zum Lebensort junger Menschen. Als zentrale gesellschaftliche Institution entscheidet sie auch maßgeblich über die sozialen und gesellschaftlichen Teilhabechancen junger Menschen. Schulsozialarbeit kann dabei durch präventive und ergänzende Angebote einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung leisten.

Der Beschluss des Kreisausschusses sieht vor, dass folgende Schulen befristet bis zum 31.12.2013 in die Förderung mit einbezogen werden:

- Gesamtschule Ebsdorfergrund
- Mittelpunktschule Hartenrod
- Alfred-Wegener-Schule Kirchhain
- Gesamtschule Niederwalgern
- Martin-von-Tours-Schule Neustadt
- Mittelpunktschule Perftal Breidenbach
- Stadtschule Biedenkopf
- Mittelpunktschule Wohratal
- Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach
- Grundschule II Stadtallendorf
- Grundschule Schönstadt
- Grundschule Lohra
- Grundschule Gönnern
- Grundschule Biedenkopf
- Wollenbergschule Wetter
- Otfried-Preußler-Schule Gladenbach-Weidenhausen
- Landgräfin-Elisabeth-Schule Stadtallendorf

„Erfahrene und fachlich ausgewiesene Träger werden jetzt nach der Beauftragung des Kreisausschusses Kontakt mit den Schulen aufnehmen und die jeweiligen Handlungsschwerpunkte festlegen“, so Uwe Pöppler. Die Koordination und Federführung für die Schulsozialarbeit im Landkreis liegt weiterhin beim Fachbereich Familie, Jugend und Soziales.
 

 
[ schliessen ]