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Langzeitarbeitslosigkeit weiterhin rückläufig: Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt im April auf 4.435 Personen – Dr. McGovern: „Trotz bundesweit gekürzter Eingliederungsmittel verzeichnen wir in Sachen Beschäftigung ein Wachstumskurs“

(Pressemitteilung Nr. 143/2011 vom 28.04.2011)
Marburg-Biedenkopf – Der von Wirtschaftsforschungsinstituten prognostizierte Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist auch im Kreisgebiet deutlich zu beobachten. Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen stetig auf nunmehr 4.435 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (4.765) verzeichnet das KreisJobCenter (KJC) in der Monatsstatistik für April ein Abbau um 6,9 Prozent.

„Der wirtschaftliche Aufschwung lässt die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs", betonte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dr. Karsten McGovern am Donnerstag in Marburg. Dies sei in Anbetracht der bundesweiten Kürzungen im Bereich der Eingliederungsmittel umso erfreulicher. Dieses Jahr konnten durch diese Kürzungen bisher deutlich weniger Personen gefördert werden als noch ein Jahr zuvor. So befanden sich im April im Vergleich zum Vorjahr rund 20 Prozent Menschen weniger in Qualifizierungsmaßnahmen.

Die aktuelle Arbeitslosenquote (ermittelt auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen) liegt bei 3,5 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent; Vorjahresmonat 3,8 Prozent).
Die Arbeitslosenzahl teilt sich auf die drei Regionalcenter bezogen wie folgt auf: Marburg (Mitte) 2.347 (Vormonat 2.382), Stadtallendorf (Ost) 1.251 (Vormonat 1.268) und Biedenkopf (West) 837 (Vormonat 852).

Die konjunkturelle Belebung hat dazu geführt, dass im Berichtsmonat April 386 Menschen in den ersten Arbeitsmarkt oder Ausbildung integriert werden konnten. Für 261 davon ergab sich dabei eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, für 125 eine Tätigkeit im sozialversicherungsfreien Bereich.

Dass Erwerbstätigkeit nicht immer zu einem auskömmlichen Einkommen führt, lässt sich daran erkennen, dass der Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die zusätzlich zu ihrem Erwerbseinkommen Leistung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II erhalten, sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig geändert hat. In diesem Monat liegt er bei 29,4 Prozent.

Die Zahl der erwerbsfähigen Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf, die SGB II-Leistungen empfangen, hat sich im Vergleich zum Vormonat März von 9.770 auf 9.656 verringert und liegt deutlich um 12 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Eine ähnliche Entwicklung nimmt die Zahl der Bedarfsgemeinschaften. Hier ist im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang von 7.196 aus 7.059 festzustellen. Bei den Angaben zu Bedarfsgemeinschaften und erwerbsfähigen Hilfeberechtigten handelt es sich um einen zum Stichtag 12. April 2011 ermittelten vorläufigen Bestand. Der endgültige Bestand wird von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von drei Monaten festgeschrieben.
 

 
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